Genossen bekennen sich zur Bioenergie

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SPD-Kreistagsfraktionen der „Odenwald-Landkreise“ informieren sich bei AWN und H-O-T

Buchen/Rosenberg. (pm) Gerne folgten die Angehörigen der SPD-Kreistagsfraktionen der Landkreise Miltenberg und Bergstraße sowie dem Odenwaldkreis und Neckar-Odenwald-Kreis der Einladung des Landtagsabgeordneten Georg Nelius zu einem „Informations-Gipfel“ nach Buchen und Rosenberg.


Im modernen Verwaltungsgebäude der AWN, einer Tochtergesellschaft des Neckar-Odenwald-Kreises, informierte Geschäftsführer Dr. Mathias Ginter die Gäste schwerpunktmäßig über die neuen Geschäftsfelder seines Unternehmens. Besonders die Rückgewinnung von teuren und sich verknappenden Rohstoffen wurde ausführlich diskutiert. Ebenso die großen Potenziale, die die Abfallwirtschaft bei der Energieerzeugung hat. SPD-MdL Nelius unterstich einen Diskussionsbeitrag durch den Hinweis: „Wir sollten bei allen notwendigen Maßnahmen, die zur Energieeinsparung und umweltfreundlichen Energieerzeugung führen, nicht aus dem Auge verlieren, dass sich auch weiterhin Leute mit kleinem Geldbeutel den Strom aus der Steckdose und eine warme Wohnung leisten können müssen.“


H-O-T-Geschäftsführer Sebastian Damm gab eine erste Zwischenbilanz auf dem Weg zur „Kompetenzregion für nachwachsende Rohstoffe für die Bioenergie-Region Hohenlohe-Odenwald-Tauber“. Erstaunt waren die Zuhörer über die Tatsache, dass durch den Ankauf von Energie ein jährlicher Wertschöpfungsabfluss von etwa einer halben Milliarde Euro aus dem Neckar-Odenwald-Kreis hinaus erfolge. Damit dieses Geld im Landkreis verbleibt, steht H-O-T mit speziell geschulten Beratern Gemeinden, wie auch Firmen und privaten Haushalten, bei der Entwicklung von wirtschaftlich sinnvollen Projekten zur Seite und begleiten diese von der Planung bis zur Umsetzung. MdL Nelius misst dabei der Energieagentur, die jedermann kostenlos und kompetent berät, eine wichtige Funktion zu: „Ich würde es begrüßen, wenn die Agentur, deren vierjähriger erfolgreicher Probebetrieb bald endet, zu einer festen Einrichtung werden könnte.“

Bei der Besichtigung der Biogasanlage in Rosenberg gefiel es den Kreisräten, dass die in der Anlage verwendeten Rohstoffe Silomais, Ganzpflanzensilage und Grassilage ausschließlich von Landwirten aus Rosenberg und angrenzenden Nachbargemeinden angebaut werden. Dies wurde unisono als vorbildlich goutiert. Doch auch die ethischen Aspekt der Nutzung von Lebensmitteln zur Energieerzeugung hinterfragten die SPD-Fraktionen kritisch. Georg Nelius gab dabei der Hoffnung Ausdruck, dass durch alternative Pflanzenarten, die auf Brachflächen nachhaltig angebaut werden können, in Zukunft dem Problem die Spitze genommen werden könne.

Klares Bekenntnis zur Bioenergie
MdL Georg, Nelius, Dr. Mathias Ginter (AWN) und Sebastian Damm (H-O-T) konnten den SPD-Kreisräte der „Odenwald-Landkreise“ vielfältige, neue Impulse bei ihrem Besuch in Buchen und Rosenberg geben (Foto: Scheurig/H-O-T)

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