“Personen mit einer besonderen Agenda“

 Zum obligatorischen Bild im Zusammenhang mit der Ehrung im Buchener Rathaus versammelten sich (von links) Bürgermeister Roland Burger, Josef Wegner, Alexandra Seidel, Personalratsvorsitzende Petra Stewner, Sandra Schölch und Thomas Schmidt. (Foto: pm)
Buchen. (pm) In schöner Regelmäßigkeit ehrt Bürgermeister Roland Burger verdiente Mitarbeiter, die ein Dienstjubiläum begehen oder aber in den Ruhestand treten. Kürzlich war es wieder soweit: Sandra Schölch und Alexandra Seidel sind seit 25 Jahren im öffentlichen Dienst beschäftigt und mit Josef Wegner und Thomas Schmidt wurden zwei äußerst verdiente Kollegen in den Ruhestand verabschiedet.

„Personen mit besonderer Agenda“ nannte sie der Bürgermeister in seiner Ansprache. Mit Sandra Schölch, einem echten „Eigengewächs“ der Stadtverwaltung, machte er den Anfang. Sie hat nach ihrer 1997 begonnen Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten fast ihr gesamtes Berufsleben im 2001 neu gegründeten Bürgerbüro verbracht und ist dort eine immer freundliche und sehr erfahrene Kraft.Die ohnehin vielseitige Arbeit ergänzt sie zusätzlich mit einer fundierten Rentenberatung.

Einen ganz anderen Arbeitsbereich hat die gelernte Bauzeichnerin Alexandra Seidel. Ihre Ausbildung hat sie 1995 bei der Stadt Buchen absolviert und nach Stippvisiten außerhalb kehrte sie 2000 zurück ins Bauamt der Stadtverwaltung. Dort zeichnet und plant sie mit und für ihre Kollegen, die sie für ihre Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft schätzen.

„Ein guter Schluss ziert alles“ – mit diesem Sprichwort leitete Roland Burger über zur Verabschiedung von Thomas Schmidt und Josef Wegner. „Als Bauhofleiter hattest du eine sehr anspruchsvolle und vielseitige Aufgabe, die du immer zuverlässig, mit viel Sachkenntnis und gewissenhaft erledigt hast“, lobte der Bürgermeister Thomas Schmidt.

Sein „Rüstzeug“ habe er in der freien Wirtschaft erhalten, wo er Straßenbauer gelernt und seinen Meistertitel abgelegt hat. Dann arbeitete er als Werkpolier bei Straßenbaufirmen, bevor er im Jahr 2000 als Leiter des Bauhofs bei der Stadtverwaltung einstieg.

Seine verwaltungs- und bautechnischen Aufgabenbereiche mit Führungsverantwortung für seine Bauhofmitarbeiter sei immer im besonderen Licht der Öffentlichkeit erfolgt. „Du hast Dich über 22 Jahre in besonderer Weise mit der Stadt identifiziert“, so der Bürgermeister.

Das gleiche Lob zollte er Josef Wegner, der ebenfalls nach 22 Jahren bei der Stadtverwaltung in den wohlverdienten Ruhestand geht. Zuvor war er nach einer Lehre zum „Postjungboten“ lange bei verschiedenen Dienststellen der Post beschäftigt.

Ab dem Jahr 2000 arbeitete er beim damaligen Eigenbetrieb Touristik und Eberstadter Tropfsteinhöhle als Hausmeister überall da mit, wo eine helfende Hand fehlte. Die Beschriftungen der vielen Rad- und Wanderwege tragen wie die städtischen Freizeiteinrichtungen seine Handschrift.

Als Hausmeister der neuen Stadthalle mit entsprechender Technik musste Wegner sich in ganz neue Aufgabengebiete einarbeiten – oft zu gänzlich ungewöhnlichen Arbeitszeiten. „Das war kein 0815-Job, den Du immer freundlich und zuverlässig erledigt hast“, bestätigte der Bürgermeister, der auch das ehrenamtliche Engagement Wegners bei der Feuerwehr erwähnte.

Im Anschluss dankte Personalratsvorsitzende Petra Stewner den Kolleginnen und Kollegen in Reimform und auch die jeweiligen Fachbereichsleiter sowie Beigeordneter Benjamin Laber schlossen sich den lobenden Worten an.

Im Übrigen kam auch der Bürgermeister in den Genuss einer kleinen Ehrung: Um sein 40-jähriges Dienstjubiläum in diesem Jahr hatte er „keine große Show“ machen wollen, die entsprechende Urkunde überreichte ihm Landrat Dr. Achim Brötel bei einer schlichten Tasse Kaffee.

Nun schloss sich aber Petra Stewner für die gesamte Belegschaft im Rathaus diesem Gratulanten an und machte damit das Jubiläum noch einmal öffentlich.

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