70 Jahre nachdem der „Junglehrer“ Reinhard Jonitz und seine Frau Erika nach Neckargerach gekommen waren fand ein herzliches Wiedersehen mit dem ehemaligen Schüler/innen und Ihren Partnern bei „Petra – ehemalige Gaststätte „Zur Eisenbahn“ statt. Autor Peter Kirchesch (links eingerahmt von Veit und Veronika Jonitz – Häusler) überreichte Erika Jonitz (Bildmitte) sein Buch –..Am Neckar zuhause“. Petra Frick (2. von rechts) erklärte sich spontan bereit das Buch im Geschenk-Kaffe zum Kauf anzubieten. Die wenigen von Peter Kirchesch mitgebrachten Exemplare waren schnell vergriffen, natürlich mit Widmung. (Foto: Kirchesch)
Neckargerach. (pk) Vor 70 Jahren kam der „frisch verheiratete Junglehrer Reinhard Jonitz“ mit seiner Frau Erika nach Neckargerach. Wie üblich, bezog das Ehepaar Quartier im ehemaligen Lehrerwohnhaus (Bahnhofstraße) mit Blickkontakt zur damaligen „Volksschule“.
1956 hatten die heutige 80-Jährigen zum ersten Mal Kontakt zu ihrem Klassenlehrer. Drei entscheidende Jahre begleitete Reinhard Jonitz seine Schüler verantwortungsbewusst, mit großem Engagement und pädagogischem Feingefühl. Reinhard Jonitz engagierte sich außerdem als örtlicher Presseberichterstatter.
Der Abschied vom beliebten Ehepaar Jonitz und ihrer Tochter Veronika, die in Neckargerach den Kindergarten besucht hatte, fiel den Neckartälern sehr schwer! Nach Neckargerach war Reinhard Jonitz Lehrer in Herbolzheim und zum Abschluss seiner Laufbahn Rektor an der Adenauer Schule in Bruchsal.
Über die vielen Jahre pflegten die dankbaren Neckargeracher Schüler Kontakt zu Reinhard und Erika Jonitz. Bei der feierlichen Verabschiedung von Reinhard Jonitz aus dem Schuldienst waren seine ehemaligen Schüler mit Abschiedsgeschenken nach Bruchsal gereist – Klassensprecher – amtierender Bürgermeister Neckargerachs sprach Grußworte.
Erika und Reinhard Jonitz waren andererseits zu allen Klassentreffen von Bruchsal ins Neckartal gekommen. Haben diese durch Beiträge bereichert. Bei der Beerdigung von Reinhard Jonitz in Bruchsal überbrachte Klassensprecher Peter Kirchesch das Mitgefühl und die Dankbarkeit der Schülerinnen und Schüler, die wie selbstverständlich zum endgültigen Abschied ihres Klassenlehrers mitgekommen waren.
Der über Jahrzehnte gepflegte Kontakt war Anlass zum Jubiläum Erika Jonitz nach Neckargerach einzuladen, die ihre in Neckargerach geborene Tochter Veronika Jonitz-Häusler (Adelsheim) und Veit Jonitz (Bruchsal) mitgebracht hatte.
Fröhlich, herzlich, gespickt mit vielen schönen Erinnerung war die Gemeinschaft stundenlang bei „Petra Frick“ im ehemaligen Gasthaus Eisenbahn in Neckargerach am vergangenen Freitag zusammen. Erika Jonitz, die mit 88 Jahren sehr rege und musikalisch ist brachte ihre Veeh-Harfe mit und begleitete die Klassengruppe (Bild) musikalisch, fröhlich, herzlich bei Liedern wie: „Wenn alle Brünnlein fließen, Im schönsten Wiesengrunde, Ade zur guten Nacht, Kein schöner Land“ u.a..
Viele Erinnerungen von früher wurden ausgetauscht. Peter Kirchesch trug das bei Reinhard Jonitz gelernte dramatische Gedicht „Nis Randers“ vor. Es war für alle ein gelungener, gemütlicher, fröhlicher Nachmittag. Im Herbst will man sich wieder treffen unter Einbindung von Bürgermeister Norman Link und seinem Stellvertreter Meinhard Link.