Intensiv- und Rehapflege entlastet Kliniken

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Kreisaltersheim Hüffenhardt mit erweitertem Leistungsspektrum

Katharina Henning hat sich mit Hilfe des Beatmungsgerätes gut erholt. Auch die Stv. Wohnbereichsleiterin Cornelia Schifferdecker und Heimleiter Knut Bender freuen sich über die gesundheitlichen Fortschritte der Patientin. Foto: Neckar-Odenwald-Kliniken. (Foto: LRA)

Hüffenhardt. Seit Mai 2011 besteht am Kreisaltersheim Hüffenhardt die Möglichkeit einer neurologischen Intensiv- und Rehabilitationspflege. Erste Erfahrungen mit den neuen Leistungsangeboten stimmen zuversichtlich. Heimleiter Knut Bender sieht das Haus damit auf einem guten Weg: „Nach einem knappen halben Jahr können wir feststellen, dass unsere neuen Angebote immer bekannter und zunehmend nachgefragt werden. Geschätzt wird die neurologische Intensiv- und Rehabilitationspflege sowohl von den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen als auch von den Kliniken und Sanatorien, die uns entsprechende Patienten anvertrauen.“

Für intensive Therapie- und Pflegephasen stehen im Kreisaltersheim Hüffenhardt jetzt acht barrierefreie und geräumige Einzelzimmer zur Verfügung. Die Intensivbehandlung und Rehabilitation übernimmt ein eigens dafür zusammengestelltes Team aus Ärzten, Therapeuten und Pflegekräften. Dieses Team kann bei der Therapie und Pflege auf modernstes medizinisches Gerät zurückgreifen.


Beispielhaft dafür beschreibt Knut Bender die neuen Heimbeatmungsgeräte, die zum Einsatz kommen, um die Atmung lungengeschädigter Patienten so lange zu übernehmen beziehungsweise zu unterstützen, bis Entwöhnung und Selbstatmung wieder möglich sind.

Solche Hilfeleistungen unter dem Dach eines Altersheimes entlasten nicht nur klinische Intensivstationen, die ihre Kapazitäten dann für dringende Akutfälle vorhalten können, sondern wirken sich auch positiv auf die psychische Situation und das Allgemeinbefinden der Patienten aus. So wie bei Katharina Henning, einer 73-jährigen Bewohnerin, die aus Eppingen stammt. Die chronisch lungenkranke Frau kam Anfang August 2011 direkt von der Intensivstation der Lungenfachklinik Löwenstein nach Hüffenhardt. Als „Geschenk Gottes“ bezeichnet sie den bisherigen Aufenthalt im Kreisaltersheim Hüffenhardt: „Ich bin überaus dankbar für die ausgezeichnete Hilfe, die ich hier erhalten habe“. Da Katharina Henning derzeit noch mit der Unterstützung eines Gerätes atmet, schreibt sie ihre Gedanken auf. Anfangs, während der ersten Tage in Hüffenhardt, habe sie viel Angst gehabt, weil ihr die Sicherheit der Rund-um-die-Uhr-Betreuung der Intensivstation fehlte: „Aber mit der Zeit habe ich wieder Zutrauen in die eigene Kraft und Selbstsicherheit gefunden.“ Bezüglich der ärztlichen und pflegerischen Betreuung in Hüffenhardt notiert sie den Begriff „Wohltäter“ und den Satz „Ich hätte nirgends so gut gelebt“. Und tatsächlich hat sich Katharina Henning im Kreisaltersheim schneller erholt als erwartet. Eine vorzeitige Entwöhnung von dem Beatmungsgerät – was sie sich sehr wünscht – steht kurz bevor.




Parallel zur Neurologischen Intensiv- und Rehabilitationspflege hat das Kreisaltersheim Hüffenhardt auch das Angebot eines „Pflegehotels“ geschaffen. Dafür wurden zwei geräumige Appartements eingerichtet, in denen ambulant operierte Patienten eine kompetente Nachsorge erhalten. Gerade ältere Menschen, die alleine leben, sind sehr dankbar für die Möglichkeit, nach operativen Eingriffen nicht sofort nach Hause geschickt, sondern kurzzeitig betreut zu werden. Im Übrigen können auch Angehörige von Heimbewohnern und Patienten die neuen Kurzzeitunterkünfte buchen, um ihren Lieben für eine bestimmte Zeit nahe zu sein.

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