„Mudau in der Metropolregion“

Internetseite als Schaufenster 

 Mudau. (lm) „Mudau in der Metropolregion“ war Frage der Verantwortlichen im Arbeitskreis Demografie und gleichzeitig Antwort im Referat von Frank Burkard, der sich als Sachbearbeiter für Öffentlichkeitsarbeit und Regionalentwicklung im Verband „Metropolregion Rhein-Neckar“ tagtäglich mit Problemlösungen des demographischen Wandels beschäftigt. Hans Slama stellte den Referenten vor und versprach sich und den zahlreich erschienenen Zuhörern, darunter Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger und BDS-Landesgeschäftsstellenleiter Harald Kunkel, von dem Vortrag einige Vorschläge um den Erhalt der Versorgungsinfrastruktur, die Selbständigkeit im Alter, Sicherstellung der Nah- und Gesundheitsversorgung, Attraktivität des Wohnortes mit differenzierten Wohnangeboten und Wohnformen, aber auch Antworten auf folgende Fragen.

Welche Möglichkeiten bietet die Metropolregion für Mudau? Kann sie noch mehr für uns leisten? Was unternehmen andere? Welche Chancen bietet die Region für Handel und Gewerbe? Gibt es Förderungen? Können wir uns mit anderen Kommunen vernetzen? Nach der großen Umfrage in der Odenwaldgemeinde sah man oberste Priorität für den Ländlichen Raum in schnellem Internet, Mobilität und Gesundheitsversorgung. Verband und GmbH „Metropolregion Rhein-Neckar“ (VRRN) vertreten 2,4 Mio. Einwohner in 290 Kommunen mit einem Bruttosozialprodukt von beachtlichen 75,4 Mrd. Euro, 22 Hochschulen mit 95.000 Studenten u.v.m. Wie Burkard ergänzte, stelle gerade der Odenwald auch noch einen großen Freizeitwert dar.

Die Image-Internetseite der Region www.wosonst.eu gelte dabei als Schaufenster und sei nur eine ihrer vielen Aufgaben, die vor allem in dem umfangreichen Regionalplan als einheitliche Grundlage mit Text- und Kartenteil deutlich werden. Auch, wenn man die Windenergie 2013 auskoppeln musste, so bleiben doch noch die Pläne für das Straßennetz, den Ausbau des Neckars samt seiner Schleussen, und für ein Energiekonzept mit 75 Maßnahmen unter Regie eines Energiemanagers. So sei beispielsweise eine Weiterbildungsreihe mit Workshops, Infoveranstaltungen usw. entstanden. Weiter verstehe sich die Metropolregion als verbindendes Glied zwischen ihren Kommunen und Europa durch Lobbyarbeit in Brüssel, das Umsetzen von Projekten (beispielsweise Ziel-2-Förderung) oder Beratung der Kommunen. Unter die VRRN-Produkte im Regionalpark Rhein-Neckar fallen als „Landschaft in Bewegung“ oder „Schwerpunkte setzen und vernetzen“ im Neckar-Odenwald-Kreis der Neckarsteig, das Buchener Wanderbuch, die Rekonstruktion des Obrigheimer Kalkofens oder der Limespark Osterburken.

Weiter hätten sich innovative Foren gebildet aus Unternehmen, Handwerk, Soziales und Wissenschaft. So sei beispielsweise in Kooperation mit dem Handwerk eine durchdachte Wohnberatung entstanden, die sich als „Wohnberatung im Bestand“ durchgesetzt hat. Die Ausbildung für diese speziellen Wohnberater „Barrierefreiheit im privaten Umfeld ebenso wie im öffentlichen Raum“ könnten beispielsweise durch Kommunen finanziell gefördert werden. Frank Burkard stellte weiter das „Mobile Bürgerbüro“ aus dem Koffer vor, das problemlos beispielsweise in Pflegeheimen eingesetzt werden kann. Aktuell laufe ein Förderantrag zum Thema „Ärzteversorgung im Ländlichen Raum – wie können Lücken geschlossen werden?“ Konkrete Anregungen gab Frank Burkard zu barrierefreien Stadtführern wie unter www.huerdenlos.de zu finden. Oder auch zu Innenentwicklungen mit Genossenschaftsmodellen bei Dorfläden, Begegnungszentren, Resthöfen u.v.m. zur Verbesserung der Infrastruktur im ländlichen Raum.

Eine weitere Möglichkeit sah er im sogenannten Gesundheitsmanagement. Man könnte die Menschen einander näher bringen mit dem Europäischen Filmfestival der Generationen oder mit professionell geplanten Ü90-Partys, mit Analysechecklisten für Themenbereiche und Sitzungsvorlagen oder als Anregung für Industrie und Handel ein Modell ähnlich dem IHK-Audit für Führungskräfte. Für gezielte Aktionen stehe er jederzeit gerne beratend zur Seite, meinte Frank Burkard abschließend seines Referat, bevor er auf zahlreiche Fragen aus dem Publikum antwortete. Hans Slama und Dr. Rippberger dankten dem Referenten für zahlreiche nützliche Anregungen mit einem Präsentkorb und dem Versprechen, die Verbindung zur Metropolregion Rhein-Neckar weiter zu halten.

Infos im Internet:

www.wosonst.eu

www.huerdenlos.de

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