HSG-Teams siegen bei „Jugend forscht“

Großer Erfolg: Beim Wettbewerb „Jugend forscht“ gewannen die HSG-Abiturienten Philipp Geier, Dennis Diemer, Erik Krämer und Lukas Sigmund mit dem Projektbeitrag „Das Indoor-Navigationsgerät“ den 1. Platz für den Bereich Mathematik/Informatik auf der Ebene des Regierungsbezirks Karlsruhe. (Foto: privat

Eberbach. (pm)Mitte Februar 2012 nahmen zwei Schülergruppen des Hohenstaufen-Gymnasiums (HSG) Eberbach mit sehr großem Erfolg bei der nordbadischen Ausscheidung von „Jugend forscht“ an der Dualen Hochschule in Mannheim teil. Beide Forscherteams star-teten in unterschiedlichen Kategorien unter Betreuung von Studienrat Matthias Hauck. Die erste Gruppe, bestehend aus den Abiturienten Philipp Geier, Dennis Diemer, Erik Krämer und Lukas Sigmund, ging mit dem Projektbeitrag „Das Indoor-Navigationsgerät“ im Bereich Mathematik/Informatik an den Start. Hierbei beschäftigten sie sich mit dem schwierigen Thema der Navigation in großen unübersichtlichen Gebäuden. Dort sind handelsübliche GPS-Navigationsgeräte vollkommen unbrauchbar, da die Mauern die benötigten GPS-Signale teilweise abschirmen und die entsprechende Genauigkeit nicht gegeben ist.


Als Prototyp diente den Schülern ihr eigenes Schulgebäude. Dieses haben sie in mühsamer Kleinarbeit vermessen und daraus eine digitale Karte erstellt, basierend auf der mathematischen Graphentheorie. Im Anschluss programmierten sie eine entsprechende Navigationssoftware, die nun durch das Schulhaus führt. Diese läuft auf allen internetfähigen Handys oder Tablet-PCs. Zusätzlich ist es möglich, sich seinen Standort direkt durch einscannen eines Barcodes an den Zimmertüren ausgeben zu lassen. Das vorgestellte Konzept beschränkt sich hierbei nicht auf Schulgebäude, sondern ist beispielsweise auch auf Flughäfen oder Messehallen einsetzbar.

Das zweite Team, bestehend aus Daniel Flachs und Markus Hauck, nahm in der Sparte Physik an dem Forschungswettbewerb teil. Beide widmeten sich in den vergangenen Jahren der Untersuchung des Zebra-Effekts. Wissenschaftler vermuten seit langen, dass Zebras ihr Muster nicht nur zur Abwehr von Stechmücken sondern auch zur Kühlung verwenden. Sie gehen davon aus, dass es durch die schwarz-weiß gestreifte Oberfläche zu Luftzirkulationen über dem Fell kommt, da sich die schwarzen Flächen schneller als die weißen erwärmen. Hierdurch könnte es zu einer Konvektionsströmung zwischen beiden Flächen kommen. Das Zebra würde somit seinen eigenen Wind erzeugen und sich kühlen. Einen wissenschaftlichen Nachweis zu dieser Theorie konnte bisher aber noch kein Forscher erbringen. In einer Vielzahl physikalischer Experimente und Messungen ist es den beiden Abiturienten schließlich gelungen, diesen „Zebra-Effekt“ nachzuweisen. Sie konnten tatsächlich entsprechende Windströmungen nachweisen. Allerdings zeigten sie auch, dass diese viel zu gering sind, um tatsächlich zu einer Kühlung der Tiere beizutragen.


Trotz starker Konkurrenz konnten beide Schülergruppen des Hohenstaufen-Gymnasiums die Jury von „Jugend forscht“ überzeugen und holten in ihren jeweiligen Kategorien den ersten Platz. Bei der abschließenden Preisverleihung im Audimax der Dualen Hochschule wurde für die Nachwuchsforscher jeweils eine festliche Laudation von einem Professor der Mathematik beziehungsweise der Physik gehalten. Beide Laudatoren zeigten sich zutiefst beeindruckt von der kreativen und intelligenten Umsetzung der entsprechenden Projekte, sowie der Tiefe des Fachwissens, das die Schüler des Hohenstaufen-Gymnasiums zeigten.

Ende März 2012 werden nun beide Projekte bei der dreitägigen Landesauscheidung von „Jugend forscht“ in der Schwabenlandhalle in Fellbach vorgetragen. Darauf freuen sich die Schüler schon sehr. Die dortigen Sieger ziehen schließlich ins Bundesfinale ein, welches vom 17. bis 20. Mai in Erfurt stattfinden wird.

Markus Hauck und Daniel Flachs gewannen in der Sparte Physik ebenfalls den 1. Preis bei „Jugend forscht“. Beide widmeten sich in den vergangenen Jahren der Untersuchung des Zebra-Effekts. Das Bild zeigt die beiden HSG-Abiturienten mit ihrem Mentoren Studienrat Matthias Hauck (r.). (Foto: p)

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