Holz-Lamellen – Reale und symbolische Bausteine

Gebäudehülle der neuen KZ-Gedenkstätte wird bald fertig – Lamellen-Fest im Sommer

Das letzte Lamellen-Element in der Fassade wird montiert. Die Lamellen erinnern an die Streifen des Häftlingsanzugs, ähneln aber auch einem modernen Strichcode. (Foto: privat)

Neckarelz. (dr) Nachdem der Winter für einige Tage Pause gemacht hat, kommen die Bauarbeiten für die neue KZ-Gedenkstätte gut voran. Im unteren Geschoss, wo die Stadt Mosbach mit Hilfe eines LEADER-Zuschusses als Bauherrin die Sanierung managt, trocknen die Estriche und Wände langsam, aber sicher aus. Die Heizungen sind längst montiert, die Versorgungsleitungen gelegt, Elektro- und Installationsarbeiten stehen kurz vor dem Abschluss. So kann man langsam schon an Wandfarben und Bodenbelag denken, für die dann der Verein KZ-Gedenkstätte zuständig ist.

Die Ehrenamtlichen des Vereins haben sich ebenfalls sehr ins Zeug gelegt und unter Anleitung von Bauleiter Volker Vogel im oberen Stockwerk die Lamellenfassade vor das Gebäude gehängt. Sie bildet das prägende Architektur-Element des Hauses, öffnet und vergittert zugleich den Blick auf das ehemalige KZ-Lager Neckarelz Schule und den Schulhof.

Dieser Artikel ist mir was wert: [flattr btn=“compact“ tle=“Holz-Lamellen – Reale und symbolische Bausteine“ url=“https://www.nokzeit.de/?p=9327″] Die Lamellen, verschieden dicke Bretter aus Douglasienholz, wurden bereits im Sommer von Helfern zu 1 m breiten Elementen zusammengefügt, so dass die Montage nunmehr in zwei Tagen vonstatten gehen konnte. Doch bilden die Lamellen nicht nur reale, sondern gleichzeitig auch ideelle Bau-„Steine“ des Projekts. Knapp 200 Menschen, Gruppen und Institutionen, darunter fast alle Gemeinden des Neckar-Odenwald-Kreises, haben Lamellen symbolisch erworben und damit ein großes Stück zur Finanzierung des Projekts beigetragen. Am Samstag, dem 25. Juni sind alle LamellenspenderInnen zu einem Fest im Schulhof eingeladen. Im Rahmen dieses Festes können diejenige, die das möchten, auch ihr Namensschild selbst befestigen.

Doch bis dahin ist immer noch Zeit, eine Lamelle zu kaufen und so mitzuhelfen, die Schluss-Finanzierung zu packen. Nach Rechnung der Vereinsvorsitzenden Dorothee Roos fehlen dem Projekt jetzt noch ca. 10.000 Euro, das sind 1,9 Prozent der Gesamtsumme. Bislang gibt es für das Projekt die enorme Zahl von 265 großen und kleinen Fördergebern. Dazu kommen Firmen, die großzügige Preisnachlässe gewährt haben.

Im Obergeschoss, das unter Bauherrschaft des Vereins steht, wird demnächst die Elektroinstallation angepackt, damit die Innenwände geschlossen werden können. Dann geht es an die Einrichtung der Ausstellung, an welcher derzeit noch in vielen Planungsstunden gefeilt wird. Die Verantwortlichen hoffen, am Ende des Sommers mit allem fertig zu sein – die Eröffnung ist für Oktober geplant.

Weitere Informationen unter www.kz-denk-neckarelz.de oder bei Dorothee Roos, Tel. 06261-4963, eMail: [email protected]

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Nur der Lamellenvorhang umschließt den sogenannten Offenen Bereich im Obergeschoss. Hier wird bald eine originale Revierbaracke aufgestellt. (Foto: privat)

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