Bienenschutzausschuss tagte in Buchen

Neckar-Odenwald-Kreis/Buchen. Zur jährlichen Frühlingsbesprechung des Bienenschutzausschusses in diesem Jahr, konnte Martin Wuttke als Erster Landesbeamter des Neckar-Odenwald-Kreises rund 20 Vertreter der Imker, des Bauernverbandes sowie der Landwirtschafts-, Naturschutz- und Veterinärverwaltung in den Räumlichkeiten des Fachdienstes Landwirtschaft in Buchen begrüßen. Gleich zur Beginn stellte  Wuttke die Wichtigkeit eines funktionierenden Dialogs zwischen Landwirtschaft und Imkerei heraus: „Insofern sind wir gut aufgestellt.“

Bernhard Heim, Leiter des Fachdienstes Landwirtschaft, stellte die Neuerungen der Agrarreform 2015 – 2020 und deren Auswirkungen auf Landwirtschaft und Imkerei vor.

„Vieles ist noch ungewiss“, so Heim, „aber wahrscheinlich geht es mit der Brachebegrünung weiter, die gerade im Neckar-Odenwald-Kreis eine herausragende Bedeutung hat“.

Kontrovers wurde im Anschluss der Vortrag des Imkers und Pflanzenschutzberaters Fred Klockgether vor allem unter den anwesenden Imkern diskutiert.  „Gerade weil ich beide Seiten aus eigener Anschauung kenne, verstehe ich auch die jeweiligen Argumente“, so Klockgether.




Generell riet er allen Parteien, mit- statt übereinander zu reden, zumal Landwirte und Imker aufeinander angewiesen seien. Im zweiten Teil seines Vortrags beschäftigte sich der Experte mit der Bekämpfung der Varroamilbe, die Bienenvölkern – analog ihrem Namen Varroa destructor (lat. zerstörerische Milbe) – großen Schaden zufügen kann. Nicht nur die Honigbienen, auch die Wildbienenpopulationen litten unter dem eingeschleppten Schädling. Zum Abschluss der Frühjahrssitzung stellte Matthias Jurgovsky vom Landschaftserhaltungsverband (LEV) des Neckar-Odenwald-Kreises exemplarisch einige Projekte des LEV vor. Bei den Imkern trafen die Ausführungen des Geschäftsführers auf offene Ohren, noch während der laufenden Sitzung wurden Ideen und Telefonnummern getauscht.

Aber auch an Kritik fehlte es nicht. „Dank des sehr milden Winters und dem damit entfallenen Straßenwinterdienst haben die Mitarbeiter der Straßenverwaltung das Straßenbegleitgrün an vielen Orten sehr intensiv gepflegt und dabei eben auch gestutzt“,  so die Klage eines Imkers aus dem nördlichen Kreisgebiet. Dabei seien nicht nur die Bienen, sondern auch viele Kleinsäuger und Vögel auf Hecken und Buschwerk angewiesen. Der Erste Landesbeamte nahm die Kritik an und versprach, sich im Rahmen seiner Möglichkeiten um diese Thematik zu kümmern.

Das nächste Treffen des Bienenschutzausschusses ist für Oktober auf einem Lehrbienenstand geplant.

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