Beim Aufsetzen auf der Landepiste sprang das Flugzeug mehrfach zurück in die Luft, woraufhin das Bugrad einknickte. In der Folge überschlug sich die Maschine und blieb auf dem Dach liegen. (Foto: FFW Markdorf)
Passagier leicht verletzt – 150.000 Euro Schaden
Markdorf/Walldürn. (ots) Am Donnerstagmorgen kam es am Flugplatz Markdorf (Bodenseekreis) zu einem Flugunfall, bei dem ein Ultraleichtflugzeug schwer beschädigt wurde.
Das Flugzeug, das mit zwei Personen besetzt war, überschlug sich nach dem Anflug auf Markdorf bei der Landung auf der Graspiste des Flugplatzes. Die Freiwillige Feuerwehr Markdorf und Kräfte des Rettungsdienstes wurden um 8.20 Uhr alarmiert und der Flugplatz für weiteren Flugverkehr gesperrt.
Bei Eintreffen der Feuerwehr, lag das havarierte Fluggerät auf dem Dach. Die zwei Insassen befanden sich nicht mehr im Cockpit, sondern wurden bereits vom Rettungsdienst versorgt. Als Erstmaßnahme wurde der Brandschutz sichergestellt, da aus den Enden der Tragflächen Treibstoff austrat.
Um diesen Treibstoffaustritt zu stoppen, wurde das Flugzeug von Hand wieder auf die Räder gestellt und zur Abstellfläche für Flugzeuge am Rollfeldrand gerollt. Daraufhin konnten Mitarbeiter des Flugplatzes den verbliebenen Treibstoff aus den Tragflächen in Kanister umfüllen.
Der mitalarmierte Fachberater „Flugunfall“, sowie das Personal des Flugplatzbetreibers berieten die Einsatzleitung. In Absprache mit dem später eingetroffenen Behördenvertreter des Amtes für Gewässer- und Bodenschutz waren dann keine weiteren Maßnahmen der Feuerwehr notwendig weshalb die Einsatzstelle an die Polizei, sowie den Flugplatzbetreiber übergeben wurde.
Ein Passagier im Alter 68 Jahren zog sich leichte Verletzungen und der Pilot im Alter von 70 Jahren schwere Verletzungen zu. Beide wurden vom Rettungsdienst in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Da an der Unfallstelle Kraftstoff austrat, war zudem ein Vertreter des Landratsamtes vor Ort. Nach der Bergung der Maschine, an der Sachschaden in Höhe von rund 150.000 Euro entstand, konnte der Flugbetrieb gegen 11 Uhr wieder aufgenommen werden.
Im Einsatz war die Feuerwehr Markdorf mit 27 Einsatzkräften und sechs Fahrzeugen bis gegen 10.30 Uhr. Die ebenfalls alarmierte Drohneneinheit des Bodenseekreises musste nicht ausrücken.
