Mudau stimmt „Bettys Babynest“ zu

Im ehemaligen Gasthaus Krone sollen Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren entstehen. (Foto: Liane Merkle)

Mudau. (lm) Der Sachstandsbericht von Jochen Kolb und Manfred Wiener zur Flurneuordnung im Ortsteil Scheidental, der sich nach rund zehn Jahren so langsam seinem Ende zuneigt, eröffnete die jüngste Sitzung des Mudauer Gemeinderats unter Leitung von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger im örtlichen Feuerwehrgerätehaus.

Manfred Wiener erläuterte alle geförderten Wegausbauten sowie die Abflachung des Reisenbächle, Entfernung der Verrohrung der Elz bei der Elzquelle und die komplette Neuvermessung. Insgesamt habe man bisher über 3 Mio. Euro ausgegeben, davon Eigenmitteln in Höhe von 635.000 Euro. Es fehle noch der Ausbau des Brunnenwegs, der 2019/20 durchgeführt wird. Auf Wunsch der Teilnehmer und der Gemeinde sieht der Wege- und Gewässerplan mit landschaftspflegerischem Begleitplan noch einige Platzgestaltungen, Sanierung von Feldkreuzen und Bildstöcken und den Ausbau des Brunnenwegs vor. Als neue Maßnahmen nannte Wiener noch die Gemeindeverbindungsstraße nach Mudau mit einem möglichen Zuschuss von 234.000 Euro und Eigenmitteln von rd. 66.000 Euro, außerdem die Elzbrücke in Unterscheidental per 50/50 Finanzierung, noch einige Feldwege und ein paar kleinere Maßnahmen bei einer Gesamtkostenerhöhung von rd. 480.000 Euro (Zuschüsse 300.000 Euro) und Verlängerung der Maßnahme bis Mitte 2022.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt übertrug man die Bildung eines Gutachterausschusses auf die Stadt Mosbach. Vorangegangen war eine einvernehmliche Regelung zwischen allen betroffenen Bürgermeistern, die auch die Erfüllung der im Baugesetzbuch aufgeführten Aufgaben dieses Gutachterausschusses definiert. In drei Jahren soll die Bildung eines Gutachterausschusses evaluiert werden, insbesondere der anfallende Aufwand und die Kostenverteilung mit einem derzeit geplanten Anteil von 11.000 Euro für die Gemeinde Mudau.

Im Ortsteil Mörschenhardt gibt es innerhalb der durch Abgrenzungssatzung ausgewiesenen Flächen in der Ernsttaler Straße eine Mischbaufläche, die im Sinne der Innenentwicklung von der Gemeinde Mudau als Fläche für die örtlichen Bauinteressenten ins Auge gefasst wurde. Durch die Schaffung von drei neuen Bauplätzen könne man laut Bürgermeister Dr. Rippberger auf eine Erschließung der Fläche im Berzelacker verzichten. Der Gemeinderat stimmte diesem Konzept zu. Noch notwendige Erschließungsarbeiten werden planerisch vorbereitet, aber erst ausgeführt, wenn die Flächen tatsächlich bebaut werden.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es um eine Änderung des Bebauungsplanes Bahnhofumfeld II – Langengarten. Der Gemeinderat gab hierbei seine Zustimmung zum ersten Änderungsentwurf. Für das Grundstück liegt der Gemeindeverwaltung eine Bauvoranfrage für die Errichtung von zwei Wohnhäusern und einem Kfz-Betrieb vor, jedoch sind auch noch die Ergebnisse eines Schallgutachtens erforderlich.

Weiter gab das Gemeindegremium seine Zustimmung für die Errichtung einer Kindertagesbetreuung für fünf U3-Kinder durch Bettina Müller als Zusatzangebot im Erdgeschoss der ehemaligen Krone in der Hauptstraße 32. Die Verwaltung wurde beauftragt, die rechtlichen Genehmigungen einzuholen, den Bauantrag zu stellen und den Förderantrag mit dem Landratsamt auszuarbeiten.

Bettina Müller – Mitglied im Tageselternverein beim Landratsamt – stellte Bettys Babynest in der Sitzung vor. Je vorgehaltenem Platz wird die Gemeinde eine Platzpauschale in Höhe von 100 Euro im Monat und eine Materialkostenpauschale von 40 Euro (Mietzuschuss in Höhe der Kaltmiete derzeit 220 Euro pro Monat) leisten.

Da sich der im Bauhof eingesetzte Kompaktschlepper nicht bewährt hat, beschloss man nun einen Austausch gegen vorzunehmen. Der neue Schlepper, den Christoph Müller vorstellte, soll über die Firma Schwarz aus Sinsheim-Reihen mittels Leasingvertrag über eine Laufzeit von 60 Monaten zum monatlichen Betrag von 588,15 Euro beschafft werden, wobei noch ein Wartungspaket angefragt wird.

Mit Zustimmung des Mudauer Ortschaftsrates gab der Gemeinderat ebenfalls seine Zustimmung für eine Genehmigung zur dauerhaften Aufforstung einer Teilfläche von ca. 39 ar im Umfeld des Hochbehälters Stallenbirken. Es soll ein Mischwald begründet werden und so lagen aus Sicht der Gemeindeverwaltung keine Versagungsgründe im Sinne des Landwirtschafts- und Landeskulturgesetz vor.

Abschließend stellte Ayleen Czichy als stv. Hauptamtsleiterin verschiedene Bauanträge vor. Unter anderem wurde der Umstellung der Fa. Aurora von auf 3-Schichtbetrieb zugestimmt, falls die Lärmwerte eingehalten werden. Weiter plant die Firma Aurora ein Versuchslabor zu erstellen. Ebenfalls bauwillig ist die Fa LeuBe, die expandiert und vor dem Winter noch eine Leichtbauhalle aufstellen will bevor der Bebauungsplan geändert werden kann.

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