DHBW verabschiedet 710 Bachelor-Absolventen

Erstmals DHBW Hochschulpreis verliehen

500 Graduierungsfeier

Sie haben vielleicht auch künftig den Hut auf, denn es fehlt nicht nur an Fach-, sondern auch an Führungskräften. (Foto: pm)

Mosbach. (pm) „Sie haben Ihr ‚akademisches Curriculum‘ in sehr kurzer Zeit realisiert und verlassen nun mit einem hoch anerkannten Bachelor-Abschluss die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) Mosbach.“ Mit diesen Worten verabschiedete Rektor Prof. Dr. Dirk Saller am vergangenen Freitag (30.11.2012) 710 Absolventen der Fakultäten Wirtschaft und Technik. Spitzenreiter sind die Studiengänge Maschinenbau mit 127 und Betriebswirtschaftslehre – Handel mit 132 Studienabsolventen. Zum ersten Mal wurde während der Graduierungsfeier auch der DHBW Mosbach Hochschulpreis verliehen.

Durch das praxisintegrierende Studium sind die Studierenden sowohl in der Theorie als auch in der Praxis ihres Fachgebiets fit für den Beruf. Weil „wir nicht nur eine lehrende, sondern auch eine lernende Organisation sind“, so Saller, passe die DHBW Mosbach ihre Studienangebote ständig dem Bedarf der Wirtschaft an. Wer an der DHBW Mosbach studiert habe, könne „sicher sein, dass er zu den Besten gehört“, sagte er und betonte, dass hier auch schon so mancher Chef der jetzigen Absolventen ausgebildet worden sei.




„Der DHBW-Bachelor“ reiche also vollkommen für die berufliche Karriereplanung aus. Wegen der Nachfrage jedoch habe die DHBW ein „kleines, aber feines Angebot an berufsbegleitenden, praxisintegrierenden Masterstudiengängen“ aufgebaut, geeignet für diejenigen, die ihre theoretischen Kenntnisse noch weiter wissenschaftlich vertiefen möchten. Seiner Bitte, der DHBW Mosbach als Alumna oder Alumnus oder vielleicht später einmal auch als (nebenberuflicher) Dozent verbunden zu bleiben, schloss sich Bürgermeister Michael Keilbach an: „Sie dürfen auch gerne in Mosbach bleiben“, sagte er, denn schließlich sei die große Kreisstadt in den vergangenen drei Jahren auch „ein bisschen zur Heimat“ geworden.

Während die Prorektorin Prof. Dr. Gabi Jeck-Schlottmann, Dekanin der Fakultät Wirtschaft, und Prorektor Prof. Dr. Max Mühlhäuser, Dekan der Fakultät Technik, die hohe Qualität in der Lehre und beste Karrierechancen in der Wirtschaft noch einmal betonten, sahen die Studierendenvertreter Tanja Schartow und Christian Straub auf das Studentenleben zurück. „Was haben wir gelernt?“, fragte Tanja Schartow, Absolventin des Studiengangs BWL-Industrie, und antwortete: „Manches in der Vorlesung, vieles auch außerhalb.“ Mit vielen hochschulpolitischen Themen habe sich die Studierendenvertretung (StuV) in den vergangenen drei Jahren beschäftigt, darunter die Studiengebühren, Sozialversicherungspflicht und die verfasste Studierendenschaft.

Das Studium sei schon hart gewesen, mit manchmal „zehn Klausuren an zehn Tagen“. Umso mehr staune sie heute darüber, wie die Studierenden überhaupt noch feiern konnten. Das sei keinesfalls zu kurz gekommen, auch wenn „die Stadt Mosbach freizeittechnisch noch einige Perspektiven aufzeigen muss“. Christian Straub, Absolvent des Studiengangs Maschinenbau, nannte in seiner pointierten Rede das Zauberwort für mehr Zeit zum Feiern und „zur Parkplatzsuche“:  „Teamwork!“ So wurden Mitschriften kopiert, Recherchen aufgeteilt und gegenseitig unterstützt. Nur dank der guten Rahmenbedingungen an dieser „Hochschule zum Wohlfühlen“ mit ihren kleinen Kursen, persönlich bekannten und fördernden Professoren und der Praxisnähe, dank der Unterstützung der Eltern und des insgesamt unkomplizierten Umgangs miteinander auf allen Ebenen sei dieses Studium möglich gewesen.

Landrat Dr. Achim Brötel lobte in seiner Ansprache den „Mehrwert durch das Duale Studium“ und hob nicht nur die guten Karriere-Chancen mit dem Hinweis hervor, dass es „nicht nur einen Fachkräfte-, sondern auch einen Führungskräftemangel“ gebe, sondern er machte den Absolventen auch Mut, nicht unbedingt mit dem Strom zu schwimmen und ihre „eigene Handschrift zu entwickeln“.


Erstmals DHBW Mosbach Hochschulpreis 2012 verliehen

Erstmals hat die DHBW Mosbach einen Hochschulpreis für eine herausragende Bachelorarbeit ausgeschrieben. Der Schwerpunkt, in diesem Jahr „Marketing und Vertrieb“, soll jährlich wechseln.

Während der Graduierungsfeier wurde René Galuba vom Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen – Internationales Technisches Vertriebsmanagement für seine Bachelorarbeit mit dem Thema „Optimierung des Beanstandungs- und Reklamationsmangements in der Investitionsgüterindustrie“ ausgezeichnet.

„Insgesamt stellt die Bachelorarbeit von Herrn René Galuba eine herausragende Leistung dar, die in besonderer Weise die Werte der Dualen Hochschule durch wissenschaftlich anspruchsvolle Vorgehensweise und Systematik, eine sehr fundierte, aktuelle und gut strukturierte Aufarbeitung der wissenschaftlichen Grundlagen zum Beschwerdemanagement, die konsequente und kritische Durchführung einer Ist-Analyse und die plausible Ableitung konkreter Handlungs- und Optimierungsoptionen für das Unternehmen umsetzt“, heißt es in der Begründung der Jury. Diese setzt sich aus den drei Professoren an der DHBW Mosbach Dr. Seon-Su Kim, Dr. Günter Käßer-Pawelka und Dr. Jörn Redler zusammen.

Durch die Umsetzung der Erkenntnisse des Bachelorprojekts im Unternehmen sei ein erheblicher Nutzen für den Dualen Partner, die Robert Bosch GmbH in Crailsheim, zu erwarten. Der Preis ist auf 1500 Euro dotiert und wird von der Stiftung „Pro DHBW Mosbach“ gesponsert.

500u Graduierungsfeier 

René Galuba wurde für seine herausragende Bachelorarbeit zur Optimierung des Reklamationsmangements der DHBW Mosbach Hochschulpreis verliehen. (Foto: pm).

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