Landrat kritisiert Reduzierung der Impfteam

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(Symbolbild – Pixabay)

Neue Impfstrategie des Landes: Weniger Impfteams, aber dennoch ein flächendeckendes Angebot im Kreis

Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) Das Land Baden-Württemberg hat den Stadt- und Landkreisen Ende vergangener Woche mitgeteilt, wie die weitere Impfstrategie des Landes ab Februar aussieht und wie sich diese auf die einzelnen Stadt- und Landkreise auswirkt.

Nach den neuen Vorgaben bekommt der Neckar-Odenwald-Kreis künftig nur noch vier anstatt sieben Impfeinheiten zugesprochen, davon drei stationäre Impfeinheiten und ein fahrendes mobiles Impfteam.

Das Land geht dabei von einer Impfeinheit je 30.000 Einwohner aus. Diese Impfeinheiten können wie bisher an zwei Impfstützpunkten tätig sein. Die neue Regelung soll zunächst bis 31. März gelten.

Der Neckar-Odenwald-Kreis wird deshalb sein Impfkonzept ab dem 2. Februar entsprechend anpassen: Trotz der deutlichen Reduzierung der Impfeinheiten wird der Landkreis sein flächendeckendes Angebot im gesamten Kreisgebiet weiterhin aufrechterhalten. Impfungen werden dabei nach wie vor an den beiden Impfstützpunkten in Fahrenbach und Bödigheim angeboten.

Allerdings wird in Fahrenbach künftig nur noch ein Impfteam stationiert sein, in Bödigheim zwei. Die Impfungen in Fahrenbach finden im angegliederten Bürgersaal statt. So kann die Sporthalle wieder durch Schule, Kindergarten und Vereine genutzt werden. Der Impfstützpunkt in Bödigheim bleibt in seiner Struktur bestehen.

Zukünftig wird von dort aus die gesamte Verwaltung der beiden Impfstützpunkte erfolgen. Bisher hatte jeder Stützpunkt eine eigene Verwaltungseinheit. Die Vorhaltung beider Stützpunkte ermöglicht ein Wiederhochfahren, falls es die Pandemieentwicklung erfordern sollte.

Das mobile Impfteam ist von der Änderung nicht betroffen. Es kann weiter von allen Städten und Gemeinden und sonstigen Institutionen über die E-Mailadresse Impfstuetzpunkt-MIT@neckar-odenwald-kreis.de angefordert werden.

Auch betrieblich wird sich einiges ändern: Die durchschnittliche Impfkapazität wird sich ab Februar in Bödigheim von täglich circa 360 auf 240 Impfungen pro Tag verringern, in Fahrenbach sogar auf circa 120 Impfungen pro Tag. Geimpft wird regelhaft an sechs Tagen die Woche. Die üblichen Öffnungszeiten sind montags, dienstags, donnerstags, freitags und samstags von 9.00 bis 16.00 Uhr und mittwochs von 13.00 bis 20.00 Uhr.

Über die bekannte Internetadresse www.neckar-odenwald-kreis.de/impfstuetzpunkt können weiterhin Termine online gebucht werden. Ab 2. Februar ist aber ein Impfen ohne Terminvereinbarung für Personen ab zwölf Jahren immer zwei Stunden vor Dienstschluss möglich. Eine telefonische Buchung ist in diesem Fall entbehrlich und wird auch nicht mehr angeboten.

Impftage für Kinder unter zwölf Jahren werden separat bekanntgegeben. Erfreulicherweise sind alle Kooperationspartner (DRK-Kreisverbände Buchen und Mosbach, DLRG Bezirksverband Frankenland, Fa. Blackout), die bereits tätigen Ärztinnen und Ärzte sowie die medizinischen Fachangestellten weiterhin Teil des Teams. Die Landkreisverwaltung geht daher von einer reibungslosen Fortsetzung der bereits eingespielten Betriebsabläufe aus.

Landrat Dr. Achim Brötel ist zuversichtlich, dass auch mit dem neuen Impfkonzept der Bedarf im Neckar-Odenwald-Kreis im Zusammenspiel mit den niedergelassenen Arztpraxen gedeckt werden kann, wenngleich er mit der Anzahl der zugewiesenen Impfeinheiten hadert: „Bei einer Impfeinheit je 30.000 Einwohner sind wir rein rechnerisch deutlich näher an der Zahl fünf als an der Zahl vier.

Gerade in einem Landkreis mit einer unterdurchschnittlichen Impfquote hätte uns eine weitere Impfeinheit sicherlich gut getan.“ Besonderen Dank spricht er nochmals der Stadt Buchen und der Gemeinde Fahrenbach aus: „Ohne die zur Verfügung gestellten Hallen wären sowohl das alte als auch das neue Konzept überhaupt nicht umsetzbar.“

Ebenso dankt er allen beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiten für deren Einsatz vor allem in der hektischen Phase vor Weihnachten genauso wie den Neckar-Odenwald-Kliniken für die große Unterstützung trotz pandemiebedingter Belastung.

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