Aglasterhausen: Pionier erreicht Klimaziel

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Evangelische Kirchengemeinde Aglasterhausen erhält erneut den Grünen Gockel

Aglasterhausen. (pm) Mit der Evangelischen Kirchengemeinde Aglasterhausen wurde 2005 die erste badische Kirchengemeinde EMAS-Grüner Gockel zertifiziert. Vergangene Woche erfolgte nun die dritte Re-Zertifizierung und noch immer gibt es weitere Ideen für Verbesserungen.

„Kirchengemeinde in Schöpfungsverantwortung“ nennt die Evangelische Kirchengemeinde Aglasterhausen ihre Umwelterklärung seit der ersten Fassung 2005 bis heute. Zusammen mit dem Gemeindeaufbau als obersten Ziel, wird die Umweltbilanz der Gemeinde stetig verbessert. „Wir wollen, dass Gemeinde sich für die Welt engagiert“, erläutert der Umweltbeauftragte der Kirchengemeinde Tilman Meckler die Leitsätze der Kirchengemeinde.

Auch der Evangelische Kindergarten Regenbogen hat Nachhaltigkeit in sein pädagogisches Konzept eingebettet. „Umweltgerechtes Handeln ist für uns gelebte Selbstverständlichkeit, so haben wir seit Jahren ein ökologisches Jahresthema“, erklärt die Leiterin Silvia Schumacher stolz.

Ein weiterer Grundsatz in der Gemeindearbeit ist, weitmöglich ökofair einzukaufen. Das Ziel der evangelischen Landeskirche in Baden in allen Einrichtungen bis in 4 Jahren 40% öko-fair-sozial einzukaufen, ist in Aglasterhausen sicher schon heute erreicht. Der Energieverbrauch der Kirchengemeinde konnte über die Jahre trotz erweiterten Raumangebots deutlich reduziert werden, verbunden mit dem Einsatz von regenerativen Energien bei Strom und Heizung konnten die CO2-Emission innerhalb von 10 Jahren um 60% gesenkt werden.

„Wir haben bewiesen, dass das Kyoto-Ziel machbar ist,“ so Simone Heitz, die ihre Heimatgemeinde als Auditorin begleitet, „und zwar ohne übertriebenen Aufwand, nur durch Draufschauen und etwas Steuerung.“ Sie hofft dass der Erfolg der evangelischen Kirchengemeinde Aglasterhausen viele Nachahmer in Kirchen und Kommunen findet.

Auch Pfarrer Volker Wahlenmeier gratulierte dem erfolgreichen Umweltteam. Er lobte die Umweltarbeit der Kirchengemeinde als einen nicht wegzudenkenden Teil des Gemeindelebens und als einen vitalen Ausdruck gelebten evangelischen Glaubens. Für die kommenden Jahre wünsche er sich viele weitere Projekte um Energie einzusparen und darüber hinaus ein zunehmendes Engagement in der evangelischen Erwachsenen- und Jugendbildung.

Für Interessierte wird das Umweltteam der Evangelischen Kirchengemeinde ihre Ergebnisse bei der Klimamesse am zweiten Adventswochenende in Aglasterhausen an ihrem Stand präsentieren.

 Grüner Gockel für Ev. Kirche Aglasterhaussen

Unterzeichnung des aktuellen Umweltberichts der Evang. Kirchengemeinde Aglasterhausen, von links: Tilman Meckler, Siegfried Walch, Pfr. Volker Wahlenmeier, Simone Heitz, Jürgen Graßer, Kirchlicher Umweltrevisor Stefan Weiland, Silvia Schumacher. (Foto: pm)

 

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