Grüne trafen Bürgermeister-Kandidaten

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Erfahrener Verwalter oder junger Visionär?

Buchen. (pm) Zu einem digitalen Treffen der Grünen im Altkreis Buchen hatten sich am vergangenen Samstag auch die Bürgermeisterkandidaten Roland Burger und Felix Pflüger eingefunden und standen den Teilnehmer nacheinander Rede und Antwort.

Kreisvorsitzende Amelie Pfeiffer begrüßte die Kandidaten und die anwesenden Parteimitglieder und lenkte den Blick auf die ökologischen Zukunftsthemen, die aus grüner Sicht auch für die Wahlentscheidung über Buchens Stadtoberhaupt von Bedeutung sind.

Buchen sei zwar bereits bei Erzeugung und Verbrauch von Strom CO2-neutral, in den Sektoren Gebäude und Verkehr sei man davon allerdings noch um Längen entfernt. Die Stadt Buchen und der Neckar-Odenwald-Kreis würden durch ihre vielen Solaranlagen und zahlreiche Windräder sowie Biomasse in der Klimabilanz gut dastehen. Daher könne man sich leicht einreden, dass ja eigentlich genug getan würde und die CO2 Bilanz „schönrechnen“.

Doch die bislang ungenutzte Abwärme des Blockheizkraftwerks (BHKW) auf der Mülldeponie Sansenhecken würde z.B. zur Heizung von 2.000 Altbauwohnungen ausreichen. Da das BHKW mittlerweile in die Jahre gekommen sei und die EEG-Umlage in zwei Jahren auslaufe wurden Burger und Pflüger gebeten, sich im Falle eines Wahlerfolgs für ein Nahwärmenetz in Buchen einzusetzen.

Auch fanden viele grüne Mitglieder, dass ein Stau bei der energetischen Sanierung der städtischen Gebäude festzustellen sei, den es zu lösen gelte.

Zur Mobilität im ländlichen Raum wurde die Bitte ausgesprochen, sich für Tempo 30 und ein ambitioniertes Radwegekonzept einzusetzen. Das aktuell vorliegende, auf das sich Bürgermeister Roland Burger bezog, sei immerhin ein wohlwollender Anfang, gab allerdings auch Anlass zu Einzelkritik. Burger betonte außerdem seine seitherigen Errungenschaften wie die Sanierung des Haushaltes oder die Einführung des Stadtbusses.

Felix Pflüger hingegen stellte heraus, dass soziale und ökologische Investitionen notwendig seien, auch wenn sie sich auf den ersten Blick nicht rechnen würden. Die Tatsache, dass er als unabhängiger Kandidat keinen Rückhalt einer Fraktion im Gemeinderat hat, bezeichnete er als Chance, die offenere Diskussionen ermögliche.

Beiden Kandidaten, die weitere Termine zu absolvieren hatten, dankte Pfeiffer für ihre Zeit und Bereitschaft auch den lokalen Grünen ihre Pläne und Ziele vorzustellen.

In der sich anschließenden internen Gesprächsrunde war man sich einig, dass Roland Burger durch seine langjährige Erfahrung punkten konnte, weil er wisse wie „Verwaltung geht“.

Felix Pflüger erklärte anhand von konkreten Maßnahmen seine Visionen in Ökologie, Gerechtigkeit und Transparenz und überraschte mit seiner Art, Dinge neu zu denken. Man sei gespannt, wer in dieser sich dramatisch ändernden Zeit die Mehrheit bekommen wird, um Buchen zukunftsfähig zu machen.

Danach besprach man konkrete Maßnahmen und nahm Veranstaltungen zu den Themen Verkehrswende, E-Mobilität, Biodiversität und Wärmewende vor Ort in den Blick, um in der Stadt und im Madonnenländchen neue Lösungswege vorzustellen und zu diskutieren.

Man war sich einig, dass bei Investitionen nicht nur nach aktueller Wirtschaftlichkeit entschieden werden sollte, sondern die Folgekosten auch der nächsten Generationen sollten maßgeblich zur Entscheidungsfindung herangezogen werden.

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