Menschen fischen ohne zu poltern

Pfarrer Ingolf Stromberger ins Amt eingeführt

von Liane Merkle

Pfarrer Ingolf Stromberger mit Ehefrau Nadine und Sohn Jonathan sowie Dekan Dirk Keller und den Kirchengemeinderäten.

Großeicholzheim/Rittersbach. „Rittersbach und Großeicholzheim sind in den letzten Monaten stark zusammen gewachsen“ lobte Dekan Dirk Keller in der bis auf den letzten Platz besetzten Großeicholzheimer Kirche bei der Amtseinführung von Pfarrer Ingolf Stromberger dessen Wirkungszeit als Pfarrvikar und sah damit grundsätzliche Notwendigkeiten für diesen Platz im Kirchenbezirk auf einem guten Weg. Denn wie bei der derzeitigen Kirchenrenovierung der Grundstein bereits gelegt und das Gebäude vorhanden sei, so lebe Jesus Christus bereits in dieser Kirchengemeinde Großeicholzheim/Rittersbach. So der Dekan weiter in seinen Ausführungen. Pfarrer Stromberger könne anknüpfen an das Vorhandene und Gottes Wort mit Vollmacht in der heutigen Sprache verkünden.

Bürgermeister Thomas Ludwig sah das Erfolgsgeheimnis des neuen Pfarrers in dessen Gabe, Menschen zu fischen ohne zu poltern oder zu granteln. Er überzeuge durch Argumente und das gelebte Vorbild eines im Auftrag Gottes stehenden Christenlebens und habe bereits eine Fülle von neuen Ideen und Aktivitäten in seine Gemeinden gebracht, ohne hierbei aber die bestehenden Strukturen über Bord zu werfen.


Die Gestaltung dieses besonderen Gottesdienstes unter Mitwirkung des Singkreises mit Dirigent Klaus Bayer und der anschließende Empfang in der „Tenne“ zeigten deutlich, wie herzlich die Pfarrfamilie Stromberger bereits in der Kirchengemeinde auf- und angenommen ist. Dekan Keller bestätigte dasselbe für die Kollegen und Kolleginnen im Kirchenbezirk und segnete nach dem einmütigen Einverständnis aller Kirchenältesten aus Rittersbach und Großeicholzheim sowie von Ingolf Stromberger diesen mit den abschließenden Worten „…..er segne Dich und Du sollst ein Segen sein“.

Wie sehr der junge Mann schon „Segen“ war konnte man den Grußwortrednern beim anschließenden Empfang entnehmen. Schon die Jugendgruppe „Hope“ brachte mit ihrem Liedvortrag „Du tust meiner Seele gut“ zum Ausdruck wie dankbar sie um die gelungene „Neubesetzung“ ist.

Und sowohl aus den Worten von Schuldekan Martin Schwarz, Ute Hodel für die Seelsorgeeinheit Adelsheim-Seckach-Osterburken, Pfarrer Stoffers für die Seelsorgeeinheit Elztal-Limbach-Fahrenbach, Karl-Heinz Lindenmuth für die Prädikanten wie auch Maxi-Monika Thürl für den Verein „Großeicholzheim und seine Geschichte“ sprach nach fünfjähriger Vakanz und ebenso langem Bangen um eine gute Nachfolge Freude und Erleichterung in dem Satz: „Sie sind ein Gottesgeschenk für uns“.

Bürgermeister Thomas Ludwig beschrieb es für die politischen Gemeinden Seckach und Elztal mit den folgenden Auszügen: „Eine so große Kirchenrenovierung gleich beim Start braucht wirklich Gottvertrauen“. „..aber auch als fußballspielender Pfarrer in der 1. Mannschaft werden Sie in die Geschichte Großeicholzheims eingehen und schließlich würde es mich freuen, wenn Sie Ihre Mitwirkung als Fagottist im Musikverein Seckach beim Weihnachtskonzert 2012 fortsetzen könnten“. Das alles habe jedoch nichts mit Show und Klamauk zu tun, sondern stünde auf dem festen Fundament seines christlichen Glaubens, der ihn als Theologe, Seelsorger und Verkünder auch stets die passenden Worte finden lasse, wie seine Predigt in Anlehnung an das Weihnachtslied „Macht hoch die Tür“ bewiesen habe. Sehr offen ging er dabei mit dem Wunsch der Menschen um, Gott und vor allem dessen Macht sehen zu wollen, und er erläuterte abschließend, es sei schon Luthers Meinung gewesen, das wir Gott bedrängen dürfen, unsere Klagen anzuhören. Er wolle nur nicht ausschließlich unser Notnagel sein.

Entsprechend hob der Bürgermeister in seinem Willkommensgruß weiter hervor: „Mit den Themenabenden „Bibel im Gespräch“ bieten Sie neue Formen der Beschäftigung mit dem „Buch der Bücher“ an, greifen aktuelle politische und ethische Fragen auf und schließlich stehen Sie auch der Ökumene sehr aufgeschlossen gegenüber. Gerade diesen letzten Aspekt halte ich hier in Großeicholzheim für besonders wichtig, denn die außerordentlich intensive, ja fast schrankenlose konfessionsübergreifende Zusammenarbeit ist eines der besonderen Markenzeichen unseres Ortes.“

Großeicholzheims Kirchengemeinderatsvorsitzender Klaus Rinklin, der schon die Begrüßung einer lange Liste von Ehrengästen mit Bravour gemeistert hatte, danke abschließend allen, die zum Gelingen dieses denkwürdigen Tages für die Kirchengemeinde Großeicholzheim/Rittersbach beigetragen hatten.

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