Geschichten in Dur und Moll

Zehn Konzerte in fünf Jahren: Musiker-Duo Tramer/Autenrieth feiert Jubiäum

Ronald J. Autenrieth und Hartmut Tramer. (Foto: privat)

Eberbach. (ra) 2011 geben sie ihr zehntes Konzert, was als Experiment begann, währt nun schon fünf Jahre. Hartmut Tramer, Arzt, Maler und Organist aus Allemühl und Ronald J. Autenrieth, Pädagoge und Komponist aus Beerfelden-Gammelsbach feiern ihr Bühnenjubiläum mit neuen, spannenden Projekten.

Am Samstag, 07. Mai, 20.00 Uhr gibt es im katholischen Pfarrheim in der Feuergrabengasse eine „Soirée musicale“ mit französischer Klavier- und Orgelmusik, am Samstag, 16. Juli, 20.00 Uhr ein großes Open-Air-Event auf dem Werksgelände der Firma Ronald Schmitt Tische. Zusammen mit den Bezirkskantoren Godehard Weithoff und Achim Plagge heißt es dann: „Was der Wald erzählt – Geschichten in Dur und Moll“.

In der Adventszeit wird dann wieder einmal ein audio-visuelles Konzert mit der Projektion Tramer’scher Gemälde und Live-Musik zu erleben sein.

Alles begann in der riesigen Halle der Sauer-Stiftung in Waldwimmersbach. Manfred Sauer hatte die Idee, diese akustisch zu „testen“. Hartmut Tramer und Ronald Autenrieth wagten das Experiment und installierten digitale Instrumente samt Verstärkertechnik. Alles klang besser als erwartet. So war die Idee geboren, ungewöhnliche Räume mit ideenreichen klassisch-experimentellen Mottokonzerten zu bespielen. Das erste Konzert 2006 war allerdings ein Flop. Es sollte an den Gestaden des Itterstausees stattfinden und musste am Vorabend aus versicherungstechnischen Gründen abgesagt werden. Doch es wurde zum Mythos. Noch heute gibt es

Dieser Artikel ist mir was wert: [flattr btn=“compact“ tle=“Geschichten in Dur und Moll“ url=“//www.nokzeit.de/?p=10636„] Eberbacher, die Stein und Bein schwören, dabei gewesen zu sein. Danach ging es jedoch Schlag auf Schlag und alle Veranstaltungen fanden vor vollbesetzten Stuhlreihen statt. Offensichtlich hatte man beim Publikum einen Nerv getroffen. Spielstätten waren unter anderem das Eberbacher Rathausfoyer, in dem eine große Autokino-Leinwand installiert wurde, die Klosterkirche von Stift Neuburg, die Steige-Mensa, die Galerie artgerecht, die Ausstellungshalle von Ronald Schmitt oder als Open-Air-Variante der Garten um den See auf Hartmut Tramers Allemühler Grundstück, wohin es an die dreihundert Musenfreunde zog.

Ob Konzerte den Titel „mit Unterbrechung durch ein Donnerwetter“, „Himmel und Hölle“, „Urlaute“, „Sieben letzte Worte“ oder „Klangdesign“ tragen, das Duo verkauft Ideen. Farbige Collagen, bekannte Stücke in neuem Gewand, multimediale Effekte oder spannende Improvisationen laden ein zu Gedankenreisen und sprechen auch Musikinteressierte abseits des gängigen gutbürgerlichen Konzertbetriebs an. Dabei wurde stets honorarfrei gespielt und um Spenden gebeten. Die Einnahmen gingen an Schulen, Kirchengemeinden oder die Eberbacher Bürgerstiftung.

Die Saison 2011 steht nun ganz unter dem Benefizzweck „Orgelrenovierungen“. Der Erlös der „Soirée musicale“ im Mai geht an die katholische Gemeinde, der des Open-Air-Konzerts im Juli soll den Orgelumbau in der Michaelskirche unterstützen.

Auch die nächsten fünf Jahre hat das Duo schon im Visier. Für 2012 ist eine Konzertreise in die Uckermark geplant, wo vier große Kirchen locken, akustisch „getestet“ zu werden…

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