Mekka für Udo Lindenberg-Fans

(Foto:: privat)

Eberstadt. (jm) Das Mekka für Udo Lindenberg-Fans war am Samstag die Halle in Eberstadt, wo vor ausverkauftem Haus ein Benefiz-Konzert der anderen und  für die Region wohl einmaligen Art über die Bühne ging.

Dabei konnten die Besucher nicht nur in einer begeisternden Atmosphäre die Lieder des Rockmusikers genießen, sondern konnten im Sinne der Texte von Udo Lindenberg zudem etwas Gutes für bedürftige Mitmenschen und auch die Umwelt bewegen. Zuspruch zum und Verlauf des Events machten deutlich, dass der Verein „HELP! Sommermärchen-Team“ ein Thema aufgegriffen und als Ziel ins Visier genommen hat, das die Menschen interessiert und beschäftigt.

Ganz dem Thema entsprechend dekoriert präsentierte sich die Halle zum Start einer Aktion, welche die Menschen unseres Raumes für die akuten Probleme unserer Zeit bezüglich Natur und Umwelt sensibilisieren und vor allem zum Umdenken und Handeln mobilisieren soll, wie Initiator Thilo Jaufmann bei seinen Grußworten betonte.

Seine Ausführungen unterstrichen die jüngsten Vereinsmitglieder Kiara Milli und Paulina Weber mit einem kindlichen Appell an die Erwachsenen, aufzuwachen und aktiv zu werden für einen pfleglichen Umgang mit Natur und Umwelt. Thilo Jaufmann skizzierte kurz Hintergrund und Entstehung der Initiative mit dem Ziel des Erhalts einer für Mensch und Tier die Lebensgrundlage bietenden Natur.

Während man bei Erwachsenen und vor allem Entscheidungsträgern an ihre Verantwortung für die Zukunft appelliere, möchte man wie in Götzingen die Nachbarschaftsgrundschule und den Kindergarten auch die Einrichtungen von Nachbargemeinden einbeziehen und beispielsweise durch Aktionen wie Insektenhotels basteln und aufhängen o.ä. Kinder und Schüler für Insekten und Natur interessieren. Das große Ziel der Initiative sei es jedoch, über die bereits in Angriff genommenen Flächen hinaus noch weitere Bereitschaft für die Anlage von langfristigen Blühflächen zu erreichen, um so die Basis zu schaffen für eine Erholung von Natur und Insektenwelt.

Neben diesem zentralen Ziel, so Jaufmann weiter, wolle man mit dem Event aber auch eine Initiative zu Erhöhung der Organspenden-Bereitschaft sowie die Udo Lindenberg-Stiftung für Afrika-Hilfe unterstützen.

Erfreulicherweise hatten verschiedene Institutionen aus Landwirtschaft und Natur- bzw. Umweltschutz ihr Interesse bekundet und waren auch bei der Veranstaltung präsent. In kurzen Statements vermittelten deren Repräsentanten ihre Ideen und die Ziele ihrer Bemühungen, teils auch mit Versprechen bezüglich der Erwartungen der jungen Generation. An Info-Ständen, über Videos und Broschüren konnten sich die Besucher umfassend über die verschiedensten ins Event integrierten Themenfelder informieren.

Zum Warm-up der mit Spannung erwarteten Panik-Paten-Show entführte der als Sänger der T.Rex-Rockband bekannte Danny McCoy die Besucher zusammen mit seiner Frau Claudia mit Balladen im Retro-Rock der 70/90-Jahre zurück in die Glam Rock-Ära und wusste dabei stimmlich das Publikum zu begeistern.

Die Stimmung schwoll gewaltig an, als zum Start seines Programms Panik-Pate Rudi Wartha zu der Musik „Odysee“ mit der „Andrea Doria“ in die Halle einlief. Er präsentierte dann begleitet von seiner Crew aus Sängerinnen, Sängern und Kindern sehr ansprechend einen breiten Querschnitt der zeitkritischen und oft melancholischen Lindenberg-Lieder, die jeweils mit Videos und Bildern hinterlegt waren.

Dabei konnte er beispielsweise mit „Einer muss den Job ja machen“ über „Ein Herz kann man nicht reparieren“ oder „Andrea Doria“ bis „Sonderzug nach Pankow“ immer wieder große Begeisterung auslösen. Besondere Höhepunkte waren dabei die gemeinsam mit dem Schulchor der Nachbarschaftsgrundschule Götzingen – die Schüler waren mit „Friedenslichtern“ auf die Bühne gezogen – vorgetragenen Interpretationen „Wozu sind Kriege da?“ und „Wir ziehen in den Frieden!“ – gerade auch für die Schülerinnen und Schüler ein wohl einmaliges Erlebnis.

Aus seiner Begründung für sein Werben um mehr  Organspenden war deutlich erkennen, das ihm das ein echtes Herzensanliegen ist. Es „kam rüber“ zum Publikum, warum er, der seit sieben Jahren mit einer Spenderniere lebt, sich so stark engagiert für Organspenden als Hilfe für schwer erkrankte Mitmenschen.

Mehrfache Zugabeforderungen waren deutliche Zeichen der Zustimmung und Begeisterung und wurden zur Freude der Besucher auch erfüllt. Nach dem Auslaufen der „Andrea Doria“ zum Ende der Panik-Paten-Show ging der Event über in den Disco-Status mit „Caribic“-DJ Hansi und klang aus in einer recht stimmungsvollen Atmosphäre.

Nach Meinungsäußerungen aus dem Kreis der Besucher darf das Organisationsteam dieses außergewöhnlichen Benefiz-Events  zwei Aspekte resümieren: Man hat zum einen als Verein einen guten Weg eingeschlagen und zum andern die Erkenntnis vieler Besucher, dass es für jeden der möchte gute Möglichkeiten gibt, für Mitmenschen und Natur etwas Gutes zu tun.

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