Kann Hanf wirklich gesund sein? 

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(Symbolbild – Pixabay)

Lange Zeit war das Hanfblatt das Symbol rebellischer Teenager, die damit ihrem Aufbegehren gegen gesellschaftliche Normen Ausdruck verliehen. In den letzten Jahren hat sich aber allem Anschein nach ein Imagewandel verzogen. Denn auf einmal prangen stilisierte Hanfblätter nicht mehr auf den T-Shirts von 16-Jährigen, sondern auf Plakaten in der Apotheke oder auf Produktverpackungen im Bioladen. Diese Entwicklung ist für viele verwirrend. War der jahrzehntelange Kampf des Staates gegen den Verkauf von Cannabis etwa nichts außer einem unglücklichen Missverständnis? Oder sind es die Apotheker, die auf einmal bei der Auswahl ihres Sortiments vertan haben? Die Antwort auf diese Fragen ist natürlich etwas komplizierter als ein einfaches „Ja“ oder „Nein“. 

Hanf in der Ernährung 

Die Nutzung von Hanf in der Ernährung hat eine lange Tradition, wird aber gerade wiederentdeckt. Die Samen der Pflanze stecken nämlich voller lebenswichtiger Nährstoffe. Neben einem hohen Anteil an pflanzlichem Eiweiß enthalten sie eine Vielzahl an Mineralien und auch einige Vitamine. Zudem können sie auch zur Herstellung eines besonders hochwertigen Speiseöls genutzt werden. Unter anderem enthält Hanföl Omega-3-Fettsäuren in einem vorteilhaften Verhältnis zu anderen Fetten und liefert zudem viel Vitamin E. Sowohl Hanfsamen als auch Hanföl können daher im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung gesundheitsförderlich wirken. High machen diese Produkte übrigens nicht, da sie die psychoaktiven Inhaltsstoffe des Hanfs nur in geringsten Spuren enthalten. 

Hanf in der Medizin 

Andere Bestandteile des Hanfes werden seit einigen Jahren auch in der Medizin immer häufiger eingesetzt. Zu unterscheiden ist hier zwischen Produkten mit dem Cannabinoid CBD und medizinischem Cannabis. CBD-Produkte sind frei verkäuflich und sollen bei verschiedenen Beschwerden Linderung verschaffen. Medizinisches Cannabis ist hingegen nur auf Rezept in der Apotheke erhältlich. Ärzte sind im Umgang mit dieser Behandlungsmöglichkeit äußerst zurückhaltend und wenden sie meist nur dann an, wenn andere Therapien versagt haben. In einigen Fällen kann medizinisches Cannabis aber tatsächlich die Symptome schwerwiegender Erkrankungen bekämpfen. Auch in der medizinischen Anwendung kann Hanf also durchaus gesund sein. 

Hanf im Freizeitgebrauch 

Schließlich gibt es noch eine dritte Anwendungsmöglichkeit von Hanf: die Nutzung als Rauschmittel. Hierfür kommen nur Hanfsorten mit einem besonders hohen Anteil an THC in Frage, die aus diesem Grund in Deutschland verboten sind. Hier zeigt sich die andere Seite des Hanfs: Wenn er missbraucht wird, kann er durchaus auch zu einer Reihe von Gesundheitsschäden führen. Der Rauch von Cannabiszigaretten enthält viele derselben Gifte wie Tabakrauch und kann daher neben den Lungen möglicherweise auch das Herz-Kreislauf-System schädigen. Zudem kann der Missbrauch von Cannabis auch negative psychische oder soziale Folgen für die Konsumenten haben. Bei aller Begeisterung für den Hanf ist also auch Vorsicht geboten. 

Fazit 

Ob Hanf gesund ist oder nicht, ist vor allem eine Frage der Nutzung. Das hat auch der Gesetzgeber bei seiner Bewertung berücksichtigt, weswegen nur die gesundheitsschädlichen Anwendungen des Hanfs in der Form von Cannabis verboten sind. Wer in einem Geschäft oder im Online-Shop Hanfprodukte kauft, kann also durchaus davon ausgehen, dass er sich etwas Gutes tut – oder zumindest keinen Schaden anrichtet. Wer dem neuen Hanftrend folgen will, kann das also ruhigen Gewissens tun. 

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