Gemeinderat Mudau hatte viel zu tun

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Kreisverkehr im Baugebiet Rumpfener Buckel. (Foto: Liane Merkle)
Mudau.  (lm)  Wegen Corona trafen sich die Mitglieder des Gemeinderates erneut in der Odenwaldhalle zu einer öffentlichen Sitzung unter Leitung von Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger. Erfreulich hierbei gleich der zweite Tagesordnungspunkt, in dem es um die Erschließungsarbeiten im Rahmen des zweiten Bauabschnittes am Rumpfener Buckel ging. Wie Bürgermeister Dr. Rippberger mitteilte, gestalteten sich die Erschließungsarbeiten im ersten Bauabschnitt inkl. der Kreisverkehrsanlage durch die Firma Konrad Bau aus Lauda-Königshofen zügig und problemlos. Aus diesem Grund und wegen der zunehmenden Nachfragen Bauwilliger bezüglich Preis und möglichem Erwerbszeitraum hatte sich das Gremium im Zuge der Haushaltsberatungen und Haushaltsaufstellung mit dem anschließenden zweiten Bauabschnitt der Erschließung in diesem Baugebiet beschäftigt und vergab nun nach weiteren Erläuterungen durch Dipl. Ing. Oswald Gehringer vom Adelsheimer Ing.-Büro Sack und Partner den Anschlussauftrag zu den Erschließungsarbeiten an die Firma Konrad Bau zum Angebotspreis von 838.583 Euro.

Die Netze BW aus Tauberbischofsheim erhielt den Auftrag das Baugebiet „Rumpfener Buckel“ mit Straßenbeleuchtung zum Angebotspreis von 11.250 Euro auszustatten. Gleichzeitig wurde Dipl. Ing. Wolfgang Niemesch aus Mudau mit den Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinationen im Rahmen dieser Arbeiten zum Angebotspreis von 2.088 Euro beauftragt. Im Haushalt 2020 stehen für den Straßenbau 485.000 Euro, für den Kanalbau 431.000 Euro, für die Straßenbeleuchtung 14.000 Euro und für die Wasserversorgung 63.000 Euro zur Verfügung. In den Kosten sind bereits die Anschaffung und Verlegung einer zukünftigen Glasfaserversorgung des gesamten Baugebietes beinhaltet.

Nach dem Erwerb eines Anwesens in der Schloßauer Straße in Mudau wurde deutlich, dass aufgrund der schlechten Bausubstanz eine Herrichtung der rückwärtigen Scheune für eine Unterbringung von Flüchtlingen nicht geeignet ist. Daher soll das Gebäude abgerissen werden. Der Gemeinderat vergab daher die Abbrucharbeiten der Scheune an die Firma Rainer Müller aus Großeichholzheim zum Preis von 11.885 Euro. Wie Christoph Müller vom gemeindlichen Bauamt mitteilte, seien für diese Maßnahme Mittel in Höhe von 20.000 Euro eingestellt. „Die Abbruchkosten werden durch das Sanierungsprogramm Vorstadt/Amorbacher Straße gefördert, wodurch die Finanzierung gesichert ist.“

In einem weiteren Tagesordnungspunk stellte der Gemeinderat die Kosten für die Nachrüstung der Exzenterschneckenpumpe inkl. aller Nebenarbeiten im Pumpwerk in Schloßau mit 45.742 Euro fest. Dank dieser Nachrüstung konnten 2019 bereits rd. 17.000 Euro an Stromkosten eingespart werden. Nachdem der Startschuss für die Renovierungsarbeiten in den Räumlichkeiten der ehemaligen Hauptschule in Mudau zur Grundschule gefallen und die Gemeindeverwaltung ausgezogen war, konnten inzwischen die weiteren anstehenden Investitionen abgeschlossen werden. Somit konnte das Gemeindegremium die Kosten innerhalb des Finanzierungsrahmens mit 84.671 Euro feststellen, wobei rd. 7.700 Euro der geschätzten Kosten eingespart wurden.

Nach anfänglichen Problemen im Rahmen der Abgrenzungssatzung im Ortsteil Mörschenhardt konnte Bürgermeister Dr. Rippberger nun feststellen, dass gegen eine bereits vorliegende Bauvoranfrage keine grundsätzlichen Einwände mehr bestehen. Aus diesem Grund nahm man die Ergebnisse der Offenlegung durch Hauptamtsleiter Herbert Knapp zur Kenntnis und beschloss, u.a. die Änderung der Abgrenzungssatzung für Mörschenhardt als Satzung einschließlich des grünordnerischen Beitrags und der artenschutzrechtlichen Prüfung.

Im Zuge der Gesamtfortschreibung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Mudau soll in Mörschenhardt im Anschluss an bestehende Bauflächen eine Mischbaufläche ausgewiesen werden. Gleiches gilt für den Ortsteil Schloßau, wo an die bestehenden Bauflächen im Kirchenweg eine Mischbaufläche ausgewiesen werden soll. Nach Vorbereitung entsprechender verwaltungstechnischer Vorschriften erklärt die Gemeinde Mudau nach Erledigung des Ablösevertrages und des vereinbarten Kostenersatzes für das Planverfahren das Einvernehmen zu einem vorliegenden Bauantrag zur Errichtung eines Wohnhauses mit Garagen. Gleiches gilt auch für die Änderung der Abgrenzungssatzung im Ortsteil Steinbach. Im Zuge der Gesamtfortschreibung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Mudau wird hier in Steinbach im Anschluss an bestehende Bauflächen hinter der Martinskapelle eine Mischbaufläche ausgewiesen. Alle für diese Fläche liegt bereits eine Bauvoranfrage vor, die die Gemeinde bisher wegen der Lage im Außenbereich ablehnen musste.

Weiter in der umfangreichen Tagesordnung beschloss der Gemeinderat die Änderung des Bebauungsplans „Bahnhofsumfeld II/Langengarten“ in Mudau einschl. Satzung – wie die vorangegangenen Abgrenzungssatzungen durch das Ing.-Büro für Kommunalplanung aus Mudau erstellt, nahm das Lärmgutachten zur Kenntnis und erteilte das Einvernehmen für eine Bauvoranfrage zur dortigen Errichtung eines Kfz-Betriebes mit Wohnhäusern. Der Gemeinderat ermächtigte den Bürgermeister zur Aufnahme eines Tilgungsdarlehens für den Gemeindehaushalt von der Kreditanstalt für Wiederaufbau aus dem KfW-Programm „IKK – Investitionskredit Kommunen“ in Höhe von 900.000 Euro mit einer Laufzeit von 20 Jahren zu dem am Auszahlungstag gültigen Tageszinssatz, fest über die Gesamtlaufzeit. Praktikantin Johanna Grünewald stellte abschließend die anstehenden Bauanträge vor.

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