Limbacher Gemeinderat vergibt Aufträge

Limbacher Gemeinderat Vergibt Aufträge
Limbacher Gemeinderat vergibt Aufträge

Unser Bild zeigt den aktuellen Baufortschritt beim Ausbau der Grundschule Laudenberg zur Ganztagesgrundschule. (Foto: Weber)

Schule, Heizzentrale und Wasserhochbehälter beschlossen

Limbach (tw) Zu einer sehr vergabelastigen Sitzung konnte Bürgermeister Thorsten Weber zur jüngsten Gemeinderatssitzung nur wenige Bürgerinnen und Bürger im Dorfgemeinschaftshaus begrüßen. Aufgrund einer kurzfristigen Terminkollision nahm er vor Einstieg in die Sitzung die Vorstellung des pädagogischen Konzepts für die Ganztagesgrundschule von der Tagesordnung. Der Punkt wird in einer der nächsten Gemeinderatssitzungen nachgeholt.

Mangels Fragen der anwesenden Bürgerschaft gab er anschließend die in der letzten nichtöffentlichen Sitzung gefassten Beschlüsse bekannt. Neben der Verlängerung einer Bauverpflichtung beschloss der Gemeinderat den Abschluss einer Sanierungsvereinbarung zu einem privaten Vorhaben und gewährte einen entsprechenden Zuschuss.

Modernisierung des Wärmeverbunds

Den Einstieg in die Vergabebeschlüsse bildete die Vergabe der Arbeiten für die Modernisierung der Heizzentrale für den bestehenden Wärmeverbund, über den alle öffentlichen Gebäude in Limbach, vom neuen bis zum alten Feuerwehrhaus, die Halle, die Schule, das Dorfgemeinschaftshaus bis hin zum Rathaus mit Wärme versorgt werden. Auf Nachfrage bestätigte der Bürgermeister, dass die Kapazität der Anlage ausreicht, um das geplante Gebäude des Vereins Dorfleben Limbach e.V. mit anzuschließen.

Die Gesamtmaßnahme wurde öffentlich ausgeschrieben, und zur Submission gingen drei Angebote ein. Zwei davon mussten aus formalen Gründen von der Wertung ausgeschlossen werden. Zum Glück blieb das günstigste der drei Angebote in der Wertung, das mit 877.712,08 Euro um 11 Prozent unter der Kostenberechnung des beauftragten Ingenieurbüros lag. Mit der einstimmigen Vergabe an die Firma Energiehaustechnik Beer GmbH aus Grasellenbach startet gleichzeitig die Fördermittelbeantragung, die möglichst aus drei Säulen, einer energetischen Fachförderung, einer Förderung aus dem Sanierungsprogramm und einer Förderung aus dem Gemeindeausgleichstock, bestehen soll.

Gewerke für Ganztagesgrundschule vergeben

Den Schwerpunkt der Vergaben in der Sitzung bildete die Sanierung und Erweiterung der Grundschule Laudenberg zur Ganztagesgrundschule, wo insgesamt sieben Gewerke vergeben wurden. Alle eint, dass sie teils sehr deutlich unter den Kostenberechnungen der Fachbüros lagen. Dazu gab es zwei Gewerke, bei denen die Differenz zwischen dem wirtschaftlichsten und dem zweitwirtschaftlichsten Angebot bei sechsstelligen Auftragssummen unter 100 Euro lag. „Es schmerzt mich immer dann besonders, wenn örtliche Firmen letztlich wegen ein paar Euro den Zuschlag nicht erhalten, auch wenn mir bewusst ist, dass uns das Vergaberecht hier keine Möglichkeiten eröffnet, sofern die Angebotsprüfung nicht Mängel aufweist“, bemerkte das Gemeindeoberhaupt.

Folgende Vergabeentscheidungen traf der Gemeinderat, bei einer mehrheitlich mit einer Enthaltung, ansonsten aber einstimmig:

Das Gewerk „Lüftungsanlage“ erhielt die Firma Climair GmbH aus Waldenbuch zum wirtschaftlichsten Angebot von 636.255,41 Euro. Das Gewerk „Fenster und Notausgangstüren“ ging für 191.292,26 Euro an die Firma Team Holz GmbH aus Michelau. Das Gewerk „Sanierung der Außenfassade“ wurde für 106.444,76 Euro an die Firma AKP Adiküzel Putz GmbH aus Hadamar vergeben.

