Förderbescheid für Breitbandausbau übergeben

Main-Tauber-Kreis erhält 9,4 Millionen vom Bund
Berlin. (pm) Im Beisein der Bundestagsabgeordneten Nina Warken und Alois Gerig hat der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Norbert Barthle, in Berlin offiziell den lang ersehnten Förderbescheid zur Breitbandförderung im Main-Tauber-Kreis an Landrat Reinhard Frank übergeben. Der Bund sagte dem Main-Tauber-Kreis damit insgesamt 9,4 Millionen Euro für den Ausbau des schnellen Internets zu.

„Der Breitbandausbau ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte in unserem Kreis“, sagte Landrat Frank im Anschluss an die Übergabe. „Wir sind besonders stolz darauf, dass sich bei diesem Projekt alle 18 Städte und Gemeinden im Main-Tauber-Kreis und der Landkreis zusammengeschlossen haben. Nachdem die Förderzusage nun vorliegt, können wir voraussichtlich in der Oktobersitzung des Kreistags die Arbeiten vergeben. Somit kann der Ausbau im Jahr 2017 starten und bis Ende 2018 abgeschlossen werden.“

Mit der nun zugesagten Förderung werden in Zukunft mindestens 95 Prozent der Haushalte im Main-Tauber-Kreis eine leistungsfähige Breitbandverbindung mit mindestens 50 Mbit/s nutzen können. Schulen und Gewerbegebiete in unterversorgten Gebieten werden mit hochmodernen Glasfaserleitungen angefahren. Dies sei ein wichtiger Meilenstein für die Zukunftssicherung des Main-Tauber-Kreises, sagte der Landrat. Er bedankte sich besonders bei den Kommunen des Kreises für das kooperative Miteinander sowie bei den anwesenden Bundestagsabgeordneten, die sich intensiv für diese Förderung eingesetzt hätten.

Auch die CDU-Bundestagsabgeordneten Nina Warken, Alois Gerig und Margaret Horb zeigten sich hocherfreut: „Die Bedeutung einer flächendeckenden Breitbandversorgung insbesondere bei uns im ländlichen Raum steht außer Zweifel.“ Die Verfügbarkeit entsprechender Anschlussmöglichkeiten sei heute einer der wichtigsten Standortfaktoren überhaupt. Breitband-Internet erschließe neue Märkte und Angebote. Es sorge für wirtschaftliches Wachstum sowie neue Arbeitsplätze. Für den Verbraucher bedeute Breitband mehr Komfort, größere Vielfalt und eine höhere Qualität der Inhalte. „Unserem Ziel, gleichwertige Lebensverhältnisse zwischen Stadt und ländlichen Räumen zu schaffen, kommen wir mit dem Ausbau des superschnellen Internets einen entscheidenden Schritt näher“, waren sich die Unionsabgeordneten einig.

Um bei der Breitbanderschließung zügig voranzukommen, hat die Landkreisverwaltung inzwischen eine europaweite Ausschreibung veranlasst. Als weitere Maßnahme des Kreises ist nun ein Förderantrag beim Land Baden-Württemberg vorgesehen. „Auch hier hoffen wir natürlich noch einmal auf eine Finanzspritze“, sagte Landrat Frank. Damit würde sich die Belastung für Kreis, Städte und Gemeinden weiter reduzieren, und es wären beste Voraussetzungen gegeben, dass bis spätestens Ende des Jahres 2018 die weißen Flecken auf der Breitbandkarte des Main-Tauber-Kreises der Vergangenheit angehören und mindestens 95 Prozent aller Haushaltsanschlüsse mit 50 Mbit/s Bandbreite erschlossen sind.


Der Parlamentarische Staatssekretär Norbert Barthle (zweiter von links) hat am Freitag in Berlin offiziell den lang ersehnten Förderbescheid zur Breitbandförderung im Main-Tauber-Kreis an Landrat Reinhard Frank (zweiter von rechts) übergeben. Mit ihm freuten sich die Bundestagsabgeordneten Nina Warken (links) und Alois Gerig (rechts), die sich intensiv für diese Förderung eingesetzt hatten. (Foto: pm)

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