Hommage an Frida Kahlo

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Suzanne von Borsody und das Trio Azul

Elsenfeld. (pm) Die Schauspielerin Suzanne von Borsody präsentiert im Zusammenspiel mit der Musik des Trio Azul am Freitag, 28. Oktober, um 20 Uhr im Bürgerzentrum Elsenfeld eine Hommage an die große Malerin Frida Kahlo.

Von Borsody fügt mit ihrer unverwechselbaren Stimme dem „Mythos Kahlo“ eine neue, unverfälschte Dimension hinzu. In Briefen, Gedichten und Tagebucheinträgen lässt sie die große Malerin zu Wort kommen. Es sind intime, offenherzige Bekenntnisse, die von großem Humor, unbändiger Lebensfreude, aber innerer Zerrissenheit zeugen. Die extreme Freiheit von Kahlos Sprache ist der erste Schritt zur bedingungslosen Aufrichtigkeit. So entsteht ein spannendes, leidenschaftliches und musikalisch-literarisches Porträt. Die fantasiereichen Zeugnisse eines außergewöhnlichen Lebens sind ein Genuss – nicht nur für Kahlo-Fans.


Suzanne von Borsody wurde vom Magazin „Spiegel“ einst als „künstlerisches Kraftpaket“ bezeichnet. Eigentlich hatte sich die Tochter des Schauspielerehepaars Rosemarie Fendel und Hans von Borsody nicht auf das Familienerbe Schauspielerei einlassen wollen. Sie wollte vielmehr Malerin werden. Selbst nach dem Erfolg ihrer ersten Hauptrolle im Fernsehfilm „Adoptionen“ (1978) investierte sie ihre erste Gage in eine Reise nach Teheran, um dort bei einem Bildhauer in die Lehre zu gehen. Sie spielte am Frankfurter, Bremer und Düsseldorfer Schauspielhaus, am Berliner Schillertheater und trat bei den Salzburger Festspielen auf. Schnell avancierte sie zu einer der gefragtesten Darstellerinnen für Charakter-Rollen in Film und Fernsehen. Für ihre Rolle im Geißendörfer-Drama „Justiz“ wurde sie 1993 für den Oscar nominiert. Für ihre Arbeit erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen wie die „Goldene Kamera“, den Grimme-Preis und den Bayerischen Fernsehpreis.

Die Musiker des Trio Azul – Omar, Anibal Civilotti und Kurt Holzkämper – gehören zur Stammbesetzung der populären lateinamerikanischen Band Grupo Sal. Drei Stimmen, drei Instrumente und der melancholisch-lebensfrohe Klang der mexikanischen Musik werden diesem Abend den passenden Rahmen verleihen.




Frida Kahlo wurde 1907 geboren. Als sie bei einem Busunglück im Alter von 18 Jahren schwer verletzt wurde, begann sie im Krankenbett zu malen. Das Malen wurde für sie, die ihr ganzes Leben lang unter den schweren Folgen des Unfalls litt, zum Ausdruck ihrer seelischen und körperlichen Qualen. Sie heiratete 1929 den mexikanischen Maler Diego Rivera, der durch seine riesigen politisch-revolutionären Wandbilder weltberühmt war. Die häufige Untreue ihres Gatten, eigene Affären, Alkoholexzesse, revolutionärer Eifer und leidenschaftlicher Nationalismus prägten ihr Leben und Werk. Kahlo kleidete sich bevorzugt traditionell, steckte ihre Frisur nach Art der Einheimischen hoch und trug Schmuck der Indios. Für ihren Mann war sie „die erste Frau in der Geschichte der Kunst, die mit absoluter und schonungsloser Aufrichtigkeit die allgemeinen und besonderen Themen behandelt, die ausschließlich Frauen betreffen“.

Karten und weitere Informationen sind im Kulturreferat des Landkreises Miltenberg (Telefon 09371/501501, E-Mail: kultur@Lra-mil.de) und in der Bibliothek Elsenfeld erhältlich.

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