Haßmersheim ehrte Gemeinderäte

Die geehrten Gemeinderäte mit Bürgermeister Marcus Dietrich. (Foto: GVH)

Haßmersheim. (pm) Im Rahmen einer Gemeinderatssitzung konnte Bürgermeister Marcus Dietrich drei langjährige Haßmersheimer Gemeinderäte ehren. Für mehr als 10-jährige Mitgliedschaft im Gremium erhielten Achim Küller und Günter Butz die Ehrenurkunde des baden-württembergischen Gemeinderates, auf mehr als 25 Jahre kann Bruno Ehrenfried zurück blicken.

Zu Beginn seiner Laudatio wies Bürgermeister Marcus Dietrich darauf hin, dass der Gemeindetag Baden-Württemberg erst im September 2011 diese neuen Ehrungen eingeführt hat. Bisher wurden langjährige Gemeinderäte erst ab 20 Jahren bzw. für 30 Jahre geehrt. „Aber“, so der Vorsitzende des Haßmersheimer Gemeinderates, „gerade in der heutigen Zeit, wo sich viele Menschen nicht mehr langfristig binden wollen, sondern sich nur noch in Projekten engagieren, verdient eine jahrelange kontinuierliche Mitarbeit im Gemeinderat den Dank der Bevölkerung.


Der Gemeinderat als Hauptorgan bestimmt die Entwicklung der Gemeinde. Wer viele Jahre im Gemeinderat aktiv ist, hat wichtige Impulse für die Entwicklung eingebracht und für zahlreiche Projekte in der Gemeinde gesorgt.

Viele Jahre Gemeinderat in Haßmersheim zu sein, sei schwieriger als einen Sommer als Wutbürger in Stuttgart zu agieren. Denn Gemeinderäte können nicht gegen etwas sein, viel mehr müssen sie dafür sorgen, dass Projekte vorangebracht werden. Sie müssen sich für etwas aussprechen, auch wenn dazu manchmal Widerstände überwunden werden müssen. Und Gemeinderäte müssen auch in der Lage sein, im Einzelfall einem Bürger auch einmal zu erklären, dass etwas nicht geht, das sie gerne realisiert hätten. Ferner seien Gemeinderäte oft auch in unangenehme Entscheidungen wie Steuererhöhungen eingebunden. Dennoch sei es das Wesen einer repräsentativen Demokratie, das der Gemeinderat als gewähltes Hauptorgan einer Gemeinde das Recht und die Pflicht hat für die Bürgerschaft Entscheidungen zu treffen.


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Langjährige Gemeinderäte brauchen aber das Vertrauen der Bürger, denn nur wer alle fünf Jahre wiedergewählt wird und damit die Unterstützung der Bevölkerung genießt, kann über Jahre und Jahrzehnte die Interessen seiner Wählerinnen und Wähler vertreten. Bei den drei Jubilaren sei dies der Fall, denn ihre Stimmergebnisse bei den zahlreichen Wahlen hatten bewiesen, dass die Einwohner hinter ihnen stehen.

So fiel es Bürgermeister Marcus Dietrich leicht, die neue Ehrengabe des Gemeindetages eine Stele mit eingraphierter Jahreszahl 10 bzw. 25, an die Jubilare mit dem Dank und der Anerkennung des gesamten Gemeinderates zu überreichen.


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