Seckach verabschiedet Mitarbeiter

Seckach. (lm) Aus dem aktiven Gemeindedienst im örtlichen Bauhof verabschiedet wurden im Rahmen der jüngsten öffentlichen Sitzung des Seckach Gemeinderates und im Beisein zahlreicher Kollegen Vorarbeiter Alois Fischer nach 17 und Waldvorarbeiter Otto Endres nach 32 Jahren.

Bürgermeister Thomas Ludwig betonte, dass auf diese beiden Mitarbeiter immer hundertprozentiger Verlass und ein „Nein“ nie zu hören gewesen war. Beide waren außerordentlich flexibel in ihrem Einsatz und stets bereit, sich weiter zu bilden. Außerdem verfügten sie über hervorragende menschliche Qualitäten. Den aus Altersgründen ausscheidenden langjährigen Mitarbeitern dankte Bürgermeister Ludwig namens der Gemeinde für ihre langjährigen engagierten und stets zuverlässigen Tätigkeiten mit dem Ehrenteller der Gemeinde und einem Weinpräsent und wünschte auch namens des Gemeinderates für den künftigen Ruhestand Gesundheit und alles Gute.

Weitere Weinpräsente als äußeres Zeichen des Dankes für die gute Zusammenarbeit überreichten neben dem Personalratsvorsitzenden Rudi Zuber und dem neuen Bauhofvorarbeiter Wolfgang Blatz für die Mitarbeiter auch Ortsvorsteher Josef Ackermann, der das besondere Pflichtbewusstsein der beiden Gemeindearbeiter betonte: „Wir konnten die beiden sogar beim Stammtisch am Sonntagmorgen auf bestimmte Probleme ansprechen“.

Für die Forstbetriebsleitung Adelsheim-Seckach schloss sich Revierleiter Armin Walzel mit dem Dank an Otto Endres an, und würde ihn am liebsten bitten, noch einmal fünf bis zehn Jahre weiter zu arbeiten: „ein guter und unverzichtbarer Mitarbeiter im Wald, der mindestens sechs Förster in seiner Laufzeit erlebt, etwa 60.000 Fm Holz geerntet und zig tausende Jungpflanzen gesetzt hat.

Alois Fischer dankte auch im Namen seines Kollegen für die Würdigung ihrer Arbeit und vor allem für die gute Zusammenarbeit mit den Kollegen und der Gemeindeverwaltung.

Dieser Artikel ist mir was wert: [flattr btn=“compact“ tle=“SVG-Fußballer bestätigten Führung“ url=“//www.nokzeit.de/?p=9769″] Im weiteren Sitzungsprogramm beschloss der Gemeinderat die Offenlegung des Bebauungsplanes ,,Gewerbegebiet am Bahnhof“ in der Zeit vom 18. März bis 18. April diesen Jahres und beauftragte die Verwaltung mit der öffentlichen Bekanntmachung. Bereits in einer vorangegangenen Sitzung hatte das Gremium die Abwägung der von den Trägern öffentlicher Belange während der frühzeitigen Behördenbeteiligung vorgebrachten Anregungen und Bedenken in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro für Kommunalplanung Mosbach beschlossen. Diese Abwägungen sind inzwischen in die Entwurfsplanung eingearbeitet worden. Wie Bürgermeister Thomas Ludwig mitteilte, seien inzwischen auch alle Grundstückseigentümer, die mit ihren Anwesen von der Umgestaltung der Bahnhofstraße berührt werden, über die vorliegende Planung und die sich für sie daraus ergebenden Veränderungen ausführlich informiert worden. In Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro will parallel dazu die noch ausstehenden Klärungsgespräche bezüglich Gestaltung und Grunderwerb mit den angrenzenden Grundstückseigentümern weiterführen.

Zur Finanzierung der Investitionen für die Eigenwasseraufbereitung in Großeicholzheim, Planungskosten, Wasserversorgungskonzeption für den Ortsteil Zimmern und die Gesamtgemeinde wurde der Bürgermeister anhand der Erläuterungen von Kämmerer André Kordmann ermächtigt, ein Kommunaldarlehen in Höhe von 250.000 Euro nach Angebotsprüfung aufzunehmen.

Beschlossen wurde auch die Einführung der gesplitteten Abwassergebühr, wofür der Auftrag für die Leistungen im Zuge des Erhebungsverfahrens an das Vermessungsbüro Schwing und Dr. Neureither aus Mosbach zum Angebotspreis von 14.838 Euro vergeben wurde.

