PIZ wurde neu gestaltet

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Mosbach. (lra) Hell und freundlich ist das Patienteninformationszentrum, kurz PIZ genannt, gestaltet. Im Erdgeschoss der Neckar-Odenwald-Kliniken in Mosbach ist der große Raum mit vielen Büchern, Broschüren, moderner Medientechnik und Sitzecke in den gut zwei Jahren seines Bestehens zur festen Anlaufstelle geworden: für Patienten, Angehörige, Vertreter von Selbsthilfegruppen, aber auch für Pflegepersonal aus dem Haus und für Schülerinnen und Schüler der Gesundheits- und Krankenpflegeschule. „Immer wieder rufen aber auch Bürgerinnen und Bürger an, die Informationen über unsere Krankenhäuser möchten oder über unsere Veranstaltungen“, erklärt Sigrun Ruck. Sie ist die Initiatorin und Leiterin des PIZ und wer darüber berichten will, der kommt an ihrer Person nicht vorbei.

Gerade informiert sie telefonisch eine Dame aus Heidelberg über das Spektrum der in Buchen tätigen Fußchirurgin Dr. Adler, im Anschluss gibt sie Infos für eine Veranstaltung des PIZ zum Thema Organspende weiter. „Die Arbeit hier gefällt mir sehr gut “, erklärt die gelernte Krankenschwester, die nach 17 Jahren auf der Mosbacher Intensivstation und einer Zusatzausbildung „Patienteneducation“ in die Rolle der fachlich kompetenten Beraterin, der Netzwerkerin, Organisatorin von Veranstaltungen und manchmal auch einfach nur in die Rolle einer geduldigen Zuhörerin geschlüpft ist. „Die Arbeit auf der Intensivstation war manchmal belastend, aber immer sehr bereichernd. Meine jetzige Arbeit kann ich damit nicht vergleichen, aber ich habe diesen Schritt hierher nie bereut“, betont die Neckarmühlbacherin.


In ihrer kleinen Bibliothek finden sich Nachschlagewerke, Ratgeber und Erfahrungsberichte  zu vielen Krankheiten, von A wie Alzheimer bis Z wie Zöliakie. Ergänzt werden die Bücher, die man sich zwar nicht ausleihen, aber in aller Ruhe anschauen und auszugsweise auch kopieren kann, von Broschüren mit regionalem Hintergrund. Hier eine Selbsthilfegruppe, dort eine Veranstaltungsreihe oder eine Auflistung hilfreicher Adressen in der Umgebung. Viel Wert legt die Leiterin auf eine gute Verständlichkeit für Laien. Das gilt auch für die DVD´s zu verschiedenen Krankheitsbildern oder Behandlungsmöglichkeiten, die im PIZ bereit liegen und vor Ort und Stelle angeschaut werden können. Und wer dennoch etwas nicht versteht, der fragt die Leiterin: „Das ist meine Aufgabe. Für die Leute da zu sein und ihnen weiter zu helfen mit ihren manchmal großen Sorgen und Nöten wegen einer eigenen Erkrankung oder der eines nahen Angehörigen, das ist eine sehr schöne Sache. Dafür bilde ich mich ständig weiter und versuche, die komplette Einrichtung hier immer auf dem neuesten Stand zu halten.“ Darüber hinaus hat sie die Selbsthilfegruppe Morbus Crohn (eine chronische Darmerkrankung) mitinitiiert, für andere Selbsthilfegruppen und interessierte Kreise bildet das PIZ mittlerweile eine gern genutzte Plattform.

Mit weit über 1000 Anfragen auf privater Ebene liegt das PIZ 2011 schon Mitte Oktober erheblich über der Frequenz des kompletten Vorjahres. Und auch die bis dato 33 Informationsveranstaltungen des PIZ mit namhaften und kompetenten Referenten erfreuen sich allergrößter Beliebtheit. Egal, ob es um die Wechseljahre geht, um Dickdarmkrebs, Bluthochdruck, Essstörungen oder chronische Schmerzen: „Beinahe regelmäßig müssen wir sowohl in Mosbach als auch in Buchen noch Stühle bringen, die nachfrage ist wirklich enorm.“ Ein deutlicher Beweis, dass trotz der Flut von überall abrufbaren „News“ zu allen möglichen Themen die Menschen Wert legen auf eine gezielte, persönlich vorgetragene und damit glaubhafte Information. Und von Vorteil für die Neckar-Odenwald-Kliniken, die von den oft von  Spezialisten aus den eigenen Häusern gehaltenen Vorträgen profitieren. Was natürlich auch im Interesse von Geschäftsführer Andreas Duda und Landrat Dr. Achim Brötel liegt. Ungeachtet dessen loben beide die Arbeit des PIZ uneingeschränkt: „Das ist ganz tolle Arbeit, die da geleistet wird. Und die kommt kostenlos allen Bürgerinnen und Bürgern zugute, gleichgültig, ob sie Patienten der Neckar-Odenwald-Kliniken sind oder nicht.“


Die Besucherführungen in beiden Häusern laufen ebenfalls über das PIZ. „Ale, dies sich für die Arbeit in unseren Kliniken interessieren, sind herzlich willkommen bei uns“, so Sigrun Ruck. Wer diesbezüglich einen Termin ausmachen will oder Anregungen hat zu Themen, die er intensiver behandelt wissen möchte, der kann sich unter 06261/83-231 oder per E-Mail unter piz.mosbach@neckar-odenwald-kliniken.de gerne melden. Oder er schaut einfach mal vorbei im PIZ, das von Montag bis Dienstag (10-13 und 14-17 Uhr), Donnerstag (11-13 und 14-19 Uhr), Freitag (9-14.30 Uhr) und jeden ersten Samstag im Monat (10 bis 14 Uhr)  geöffnet hat.

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