„Klimakonferenz am Frühstückstisch!“

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„Sonnenflüsterer“ Erhard Renz mit SUN-Vortrag bei der Sparkasse Neckartal-Odenwald. (Foto: privat)

Buchen. (cd) Gut gelaunt ob der Zahl von 150 Zuhörern begrüßte Regionaldirektor Martin Graser am Dienstag in der Sparkassen-Hauptstelle Buchen zu dem Vortrag „Sonnenstrom – Technik und Finanzierung“.  S.U.N.-Vorsitzende Christine Denz  hatte die Zusammenarbeit initiiert und organisiert und beschrieb die Energiewende innerhalb der Bevölkerung als einen der Vereinszwecke. Erhard Renz forderte die Zuhörer auf, angesichts der steigenden Erderwärmung und in Anlehnung an die Kopenhagener Klimakonferenz 2009 eine „Klimakonferenz am Frühstückstisch“ zu veranstalten und in die erneuerbaren Energien zu investieren. Die Rahmenbedingungen seien derzeit so gut wie lange nicht. Peter Bleifuß, Baufinanzierungsberater der Sparkasse, zeigte die finanziellen Chancen und Risiken auf.


In fünf Worten fasste Renz seine Botschaft zur 100%-Solarwirtschaft zusammen: „Für alle genug!“ und „Für immer!“ Sonne, Wind, Wasser und mit Einschränkung auch die Bioenergie stünden global und „ewig“ zur Verfügung.  Durch russisches Gas und durch libyschen Wüstenstrom hingegen werde man erpressbar.  Wie gut die Handwerker und die kleinen und mittleren Unternehmen hier im Kreis seien, zeige die sehr hohe Dichte an Photovoltaikanlagen.  Ihren Rat empfahl der Referent vor einer Entscheidung. Die „einfache Technik  Photovoltaik“  funktioniere selbst auf nach Ost und West geneigten Dächern mit einem Abschlag von ca. 10%, optimal sei eine  Dachneigung von 28 Grad. Derzeit lohne sich eine Investition besonders wegen der niedrigen Modulpreise und des im Sommer nicht abgesenkten Vergütungssatzes von 28,74 ct/kWh. Renz zeigte durch einen Vergleich auf, dass voraussichtlich im Jahr 2013 die Solarstromkosten  mit den dann zu zahlenden Haushaltsstrompreisen gleich ziehen und damit der Eigenverbrauch immer interessanter werde. Schon jetzt sei es so, dass der Mittagsstrom durch Photovoltaik die Spitzenlastkraftwerke verdränge, die nur für zwei Stunden hochgefahren werden


Peter Bleifuß zeigte an anschaulichen Beispielen die Fördermöglichkeiten über verschiedene Kreditinstitute auf, wichtig sei immer die individuelle Beratung, weil man die persönliche Situation berücksichtigen könne. Unerlässlich sei ein Ertragsgutachten durch den Handwerker. Auch verschwieg er nicht die unternehmerischen Risiken und empfahl  den Abschluss mehrerer Versicherungen, worauf Erhard Renz mit seiner kostenlosen „weltberühmten Bierkasten-überwachung“  noch einmal auf den Plan trat; die Frau schickt ihren Mann in den Keller zum Bierholen und – zum Solarstromzähler-Kontrollieren!

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