Zertifizierung als Fairtrade-Landkreis geht voran

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(Foto: pm)
Neckar-Odenwald-Kreis.  (pm) Was haben wir 2020 erreicht? Wie soll es 2021 weitergehen und welche Meilensteine sollen angestrebt werden? Diese und weitere Themen wurden bei dem zweiten Treffen der Fairtrade-Steuerungsgruppe Neckar-Odenwald-Kreis im Rahmen einer Videokonferenz diskutiert.

Im Frühsommer 2020 hatte sich der Neckar-Odenwald-Kreis aufgemacht, eine Zertifizierung als Fairtrade-Landkreis im Rahmen der Fairtrade-Towns-Kampagne „Fair und Regional“ zu erreichen. In einem ersten Schritt sollen Angebot und Nachfrage an fair und regional gehandelten Rohstoffen, Erzeugnissen und Produkten gesteigert werden sowie allen Bürgerinnen und Bürgern ein informativer und struktureller Zugang zu fair und regional gehandelten Produkten und Erzeugnissen verschafft werden.

Ein zweiter wichtiger Punkt dabei, stellen die Bildungsaktivitäten und Öffentlichkeitsarbeit für das Projekt dar. „Wir wollen immer wieder auf die Thematik aufmerksam machen und die Menschen dafür sensibilisieren. Dies haben wir mit unserem Engagement und den verschiedenen Aktionen in 2020, beispielsweise durch die Teilnahme an der Fairen Woche und der Schlaufenster-Aktion, in einem ersten Schritt gut hinbekommen“, betont die Kreisentwicklerin des Landratsamts, Lisa-Marie Bundschuh.

Im zweiten Tagesordnungspunkt wurde über den aktuellen Stand zur Erreichung der Kriterien zur Zertifizierung als Fairtrade-Landkreis berichtet. „Wir freuen uns wirklich sehr, dass wir trotz Pandemie, viele Einzelhändler, Gastronomiebetriebe, Vereine, Kirchen, Schulen und auch weitere außerordentliche Engagements, wie Kindertagesstätten oder Tagespflegeinrichtungen, für die Kampagne gewinnen konnten.

Das zeigt, dass die Thematik an immer größerer Bedeutung gewinnt und es den Menschen zunehmend wichtig wird, zu erfahren, wie unsere Lebensmittel produziert werden, wo sie herkommen und wie die Arbeitsbedingungen dort sind. Ein großes Dankeschön gilt dabei unserer Fairtrade-Steuerungsgruppe, die sich mit so großem Engagement dafür einsetzt und verschiedene Betriebe und Institutionen bereits für eine Teilnahme angesprochen hat“, so Landrat Dr. Brötel und Kreisentwicklerin Bundschuh im Austausch.

Für eine Zertifizierung als Fairtrade-Landkreis müssen verschiedene Kriterien erfüllt werden, die sich auf das Angebot und die Verwendung von Produkten aus fairem Handel beziehen. So sollen beispielsweise in mindestens 25 lokalen Einzelhandelsgeschäften, 13 Gastronomiebetrieben sowie in jeweils einer Schule, einem Verein und einer Kirche mindestens zwei Produkte aus fairem und idealerweise auch regionalem Handel angeboten werden. Bisher haben 20 Einzelhandelsgeschäfte, neun Gastronomiebetriebe, drei Schulen, vier Vereine, drei Kirchengemeinden und fünf außerordentliche Engagements für die Kampagne zugesagt.

„Unser Ziel soll es weiterhin bleiben, so viele Betriebe und Institutionen wie möglich für die Kampagne zu begeistern, um den fairen und regionalen Handel im Neckar-Odenwald-Kreis weiter wachsen zu lassen“, erklärt Brötel, Vorsitzender der Steuerungsgruppe. Interessierte Einzelhandelsgeschäfte, Gastronomiebetriebe, Vereine, Kirchen, Schulen sowie weitere Institutionen, die die Kampagne „Fairtrade-Towns“ Neckar-Odenwald-Kreis unterstützen möchten, sind herzlich willkommen und können sich unter der E-Mail-Adresse fairtrade@neckar-odenwald-kreis.de melden.

Die zweite Hälfte der Videokonferenz beschäftige sich mit der Planung der Zertifizierungsfeier in diesem Jahr sowie der Ideengebung weiterer Aktionen für 2021. Die Steuerungsgruppenmitglieder waren sich einig: Die Zertifizierung soll bis spätestens Herbst erreicht sein. Ein möglicher Zeitraum bietet die jährliche Faire Woche an. Für die Planung einer Fairtrade-Zertifizierungsfeier sind einige Schritte notwendig. Dafür wurden gemeinsam in einer regen Diskussion tolle Ideen für den Ablauf, die Aktionen und mögliche Kooperationspartner entwickelt.

Weitere Aktionen in 2021 sollen sein: Teilnahme an der Fairen Woche mit diversen kreisweiten Aktionen, Ausstellung weiterer Schlaufenster im Kreisgebiet, Teilnahme an Naturpark- und Wochenmärkten mit Informationsständen, kontinuierliche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit über das Projekt sowie weitere Ansprachen von Betrieben und Institutionen für die Kampagne. Zudem wird sich die Steuerungsgruppe einer noch weiteren tollen Idee widmen; diese bleibt bis auf Weiteres aber noch geheim. Nur so viel vorab: Es wird süß!

Abschließend legte die Steuerungsgruppe den Termin für das nächste Treffen fest. Landrat Dr. Brötel bedankte sich bei allen Mitgliedern für die aktive und rege Teilnahme mit tollen Ideen und Anregungen und blickt vorausschauend auf die geplanten Aktionen für 2021: „Vielen Dank für die tolle Mitarbeit. Es macht wirklich Spaß mit Ihnen im Team zu arbeiten. Wir sind aktuell auf einem guten Weg mit der Zertifizierung als Zwischenziel. Wir möchten mit der Kampagne aber insbesondere einen Prozess in die Wege leiten, um uns für den fairen und regionalen Handel noch mehr einzusetzen.

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