221 Jahre geballte Tradition

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Mannheim. Es ist eines der absoluten Traditionsduelle der diesjährigen Saison in der Oberliga Baden-Württemberg: Der VfR Mannheim 1896 trifft auf den SSV Reutlingen 1905 und zusammen werfen beide Vereine stolze 221 Jahre in die Waagschale. Klar, dass die beiden auch schon einige Aufeinandertreffen hinter sich haben. Von insgesamt 30 Partien gewannen die Rasenspieler deren neun, davon acht zuhause. Sieben Mal gab es ein Remis und 14 Mal verließen die Reutlinger als Sieger den Platz. Eines der größten Duelle lieferten sich der VfR und der SSV in der Regionalliga-Saison 1999/2000 als man zusammen mit dem SC Pfullendorf um den Aufstieg in die 2. Bundesliga spielte. Am Ende stiegen die Reutlinger als Meister in den Profifußball auf, der SCP scheiterte in der Aufstiegsrelegation und der VfR landete auf dem undankbaren 3. Platz. In den direkten Duellen mit dem SSV hagelte es für die Blau-Weiß-Roten damals herbe Niederlagen. Sowohl auswärts (1:5) als auch im heimischen Rhein-Neckar-Stadion (3:6) blieb man chancenlos.


11 Jahre später sind dies die Mannen von Cheftrainer Kenan Kocak keinesfalls. Als überraschender Oberliga-Tabellenführer empfängt man am Sonntag um 15 Uhr zum Abschluss des 12. Spieltages den Tabellenneunten SSV Reutlingen im Rhein-Neckar-Stadion und muss unweigerlich die Favoritenrolle annehmen. Während die Rasenspieler bisher eine fast perfekte Saison gespielt haben, zeigten die Gäste bis dato zwei Gesichter: 12 der 13 bisher errungenen Punkte fuhr man nämlich zuhause ein, derweil man bis auf das Remis bei der U23 der Stuttgarter Kickers (0:0) auswärts immer leer ausging. Der jüngste 3:0-Heimsieg gegen den FC Villingen hat jedoch gezeigt, was die Schwaben zu Leisten im Stande sind und so darf man sich wohl auf eine spannende Partie einstellen.

Auf den Rängen erhofft man sich beim Spitzenreiter VfR naürlich wieder eine gute Kulisse, konnte man mit fast 600 Zuschauern im Schnitt sein Zuschaueraufkommen im Vergleich zum letzten Jahr fast verdoppeln. Dafür wird am Sonntag sicher auch die VfR-Jugend sorgen, die das Sonntagsspiel nutzen will um die 1. Mannschaft geschlossen zu unterstützen. Bereits vor dem Anpfiff werden zudem alle VfR-Jugendmannschaften kurz vorgestellt, bevor sich in den 90 Minuten danach die Nachwuchskicker der Rasenspieler sicher das ein oder andere von den „Großen“ abschauen können.

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