Ökomobil macht in Seckach Station

von Liane Merkle

Seckach. „Ohh! Ahh!“ klangen die erstaunten Ausrufe 17 forschender Kinder im Rahmen des Schlotfeger-Sommerferienprogrammpunktes, der durch den Verband Wohneigentum Ortsgruppe Seckach entlang dem Hiffelbach und rund um den See am örtlichen Sportgelände gestaltet wurde.

Auf Initiative von Peter Bussemer, Naturschutzfachkraft des beim Neckar-Odenwald-Kreis, hatte man als besonderes Highlight das Ökomobil für diese Aktion gewinnen können. Nach ebenso lustigen wie kurzweiligen Kennenlernspielen zusammen mit dem Ökomobil-Team, Bürgermeister Thomas Ludwig, Josef Kowatschitsch als 1. Vorsitzender des Verbands Wohneigentum Seckach sowie Gertrud Scheuermann Gaby und Peter Bussemer aus der Vorstandschaft machten sich die frisch gestärkten Nachwuchsforscher und Ökomobil-Leiter Dr. Daniel Baumgärtner und seiner Mitarbeiterin Sophia Ehrfeld mit Feuereifer an die Arbeit und erlebten Erstaunliches.

Das Ökomobil ist ein Fahrzeug mit Solarzellen auf dem Dach. Der Innenraum bietet auf 20 Quadratmetern Platz für 24 Forscher und ist als Labor ausgestattet: Mikroskopen, Reagenzgläsern und allerlei weitere Utensilien, um Untersuchungen und Analysen von Gewässern vornehmen zu können. Natürlich gibt es auch Laptop, Videokamera und Beamer im Ökomobil.

Aufgeteilt in fünf Forschergruppen und ausgerüstet mit Gummistiefeln, Kescher, Sieben, Pinseln und Behältnissen, sollten die kleinen Forscher ans Licht bringen, was dem gewöhnlichen Spaziergänger verborgen bleibt. Nicht nur die Kinder staunten über einen Wasserskorpion aus dem See oder eine Groppe aus dem Bach. Immerhin 15 verschiedene Kleintiere konnten im Ökomobil mit Hilfe der Mikroskope und Bestimmungsbögen genauer definiert und von Dr. Daniel Baumgärtner genauer erläutert werden. Dabei wurden die Tiere von einem Videomikroskop auf die vorhandene Leinwand projektiert. Ein milchweißer Strudelwurm konnte somit in zig-facher Vergrößerung bestaunt und sein Körperbau erklärt werden. Auch die Eintagsfliegenlarve mit ihren flatternden Kiemen war hervorragend zu erkennen. Der Schnellschwimmer erforderte vom Betrachter eine rasche Reaktion, dafür konnte man bei der Tellerschnecke in aller Ruhe gelassen deren Bewegungsablauf verfolgen.

Nachdem die Forschungsarbeiten beendet waren, wurden die Tiere wieder in ihren jeweiligen Lebensraum zurück gebracht. In der kleinen Schlussdebatte waren sich alle Teilnehmer einig, dass die Einrichtungen des Ökomobils eine spannende und tolle Sache ist. Es hilft auch, ein Ziel der Naturforscher zu verdeutlichen, nämlich, warum es so wichtig ist, die Tiervielfalt zu erhalten.

Das Gastgeschenk an die Kinder beinhaltete neben einem Poster von Wassertieren und einem Kartenspiel zum Thema „Tiere oder Pflanzen“ für Kinder ab 11 Jahre auch die Einladung zum Teilnahme am Naturforschercamp, das ab dem 16. August stattfindet und wo auch noch wenige Plätze frei sind.
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(Foto: Liane Merkle)

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