Tschoklet – Badische Besatzungszone

Harald Pflug veröffentlicht seinen ersten Kriminalroman

Wer durch die Stadt Karlsruhe spaziert und die Augen offen hält, findet noch viele Relikte aus der Zeit des 2. Weltkriegs, zum Beispiel die weißen, nach unten weisenden Pfeile an den Häusern über den Kellerfenstern, mit denen damals auf die Luftschutzkeller hingewiesen wurde. Der Karlsruher Autor Harald Pflug möchte mit seinem Debütkrimi „Tschoklet“ diese Erinnerungen wachhalten. Für seinen Roman hat er deshalb in Chroniken und Berichten recherchiert und Zeitzeugen befragt. Entstanden ist ein spannender Krimiroman, der ein authentisches Bild der Stadt Karlsruhe zur Nachkriegszeit zeichnet.

Captain John Edwards, Leiter einer Scoutpatrouille der 7. US-Armee, macht sich kurz nach der Kapitulation Deutschlands im Mai 1945 mit seiner Truppe auf den Weg nach Karlsruhe. Unterwegs werden zwei seiner Soldaten erschossen. Anschließend versucht ein Unbekannter, das Fahrzeug des Offiziers mit einer Panzermine auszuschalten. Der Anschlag misslingt.
Edwards und seine Leute wissen nicht, warum man ihnen nach dem Leben trachtet. Bis sie in der ehemaligen Panzerkaserne in Schwetzingen erste Hinweise auf den Täter bekommen.

Von dort zieht sich die Spur durch nahezu alle Dörfer bis nach Karlsruhe. Dabei gelingt es Harald Pflug die Ortschaften sowie die Stimmung in der Bevölkerung kurz nach der Kapitulation zu beschreiben. Geprägt von Hunger und Sorge vor Übergriffen durch die Besatzungsarmeen geht das Leben doch weiter. Dafür steht auch die Spargelernte, die in Schwetzingen, der badischen Hauptstadt des Gemüses, trotz Kapitulation, Kriegsverbrechen, Besatzung weiter geht als sei nichts geschehen,

Tschoklet“ ist aber nicht nur für Badener lesenswert, sondern wird allen Lesern empfohlen, die sich für Kriegs- und Nachkriegszeit interessieren.

Harald Pflug, geboren 1967, der mit seiner Familie in Karlsruhe lebt und sich schon seit einigen Jahren mit der Geschichte des Oberrheins und der badischen Metropole beschäftigt, hat mit „Tschoklet“ einen lesenwerten, kurzweiligen Erstlingskrimi im Gmeiner-Verlag vorgelegt.

Eine Leseprobe gibt es unter www.gmeiner-verlag.de

Unsere News jetzt auch einmal täglich per Mail

© www.NOKZEIT.de


Artikel empfehlen: