Mosbach: Chancengleichheitsplan vorgestellt

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Kreistagsausschuss für Verwaltung und Finanzen tagte in Mosbach

Mosbach. Der Chancengleichheitsplan 2015 der Beauftragten für Chancengleichheit und Frauenförderung des Neckar-Odenwald-Kreises, Angelika Bronner-Blatz, stand im Mittelpunkt einer öffentlichen Sitzung des Kreistagsausschusses für Verwaltung und Finanzen unter Leitung von Landrat Dr. Achim Brötel im Landratsamt in Mosbach. Bronner-Blatz stellte den Ausschussmitgliedern wesentliche Inhalte des Plans vor, gleichzeitig präsentierte sie ihre Tätigkeitsberichte der Jahre 2013 und 2014.

Landrat Dr. Brötel betonte in seiner Einführung, dass der Neckar-Odenwald-Kreis bereits 1987 und damit sehr frühzeitig die Stelle der Frauenbeauftragten, wie sie damals noch bezeichnet wurde, eingerichtet hat. Ein weiterer großer Schritt folgte im Jahr 2013 mit der Einführung der Richtlinien zur Chancengleichheit von Frauen und Männern im Landratsamt. Mit dem nun vorliegenden Plan setze man eine weitere Forderung aus dem Gesetz zur Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern im öffentlichen Dienst des Landes Baden-Württemberg um.

Bronner-Blatz ging anschließend auf die in dem Plan festgehaltenen Ziele und Maßnahmen ein. Als Chancengleichheitsbeauftragte sei es ihr vor allem wichtig, dass Frauen und Männer Arbeitszeitmodelle angeboten bekommen, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie berücksichtigen. Diese seien in der Vergangenheit von Seiten der Landkreisverwaltung auch vorbildlich ausgebaut worden. „Künftig müssen wir aber auch Personen berücksichtigen, die aufgrund von häuslicher Pflege der Eltern eingeschränkt sind“, betonte Bronner-Blatz. Im Rahmen von Personalentwicklungsmaßnahmen werde sie Fortbildungsprogramme besonders für Frauen aufbauen, denn Frauen seien in den Führungsebenen im Landratsamt immer noch unterrepräsentiert.

Nach außen wirke sie vor allem als Netzwerkerin, so Bronner-Blatz weiter. Frauen mit ihren Themen erreichen sei das Ziel ihrer Arbeit in diesem Bereich. Dies stelle sie mit verschiedensten Veranstaltungen rund um das Thema Erwerbstätigkeit, politische Teilhabe, Sicherheit und Gewaltfreiheit, sowie durch ihren Newsletter sicher, den inzwischen über 1.000 Abonnenten beziehen. Die im Chancengleichheitsgesetz vorgesehene regelmäßige Bilanzierung des Chancengleichheitsplans sei sehr sinnvoll, denn nur so sei erkennbar, ob und in welchem Umfang die Maßnahmen griffen.

Dr. Brötel dankte der Beauftragten sowie Stephanie Leist, die Bronner-Blatz bei der Erstellung unterstützt hat, für das vorgestellte Werk, aber auch für die bisher geleistete Arbeit. Kreisrat Karl Heinz Neser (CDU) bemerkte, dass sich der Landkreis seit Ende der 1980er Jahre in Fragen der Chancengleichheit sehr gut aufgestellt habe: „Andere Landkreise sind hier nicht so weit“. Kreisrat Karlheinz Graner (SPD) erwähnte hierbei auch die vorbildlichen Leistungen der Kommunen bei der Kinderbetreuung: „In den letzten Jahren hat sich hier unheimlich viel getan“.

In einem weiteren Tagesordnungspunkte stimmte der Ausschuss der Annahme von Spenden zu. Der Landrat dankte den zahlreichen Spendern, die vor allem die Kreisschulen und Flüchtlinge bedacht hatten. „Damit kann einiges angeschafft werden, wofür die Landkreisverwaltung keine Finanzmittel zur Verfügung stellen kann“.

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