Das Gewerk „Eternitdachsanierung“ erhielt die Firma Holzwurm aus Buchen zum wirtschaftlichsten Angebot in Höhe von 308.343,76 Euro. Das Gewerk „Sanitäre Anlagen“ ging für 222.535,14 Euro an die Firma Johmann GmbH aus Limbach. Das Gewerk „Sanierung der Flachdächer“ erhielt die Firma Keskin-Bedachungen GmbH aus Murrhardt zum wirtschaftlichsten Preis in Höhe von 136.634,50 Euro. Das Gewerk „Heizungsanlage“ wurde für 383.555,36 Euro an die Firma Johmann GmbH aus Limbach vergeben.

Baugesuche, Spenden und Informationen

Erneut steigerungsfähig war die Anzahl der zu behandelnden Baugesuche. Lediglich eines lag dem Gremium vor, von dem es Kenntnis nahm. Einvernehmlich angenommen wurden im nächsten Punkt insgesamt sechs Spenden mit einer Gesamtsumme von 1.351 Euro.

Unter dem Punkt Informationen gab der Bürgermeister zudem bekannt, dass die Stadt Buchen im März die Kostenforderung zur Beteiligung an den Sanierungskosten des Burghardt-Gymnasiums und der vom BGB genutzten Sporthalle versandt hat. Sie beläuft sich insgesamt auf rund 1,375 Millionen Euro. Die Verwaltung prüft aktuell die Unterlagen und wird in der nächsten Gemeinderatssitzung einen Beschlussvorschlag dazu vorlegen.

Für den 13. Mai 2026 war ursprünglich eine reine Sondersitzung des Gemeinderats für das neue Forsteinrichtungswerk geplant. Diese wird nun um weitere Tagesordnungspunkte ergänzt und findet um 19.00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus statt. Zuvor trifft sich der Gemeinderat zu einem Waldbegang.

Auch beim E-Carsharing gibt es Neuigkeiten: Die beiden E-Carsharing-Stellplätze werden mit der Ladesäule und dem Auto am 30. April offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Die Ladesäule steht allen offen und ist nicht an das Elektroauto gebunden.

Zum Vermarktungsvertrag Windkraft mit Caeli-Wind erinnerte der Bürgermeister daran, dass der Gemeinderat ihn am 3. Juni 2024 dazu ermächtigt hatte, einen Vermarktungsvertrag über Gemeindeflächen mit Bezug auf Windkraft im Vorranggebiet Limbach/Muckental abzuschließen. Nachdem das auf Gemeindefläche geplante Windrad wohl nicht realisierbar ist, wurde der Vertrag mit Caeli-Wind in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst.

Beim Kindergarten Krumbach musste die Zeitplanung erneut angepasst werden. Eigentlich war der Umzug des Kiga Krumbach in die neuen Räumlichkeiten noch vor Pfingsten vorgesehen, und die Container sollten zum 31. Mai 2026 gekündigt werden, wobei der Rückbau dann noch einige Wochen Zeit in Anspruch nehmen wird. Diese Zeitschiene ist erneut nicht zu halten und wurde um einen Monat nach hinten geschoben. Die Betriebsaufnahme ist jetzt für den 1. Juli vorgesehen.

Eine erfreuliche Nachricht gab es zum Schluss: Für einen neuen, größeren Wasserhochbehälter in Laudenberg erhält die Gemeinde als eine von vier geförderten Kommunen im Landkreis 706.400 Euro an Fördermitteln. Das entspricht einer Förderquote von 80 Prozent. Damit kann auch dieses Großprojekt in Angriff genommen werden.

Bei den Anfragen aus dem Gemeinderat wurde die aktuelle Anmeldezahl für den am 9. Mai offiziell in Betrieb gehenden Naturkindergarten in Heidersbach erfragt. Zum Start sind drei Kinder gemeldet, weitere werden in den kommenden Monaten dazukommen.

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