Mehr Einsätze für die FFW Waldkatzenbach

Neue Ausrückebereiche erfordern neue Kooperationen – Übungsbeteiligung könnte besser sein – Kritik an schleppender Mängelbeseitigung – Große Fortbildungsbereitschaft

 Waldkatzenbach. Zur diesjährigen Generalversammlung der FFW Waldkatzenbach konnte Abteilungskommandant Thomas Stelzer nicht nur die Mitglieder der Aktiven- und der Altenwehr, sondern auch Bürgermeister Markus Haas und Gesamtkommandant Michael Merkle begrüßen.

Nachdem sich die Versammlung der verstorbenen Feuerwehrkameraden gedacht hatte, ließ Kommandant Stelzer das zurückliegende Berichtsjahr Revue passieren. Insgesamt konnte die Abteilung auf 17 aktive Kameraden und sieben Kameraden in der Alterswehr zurückgreifen. Außerdem seien sechs Kinder und Jugendliche aus Waldkatzenbach in der Jugendfeuerwehr Waldbrunn organisiert, wo man mit Tobias Springer auch einen der Jugendgruppenleiter stelle. Der Altersdurchschnitt der Aktiven liegt bei 39 Jahren, so Stelzer weiter. Im vergangenen Jahr absolvierte die Abteilungswehr neun Einsätze und damit drei mehr als im Jahr 2014. Die Einsätze teilten sich in drei Brandeinsätze, drei technische Einsätze, bei denen jeweils Bäume von Fahrzeugen bzw. Straßen entfernt werden mussten, und drei sonstige Einsätze, wie die Absicherung des Verkehrs beim Martinsumzug. Im Schnitt sei man bei den Einsätzen mit neun Mann präsent gewesen, was einer zufriedenstellenden Präsenz von 51 Prozent entspreche.

Bedauernd stellte Abteilungskommandant Stelzer eine rückläufige Beteiligung an den zwölf Übungen mit den Kameraden der Wehr Oberdielbach fest. Hier habe man eine Präsenzquote von 59 Prozent erreicht. Es sei aber sicher, dass ohne Übungen keine professionelle Hilfe geleistet werden könne, weshalb er an seine Feuerwehrkameraden appellierte, hier wieder mehr Einsatz zu zeigen.

Erfreulich sei hingegen die Bereitschaft innerhalb der Ortswehr, sich zum Wohle der Feuerwehr und er Allgemeinheit weiter- und fortzubilden. So verfüge man nun in Tobias Springer über einen Jugendgruppenleiter. Außerdem haben Simon Nuß und Sebastian Weiss den Maschinistenlehrgang absolviert. Simon Nuß hat sich darüber hinaus zum Truppführer qualifiziert. Gemeinsam mit Kommandant Stelzer hat Simon Nuß dazu auch noch das Leistungsabzeichen in Bronze geholt.

Auch kameradschaftliche Aktivitäten seien im Berichtsjahr nicht zu kurz gekommen, so Thomas Stelzer. Auch habe man durch verschiedene Einsätze diverse Arbeiten im Feuerwehrgerätehaus erledigt. Dieses Engagement habe der Feuerwehr-TÜV bei der Untersuchung des Einsatzfahrzeugs mit einem „gut“ bewertet. Allerdings habe es auch Mängelrügen gegeben, die seit drei Monaten auf Erledigung warten, so eine kritische Anmerkung an die Adresse der Gemeindeverwaltung. Zwar habe man dort stets ein offenes Ohr gefunden, es seien auch einige Anforderungen schnell erfüllt worden, dass solche Mängel aber nach einem Vierteljahr nicht bearbeitet sind, trage nicht gerade zur Motivation bei, bemerkte Stelzer.

Nachdem der Abteilungskommandant noch auf verschiedene Spenden, durch die zusätzliche Funkmelder angeschafft werden konnten, eingegangen war, dankte er allen Kameraden und besonders deren Familien für die Unterstützung im vergangenen Jahr.

Es folgten die Berichte des Schriftführers Ralf Haas und des Kassiers Sebastian Weiss. Nachdem die Kassenprüfer Simon Nuß und Matthias Hörr die einwandfreie Führung der Bücher bescheinigt hatten, gab die Vorsitzenden der Feuerwehrkapelle Waldkatzenbach einen kurzen Einblick in die Entwicklung der Kapelle, die mit 22 Musikern im vergangenen Jahr 44 Proben und 32 Auftritte absolviert hat.

In seinem Grußwort dankte Bürgermeister Markus Haas den Kameraden für ihre stete Bereitschaft, zum Wohle der Bevölkerung Gesundheit und Leben einzusetzen. Er hob hervor, dass man vonseiten der Gemeinde stets bemüht sei, die Ausrüstung der Feuerwehren auf einem guten Stand zu halten. Um in die Sicherheit zu investieren, habe man daher die Beschaffung eines zweiten wasserführenden Feuerwehrfahrzeugs im Wert von 380.000 Euro beschlossen.

Da es vonseiten der Abteilungskameraden keinerlei Beanstandungen an den Berichten gab, folgte die Versammlung dem Antrag des Gemeindeoberhaupts und erteilte dem Vorstand einstimmig die Entlastung.

Nach einem weiteren Grußwort des stellvertretenden Ortsvorstehers Ralf Haas, ging Gesamtkommandant Michael Merkle kurz auf die Veränderungen im Waldbrunner Feuerwehrwesen ein. Durch die Stationierung des zweiten wasserführenden Fahrzeugs in Schollbrunn gebe es künftig zwei Ausrückebereiche. Da die Abteilung Waldkatzenbach künftig mit Mülben und Strümpfelbrunn ausrücke, müsse man sich von der Kooperation mit der Wehr in Oberdielbach verabschieden. Vielmehr müsse man das neue Fahrzeug beherrschen, müsse wahrscheinlich auch mehr Einsätze bewältigen, da künftig alle zusammengefassten Ortsteilwehren gemeinsam alarmiert werden. Das neue Fahrzeug und die neuen Aufgaben könnten aber auch motivationsfördernd wirken, hofft Merkle abschließend.

Nachdem Abteilungskommandant Thomas Stelzer die kommenden Termine genannt hatte, ging die Versammlung zum gemütlichen Teil über.

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