Energiedetektive in Großeicholzheim

von Liane Merkle

Ede und die Jung-Detektive aus Großeicholzheim.

Großeicholzheim. Weitere spannende Wege der Wissensvermittlung geht man an der Grundschule Großeicholzheim. Dieser Tage waren die Schüler der 4. Grundschulklasse zusammen mit EDe, dem Energie-Detektiv der Gewinnung von Energie ebenso auf der Spur wie dem Verbrauch und diversen Einsparmöglichkeiten.

Schon der „Künstlername“ von „EDe“ Jörg Zenker setzte sich zusammen aus E für Energie und De für Detektiv, dabei war er überrascht, wie gut die Kids hier schon informiert waren. Die Tatsache, dass Großeicholzheim sich als Energiedorf bereits einen guten Ruf erarbeitet hat, war auch für den Wissensstand der Kinder durchaus positiv. Schließlich hat man hier Windkraft, Solar-, Photovoltaik- und Biogasanlagen direkt vor der Haustüre bzw. auf dem Dach. Dennoch war mit EDe der Unterricht an diesem Vormittag besonders witzig, lebendig, spannend, interaktiv und gespickt mit vielen Experimenten, die den Schülerinnen und Schülern alles Wissenswerte über die Energie von heute und morgen näher brachte.


So lernten sie beispielsweise in einem Versuchsparcours verschiedene „Energiefresser“ zu enttarnen, ganz unter dem Motto: Aktiv entdecken, messen, testen und vergleichen. Unter anderem ging es darum, herauszufinden, wie viel Strom verschiedene Elektrogeräte verbrauchen. Ein Radio in Betrieb verbraucht 8,8 kWh, nach dem Ausschalten (Stand-by) 1,6 kWh und erst wenn der Stecker draußen ist 0 kWh. Auch Energiespartipps wurden erarbeitet und verschiedene Leuchtmittel auf ihren Verbrauch hin untersucht. Die teure LED-Lampe hatte den geringsten Energieverbrauch, und doch die höchste Leuchtkraft, gefolgt von der Energiesparlampe.

Im zweiten Teil des EDe-Unterrichts wartete eine Energie-Rallye mit mehreren Stationen auf die Kinder. Sie lernten die Kraft von Wasser und Wind kennen und konnten sich mit der Fotovoltaik vertraut machen. Auch die Energie aus Biomasse und das Heizen mit Holz wurden veranschaulicht sowie die nicht nachwachsenden Rohstoffe Erdöl, Kohle und Erdgas.


Am Ende dieses Unterrichtstages, der wie im Flug verging, stand eine kleine Abschlussprüfung, die für die Junior-Energie-Detektive natürlich kein Problem mehr war. Alle schafften diese Hürde mit Bravour und erhielten von EDe ihre Urkunde sowie die gebundenen Energiespartipps. Darüber hinaus profitierte die Schule selbst von der Aktion, denn EDe überreichte Rektorin Gabriele Wurm-Bussemer ein Energie-Messgerät, das sowohl im Unterricht eingesetzt als auch von den Eltern der Kinder ausgeliehen werden kann, damit das Thema  Energie sparen nachhaltig in die Familien der Schüler hinein getragen werden kann. So könnte Unterricht immer sein.

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