Wolf im Neckar-Odenwald-Kreis

Nachdem im September 2017 erstmals wieder ein Wolf im Odenwald gesichtet wurde, gibt es nun weitere Sichtungen. Einige davon in der Nähe von Waldbrunn. So in Neckargerach und Binau. (Archivfoto: NABU/Hans_Oppermann)

(pm) Bei der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt FVA sind am Wochenende mehrere Meldungen über Wolfssichtungen und Wolfsspuren eingegangen. Die Meldungen kamen aus der Nähe von Schwarzach, Binau, Neckargerach und Mosbach im Neckar-Odenwald-Kreis. Unter anderem liegen der FVA Videoaufzeichnungen vor sowie ein paar wenige Haare, die möglicherweise von einem Wolf stammen.

Die Prüfung der Videos hat ergeben, dass es sich tatsächlich um einen Wolf handelt. Die sichergestellten Haare werden zur genetischen Analyse an das Senckenberg-Institut  geschickt. Bis das Ergebnis feststeht, kann es aber drei bis vier Wochen dauern.

Wo der Wolf sich derzeit aufhält, oder ob er bereits weitergezogen ist, lässt sich nicht sagen.

Ergänzende Informationen

Der Neckar-Odenwald-Kreis liegt außerhalb der sogenannten „Förderkulisse Wolfsprävention“, in der es seit über einem Jahr regelmäßig Wolfsnachweise und auch Nutztierrisse gegeben hat.

Nutztierhalterinnen und -halter, die jetzt ihren Herdenschutz optimieren wollen, können bei der FVA die kurzfristige Ausleihe von Zaunsets beantragen.

Außerdem bittet das Umweltministerium

  • Wolfsbeobachtungen umgehend der FVA (0761/4018-274)zu melden.
  • Bei Sichtungen von Wölfen zusammen mit eigenen Hunden sollten diese an die Leine genommen werden.
  • Wölfe sollten auf keinen Fall angelockt oder gar angefüttert werden.

Hinweise, insbesondere auch zu möglicherweise gerissenen Nutz- und Wildtieren, sollen möglichst zeitnah auch an die Wildtierbeauftragten des Landkreises Thilo Sigmund (thilo.sigmund@neckar-odenwald-kreis.de) Tobias Kuhlmann (tobias.kuhlmann@neckar-odenwald-kreis.de) gemeldet werden.

Dieses Video zeigt den Wolf auf der Bundesstraße zwischen der Schleuse Guttenbach und Neckargerach. 

Weitere Links

Verhaltenshinweise beim Zusammentreffen von Mensch und Wolf

Hinweise für Nutztierhalterinnen und Nutztierhalter

Allgemeine Informationen zum Wolf

Zum Herunterladen

Handlungsleitfaden: Die Rückkehr des Wolfes [1/18; 1,6 MB]

Förderkulisse Wolfprävention [05/18; 470 KB]

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1 Kommentar

  1. Es wäre besser, jegliche Proben von Haaren oder Kot gingen an ein akkreditiertes, zertifiziertes Labor, nicht zu Senckenberg. Mit den gängigem Untersuchungsmethoden weist das nicht akkreditierte, nicht zertifizierte Labor Senckenberg noch nicht mal Hybriden nach. Interessante Überlegung: was passiert eigentlich, wenn sich sämtliche Proben von Senckenberg, was „Hunde“ als Täter bescheinigt hat, als Hybriden nachgewiesen werden? Senckenberg untersucht ausschließlich die mt dna. So kommt halt ziemlich viel Hund raus. Werden dann im Nachhinein die vielen Weidetierhalter wenigstens entschädigt? Wohl kaum.
    Senckenberg war noch nicht mal fähig, am Hammer des angegriffenen Arbeiters etwas nachzuweisen. Das hätte auch besser ein forensisches Labor machen sollen.

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