VfR Gommersdorf muss zum Angstgegner

TSV Oberwittstadt – VfR Gommersdorf


Oberwittstadt. (eb) Die Landesliga Odenwald beendet am Wochenende mit dem 19. Spieltag die Spielrunde für dieses Jahr. Der VfR Gommersdorf hat bei diesem Gastspiel die kürzeste Anreise der ganzen Saison, denn am Samstag (14.15 Uhr) treten die Jagsttäler zum Lokalderby beim TSV Oberwittstadt an. Für einige VfR-Anhänger sind die Grün-Weißen aus dem Ravensteiner Stadtteil der Angstgegner schlechthin, setzte es doch in den vergangenen Jahren immer wieder empfindliche Niederlagen.

Im Meisterjahr 2013 gab es für die Gommersdorfer insgesamt nur drei Niederlagen, aber davon waren zwei 0:1-Pleiten gegen die „Wittschter“. Auch im Aufstiegsjahr 2015 kamen die Jagsttäler über zwei Unentschieden gegen den TSV nicht hinaus.

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Das Vorrundenspiel besserte die Bilanz des VfR mit vier Siegen, zwei Unentschieden und fünf Niederlagen bei einem Torverhältnis von 20:9(!)- wieder etwas auf. Dem 4:0-Sieg der Gommersdorfer gleich zum Saisonauftakt hatten die Ravensteiner nicht viel entgegen zu setzen. Felix Schmidt und Dominik Feger mit drei Treffern sorgten damals für klare Verhältnisse.

Angstgegner hin oder her, VfR-Trainer Torben Köpfle verschwendete schon im Vorspiel keinen Gedanken daran: „Ich habe mit Gommersdorf noch als Spieler gute Erinnerungen. Beim 7:0 in „Wittscht“ im Frühjahr 2011 habe ich vier Treffer erzielt“. Das 5:0 bedeutete damals das 1.000. Tor in der Gommersdorfer Landesliga-Geschichte.

Es gibt nicht wenige im VfR-Umfeld, die mit der ersten Niederlage in dieser Saison rechnen. Doch ganz so pessimistisch darf man im Jagsttal nicht sein, denn der zweite Abschnitt gegen Uissigheim lässt hoffen. Da wurden die Gäste permanent beackert und bekämpft, dass die „Üssimer“ nur sporadisch über die Mittellinie kamen, was der Uissigheimer Trainer Andreas Walz auch so sah: „Im zweiten Abschnitt hatten wir nichts mehr zu bestellen“.

Der TSV Oberwittstadt steht mit 28 Punkten auf dem fünften Tabellenplatz. Die Grün-Weißen sind unberechenbar. Überzeugende Siege wechselten mit überraschenden Punktverlusten ab. Das zieht sich wie ein roter Faden schon durch die ganze Saison. Der Trainerwechsel vor einem starken Jahr gab ihnen einen Schub. Das Trainerduo Dominik Lang und Fabian Arnold leistete hervorragende Arbeit und hat den Draht zur Mannschaft gefunden. Nach einem überraschenden 0:0 vor 14 Tagen beim Tabellenletzten TSV Kreuzwertheim drehten die „Wittschter“ am vergangenen Sonntag beim TSV Buchen wieder auf und gewannen verdient mit 4:1.

Der bisherige Saisonverlauf hat die Besonderheit des TSV gezeigt: Wenn der TSV etwas gut zu machen hat, dann kann er sich besonders motivieren. Wie letzten Sonntag. Und wie auch nach der 0:4-Auftaktniederlage in Gommersdorf. Da fertigten sie anschließend den SVV Wertheim mit 4:0 ab. Gegen die Gommersdorfer haben sie auch etwas auszugleichen. Deshalb müssen die Gommersdorfer sich warm anziehen, nicht nur wegen den winterlichen Temperaturen.

„Wenn wir am Samstag etwas erreichen wollen, müssen wir an unsere maximale Grenze gehen und an die zweite Halbzeit gegen Uissigheim anknüpfen“, sagt VfR-Trainer Torben Köpfle. Dass der Jagsttal Express in den letzten Begegnungen etwas ins Schlingern geriet, kann auch mit der Trainingsbeteiligung unter der Woche zu tun haben. „Komplett sind wir immer erst am Freitag. Studenten, auswärts Arbeitende fehlen und das merkt man schon“, versucht Köpfle Gründe aufzuzeigen.

„Auf jeden Fall müssen wir zu unserem Aufbauspiel der ersten Saisonhälfte zurückkehren, um den Gegner unter Druck setzten zu können. Das wird aber in „Wittscht“ besonders schwer“, ist sich Köpfle bewusst.

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