30 Jahre nach der 8. Klasse

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von Liane Merkel

Seckach. Als sie sich vor zehn Jahren das erste Mal „20 Jahre nach der 8. Klasse“ trafen, waren 99 Personen aus ganz Deutschland und Rumänien der Einladung von Brunhilde Pistor gefolgt. Die Deutsch-Rumänen aus Mediasch dieses Jahrgangs waren einmal zwei Grundschulklasse mit insgesamt über 80 Schülern gewesen, von denen bis auf neun alle in der Zeit von 1973 bis 1990 nach Deutschland ausgewandert sind.

Am vergangenen Wochenende hatten sich 38 Ehemalige und Partner zum mittlerweile 3. Klassentreffen in der Klinge eingefunden und ein herrliches Wochenende genossen Großes Lob wurde der Organisation von Brunhilde Pistor gezollt.

Ihr ehemalige Grundschullehrerin Erika Schulleri meinte dabei, „in organisatorischen Dingen war die Bruni schon immer unschlagbar“. Sie erinnerte sich aber auch, dass 36 Schülerinnen und Schüler dieses Jahrgangs ihre erste Grundschulklasse in Mediasch gebildet hatten und wie stolz sie 2001 war, dass aus allen etwas geworden und kein einziger arbeitslos gewesen war.


Der Zusammenhalt dieser Gruppe – auch 30 Jahre nach der 8. Klasse, die in Rumänien den Schulwechsel einläutete, war unübersehbar. Sie waren zusammen aufgewachsen, hatten sich zusammen durch die Schulzeit „gebissen“ und nun feierten sie praktisch ein ganzes Wochenende ihr Wiedersehen. Am Freitagabend wurde gegrillt und erzählt und jeder wollte von jedem wissen, was denn nun so war in den letzten zehn Jahren. Kein Wunder, dass sie erst kurz vor dem Frühstück zum Schlafen kamen. Aber das war auch nicht so wichtig und wurde so kurz wie möglich gehalten.

Am Samstag lockten sportliche Aktivitäten wie Tischtennis oder Kegeln, die Brunhilde Pistor als 2. Vorsitzende des SV Seckach organisiert hatte. Und man tobte sich gehörig aus. Am Abend warteten dann die ehemalige „Schulband“ und ein köstliches Büffet im Bernhardsaal der Klinge. Und wieder fiel es den ehemaligen Klassenkameraden und Lehrerin Erika Schulleri schwer, sich zu trennen.

Auch die zweite Nacht fiel kurz aus, doch auch diesen Härtetest bestanden alle, wie das ausgiebige Abschiedsfrühstück am Sonntag zeigte, das bei aller Fröhlichkeit auch den Wermutstropfen des Abschieds beinhaltete.


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