Polizist wegen Kinderpornographie verurteilt

25.01.10

Mosbach. Die große Strafkammer des Landgerichts Mosbach unter Vorsitz von Richter Dr. Ganter hat einen geständigen angeklagten Polizeibeamten aus dem Raum Wertheim wegen Kennzeichenverletzungen in 62 Fällen und des Besitzes von kinderpornographischer Schriften in Tateinheit mit Besitz einer Schusswaffe, eines Butterflymessers und von Munition zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt. Die Vollstreckung der Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.

Gemäß § 154 StPO wurden die angeklagten Betäubungsmitteldelikte und der Verstoß gegen das Landesdatenschutzgesetz eingestellt. Das Verfahren gegen die Angeklagte wurde abgetrennt und gemäß § 153 a StPO gegen Zahlung von € 1.050,– eingestellt.

Die Staatsanwaltschaft Mosbach hatte dem inzwischen 33-jährigen, vom Dienst suspendierten Polizeibeamten und seiner 24-jährigen, deutschen Verlobten vorgeworfen, im Jahr 2007 bei ebay gefälschte Markenkleidungsstücke als Markenware versteigert bzw. dies versucht zu haben.

Dem Angeklagten wurde weiterhin zur Last gelegt, im März 2007 unbefugt über das polizeiliche Informationssystem Polas Informationen über eine an einem Einbruch beteiligte Person abgerufen und an einen Dritten weitergegeben zu haben. Die Staatsanwaltschaft warf dem Angeklagten außerdem vor, im Jahr 2007 bei 8 bis 12 Gelegenheiten in geselliger Runde gemeinsam mit den anderen Anwesenden Marihuana konsumiert zu haben. Er soll, ebenfalls im Jahr 2007, im Besitz von kinderpornographischen Videoclips und Bilddateien gewesen sein. Darüber hinaus soll er ohne die erforderliche waffenrechtliche Erlaubnis Waffen und Munition im Besitz gehabt haben.

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