5. Kommunale Gesundheitskonferenz

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Gesundheit wurde groß geschrieben

Mosbach.(pm) „Auch im vergangen Jahr haben wir das Wort „Gesundheit“ wieder ganz groß und das Wort „Konferenz“ klein geschrieben. Das wollen wir künftig genauso beibehalten – also mehr projekt- und handlungsorientiert agieren und weniger konferieren“, mit diesen Worten begrüßte Landrat Dr. Achim Brötel die Teilnehmer der Kommunalen Gesundheitskonferenz des Neckar-Odenwald-Kreises, die im Landratsamt in Mosbach stattfand. Bereits zum fünften Mal kamen hier Vertreter der Kreistagsfraktionen und Kommunen, der Bildungseinrichtungen, der Gesundheitseinrichtungen, der Freien Wohlfahrtspflege, der Kranken- und Pflegekassen, der Kirchen, der Sportkreise sowie der Ärztevertretungen zusammen.

Zunächst präsentierte Daniela Karle von der Geschäftsstelle der Kommunalen Gesundheitskonferenz in einem Tätigkeitsbericht die Projektarbeit 2015.

So wurde 2015 fortgesetzt, was 2012 durch die kreisweite AED-Initiative angestoßen wurde: Das Thema „Erste Hilfe“ verstärkt ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken, die Notfallversorgung durch Laien zu verbessern sowie die AED-Infrastruktur im auszubauen. Dazu fanden in der „Woche der Wiederbelebung“ in Kooperation mit den DRK- Kreis- und Ortsverbänden, PD Dr. Harald Genzwürker, der Sparkasse Neckartal-Odenwald und einigen Kommunen wieder insgesamt 18 Aktionen im Neckar-Odenwald-Kreis statt. Bernd Ebert vom Kreisseniorenrat freute sich über die durchweg positive Resonanz bei der Aktion am Kreisseniorentag. „Wir werden deshalb künftig häufiger Veranstaltungen zum Thema „Wiederbelebung“ in unser Programm aufnehmen.“

Wieder sehr gut bei Schülern und Lehrern angekommen ist der Gesundheitstag in Walldürn, der zum dritten Mal im Rahmen der Neckar-Odenwald- Tage stattfand. Rund 160 Schüler konnten sich hier zu den Themenbereichen „Ernährung und Bewegung“ informieren und vor allem auch selbst aktiv werden. Zusammen mit der Ernährungswissenschaftlerin Christina Steinbach, den Fachdiensten Gesundheitswesen und Landwirtschaft vom Landratsamt, der AOK Rhein-Neckar-Odenwald und dem TV Walldürn wurden dazu 18 abwechslungsreiche Stationen auf die Beine gestellt.

Auf Anregung der Sportkreise Mosbach und Buchen wurde das Thema „Alkohol im Sport“ aufgegriffen. In Kooperation mit den beiden Sportkreisen, der Kommunalen Kriminalprävention und der Fachstelle Sucht wurde der Wettbewerb „Wer ist hier die Flasche?“ ins Leben gerufen. Dieser rief Sportvereine im Neckar-Odenwald-Kreis dazu auf, sich kreativ und einfallsreich mit dem Thema zu beschäftigen. Großzügig unterstützt wurde die Aktion unter anderem vom Badischen Sportbund, der AOK Rhein-Neckar-Odenwald, dem Badischen Gemeinde-Versicherungs-Verband (BGV), dem Verein Sicherer-Neckar-Odenwald-Kreis e. V. und der Firma Jako AG.

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Das größte Projekt 2015 stellte jedoch die Erstellung des Gesundheitswegweisers für den Neckar-Odenwald-Kreis dar. Die neue Website www.gesundheit-nok.de erleichtert die Suche nach Ärzten, Therapeuten und anderen Anbietern von medizinischen und gesundheitlichen Leistungen im Neckar-Odenwald-Kreis maßgeblich. Sie gibt Auskunft über Adressen, Kontaktdaten und Leistungen der einzelnen Anbieter. „Wir haben sämtliche medizinische Angebote im Kreis systematisch durchgeforstet und geordnet, so dass der Gesundheitswegweiser nun eine seriöse und verlässliche Datenquelle ist, die ständig aktualisiert wird“, betonte Daniela Karle.

Im Folgenden wurden schließlich potenzielle Projekte für das kommende Jahr vorgestellt. Einen Schwerpunkt könnte dabei neben der Fortführung der bisherigen Projekte die Gewinnung von Nachfolgern für Hausärzte im Neckar-Odenwald-Kreis bilden. Dazu ist angedacht, die VerbundweiterbildungPlus im Landkreis zu etablieren.

Aus dem sich anschließenden Austausch ergaben sich weitere Projektideen. Johann Esterle vom Kreisseniorenrat schlug beispielsweise eine „Großeltern-Enkel-Aktion“ zum Thema „Bewegung“ vor. Auch Dr. Karlheinz Schöll, Leiter des Geriatrischen Schwerpunkts der Neckar-Odenwald-Kliniken, zeigte sich von dieser Idee begeistert: „Ein intergenerationelles Projekt ist gleichzeitig auch eine präventive Maßnahme gegen die Vereinsamung im Alter.“

Abschließend bedankte sich Landrat Dr. Brötel bei allen Kooperationspartnern und rief die Mitglieder der Kommunalen Gesundheitskonferenz dazu auf, auch weiterhin in Kontakt mit der Geschäftsstelle zu bleiben: „Wir sind immer dankbar für Ideen und Anregungen, aus denen vielleicht künftige Projekte entstehen können.“

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