Kulturkommode stellt Jahresprogramm vor

Abwechslungsreiche Veranstaltungsreihe aus Kabarett, A-Cappella, Folkmusik und Film

(Fotos: Agenturen)

Osterburken. (ham) Im März beginnt für die Kulturkommode Osterburken e.V. das Jahresprogramm 2012. Der Kleinkunst- und Kulturverein präsentiert den Liebhabern von Kabarett, Musik und Film damit mittlerweile sein fünfzehntes Jahresprogramm. Auch für dieses Jahr ist es dem Programmausschuss der Kulturkommode nach kritischer Sichtung wieder gelungen, eine Veranstaltungsreihe mit sechs Programmpunkten zusammenzustellen, die von Kabarett (Zärtlichkeiten mit Freunden, Jochen Malmsheimer) über Folkmusik (Fleadh, Dikanda) bis hin zur A-cappella-Formation „Unduzo“ und einem Stummfilm-Abend mit Komödien von Ernst Lubitsch die gewohnt niveauvolle Auswahl aus Kleinkunst und Kultur bietet und dabei auch weiterhin einen Blick über den klassischen Genre-Tellerrand hinaus wagt. Man darf also ab März auf folgende Veranstaltungen gespannt sein:


Den Auftakt des Jahresprogramms macht am Sonntag, 25. März, im Saal der Alten Schule das Duo „Zärtlichkeiten mit Freunden“ mit ihrem Musik-Kasperett. Stefan Schramm und Christoph Walther aus Riesa parodieren in ihren Rollen als Grobmusiker Ines Fleiwa und Cordula Zwischenfisch wunderbar dämlich aber hochintelligent die sonst üblich gezwungene Comedy-Leier und haben so beinahe schon jeden deutschsprachigen Kleinkunst- und Comedypreis gewonnen. Zwischen ihren musikalischen Einlagen geben die erklärten Zuzweitunterhalter Geschichten aus ihrem Leben preis und klären lautstark verschiedene Abläufe. Doch was als improvisiertes Überbrücken amüsiert, ist ausgeklügeltes Pointen-Management, ein raffiniertes Spiel mit Erwartungen und ein Abend voll intelligenter Comedy.

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Dikanda, ein absolutes Highlight der internationalen Weltmusik-Szene.

Am 28. April ist Jochen Malmsheimer zu Gast in der Alten Schule. Der geborene Essener gilt als Meister des epischen Kabaretts und spielt nicht erst seit seinen regelmäßigen Auftritten bei „Neues aus der Anstalt“ ganz oben in der deutschen Kabarettszene. Hinter seinem aktuellen Programm „Wenn Worte reden könnten oder: 14 Tage im Leben einer Stunde“ verbergen sich zwei Stunden linguistisch-humoristischen Feuerwerks. Der Wortakrobat glänzt dabei mit hervorragendem Sinn für sprachlich ausgefeiltes Kabarett, gleichermaßen feinsinnig und witzig. Sein leidenschaftlicher Vortrag ist unverwechselbar und brachte ihm sowohl den Deutschen Kleinkunstpreis als auch den Deutschen Kabarettpreis ein. Wer anspruchsvolles Kabarett liebt, darf Malmsheimer nicht verpassen.

Am 16. Juni bringt die Kulturkommode mit der Folkband „Fleadh“ ein Stück Irland in die Alte Schule. Die fünf Musiker aus dem Rhein-Neckar-Raum präsentieren die Vielfalt der irischen Musik, die im Laufe der Geschichte ihre Wurzeln in der ganzen Welt geschlagen hat. Mit Jigs, Reels und den vielen anderen Spielarten des Irish Folk ziehen sie das Publikum bei ihren Live-Auftritten ein ums andere mal in ihren Bann. Dabei bedienen sie sich auch durchaus neuer Ideen und Anleihen bei verschiedenen Stilen und Rhythmen, verarbeiten diese aber immer mit Respekt und in den Grenzen des Traditional Irish Folk.


Nach der Sommerpause wird am 22. September mit „Unduzo“ zum ersten Mal eine A-Cappella-Formation in den Räumlichkeiten der Alten Schule gastieren – eine gute Gelegenheit, dieses Quintett hautnah zu erleben. Die fünf Absolventen der Freiburger Musikhochschule haben sich in kürzester Zeit zu einer festen Größe der quicklebendigen deutschen Vokalszene entwickelt. Vielschichtig arrangiert präsentierten sie in ihren Konzerten selbst geschriebene Stücke mit Elementen aus Pop, Swing, Jazz und Funk. In pfiffigen Texten durchleuchten Unduzo augenzwinkernd wohlbekannte Alltagssituationen und sorgen auf diese Weise für einen äußerst unterhaltsamen Abend.

Im Römermuseum Osterburken werden am 20. Oktober im Rahmen der beliebten Stummfilmreihe der Kulturkommode zwei Komödien von Ernst Lubitsch gezeigt. Sowohl in Deutschland als auch in Hollywood war Lubitsch einer der gefragtesten Regisseure der frühen Kinoära. Zwei seiner Meisterwerke sind zweifellos „Ich möchte kein Mann sein“ (1918) und „Die Austernprinzessin“ (1919), die er mit Ossi Oswalda in der Hauptrolle drehte und mit denen er seine eigene Form der rasanten Gesellschaftssatire etablierte. Am Klavier begleitet werden diese beiden Filme wie gewohnt kompetent und unterhaltsam vom Frankfurter Musikwissenschaftler und Stummfilmkenner Dr. Ulrich Rügner.

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Unduzo.

Gemeinsam mit der SMV des Ganztagesgymnasiums und der Weltgruppe Adelsheim-Osterburken präsentiert die Kulturkommode am 10. November mit „Dikanda“ ein absolutes Highlight der internationalen Weltmusik-Szene in der Aula des GTO. Die in Polen gegründete Band hat einen sehr lebendigen Folklorestil geschaffen mit eigenen Texten und Melodien, die beeinflusst sind von der Musik aus dem Balkan, dem Orient und vieler weiterer Kulturen. Dabei geht es den sechs Musikern nicht um einen Aufguss traditioneller Standards oder irgendwelcher ethnischen Klänge, sondern um die Suche nach eigenen Tönen, die ihre Faszination aus der Musik unterschiedlicher Völker schöpfen. Auf diese Weise konnte sich „Dikanda“ auf den größten europäischen Folkfestivals sowie auf Clubtourneen bereits unzählige Folkmusikpreise und eine begeisterte Fangemeinde erspielen.

Karten für die Veranstaltungen mit zuvor in der Tagespresse angekündigtem Vorverkauf sind über das Bürgerbüro der Stadt Osterburken (Tel.: 06291/401-0) sowie über die E-Mail-Adresse vorverkauf@kulturkommode.de erhältlich. Weitergehende Informationen über die Kulturkommode Osterburken und die einzelnen Veranstaltungen gibt es in den demnächst ausliegenden Programmheften und im Internet nachzulesen.

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Jochen Malmsheimer.

Infos im Internet:
www.kulturkommode.de

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