Bereits vergeben wurden die Aufträge für die Befliegung durch das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung aus Stuttgart und die Versiegelungsflächenerfassung durch das Vermessungsbüro Schwing und Dr. Neureither. Die Befliegung erfolgt im März/April und die Versiegelungsflächenerfassung soll bis Jahresende abgeschlossen sein. Eine entsprechende Gesetzesänderung zielt darauf ab, dass künftig die Umlage der Abwasserkosten allein auf Basis des Frischwasserverbrauchs nicht mehr zulässig ist bei der vorhandenen Mischwasserkanalisation. Die Gesamtkosten werden nicht erhöht, sondern nur anders umgelegt. Dennoch gab das Gremium Gemeinderat Norbert Richter einstimmig Recht, dass diese erzwungene Maßnahme ein großes Ärgernis ist. Denn die Auswertung der neuen Bemessungsgrundlage ist für die Gemeinde ausgesprochen kosten- und personalintensiv. Und laut Aussage von Bürgermeister Ludwig wird sich voraussichtlich nicht viel ändern für die Seckacher Bürger, denn es gäbe hier keine riesigen versiegelten Gewerbegebiete. Sicher sei aber mit geringfügigen Verschiebungen zu rechnen.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt beschloss der Gemeinderat die Annahme einer Spende zur Förderung kultureller Zwecke in Höhe von 250 Euro durch die Mosbacher Volksbank im Rahmen des Konzertes durch das Heidelberger Sinfonieorchester.

Ortsvorsteher Josef Ackermann bezweifelt unter dem Punkt „Anfragen aus den Reihen des Gemeinderates“, dass in Sachen Nahwärmenetz Großeicholzheim die Betreibung wirklich gesichert und störungsfrei laufen kann. In naher Zukunft würden außerdem alle zur Verfügung stehenden Flächen zur Nahrungsmittelerzeugung benötigt. Weizen und Mais seien Grundnahrungsmittel und als solche schon jetzt auf der Welt Mangelware. Und der klassische Landwirt werde durch die extrem steigenden Pachtpreise in den Ruin getrieben. Bürgermeister Ludwig argumentierte daraufhin, dass zum ersten das Nahwärmenetz grundsätzlich ausgesprochen umweltfreundlich sei.

Zum zweiten werde das Thema im Gemeinderat dann auf der Tagesordnung stehen, wenn es darum gehe, dass sich die Gemeinde selbst an der Netzwerk-Genossenschaft beteiligt oder Grund und Boden für die benötigten Leitungen zur Verfügung stellen muss. Darüber hinaus werde sicher die Biogasanlage nicht alleiniger Lieferant der Wärme, sondern eine zweiter (z. B. Hackschnitzel) vorgeschrieben sein. Zu bedenken sei außerdem „Wer die Netze hat, der hat die Macht. Und wenn aus der Biogasanlage keine Wärme mehr kommt, dann gibt es 100prozentig eine andere Wärmequelle“.

Das Gemeindeoberhaupt machte außerdem deutlich, dass erst die durch die Belieferung der Biogasanlagen, Mais und Weizen auch den Lagerhäusern wieder etwas wert sind und die Bauern bessere Preise und Verträge bekommen.

Bekanntgaben:

  • Die Straße Großeicholzheim-Seckach wird ab 7. März gesperrt sein.
  • Anmeldungen für das Straßenfest können noch in den nächsten Tagen erfolgen. Die 20%, die vom Gewinn an die Gemeinde abgeführt werden, sind ausschließlich zur teilweisen Deckung der technischen Einrichtungen notwendig.
  • Seckach wurde mit allen beantragten Maßnahmen in Höhe von 255.000 Euro ins ELR-Programm aufgenommen.
  • Das offizielle Partnerschaftstreffen mit der Stadt Reichenbach in der Oberlausitz wird von 7. bis 10. Juli in Reichenbach stattfinden.

Seckach verabschiedet Mitarbeiter. (Foto: Liane Merkle)
Otto Endres und Ehefrau Christel sowie Alois Fischer und Ehefrau Resi zusammen mit den Dankesrednern, Bauamtsleiter Roland Bangert, Bürgermeister Thomas Ludwig, Hauptamtsleiterin Doris Kohler, Revierleiter Armin Walzel und den Ortsvorstehern Josef Ackermann und Reinhold Rapp. (Foto: Liane Merkle)

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