„Ohne Visionen verwildert ein Volk“

Maifeier des SPD in Binau


(Foto: pm)
Binau (rt) Trotz ungünstiger Witterung war auch dieses Jahr die Maifeier der SPD Binau bestens besucht. Allerdings ging man witterungsbedingt ins das Innere des Dorfgemeinschaftshauses.

Der 1. Vorsitzende Gerd Teßmer und seine Stellvertreter Marika Haupt, Domenik Hartmann und Andreas Konrad konnten dabei die beiden Abgeordneten MdB Dorothee Schlegel und MdL Georg Nelius ebenso willkommen heißen wie Bürgermeister Peter Keller, Abordnungen der Partnergemeinde Lindau, der Naturfreunde, der Gewerkschaften und vieler SPD-Ortsvereine und die Vorstande der örtlichen Vereine. Seit 1984 gestalteten die Binauer Sozialdemokraten diese Feier zum „Tag der Arbeit“ mit politischen Reden und gemütlichem Beisammensein.

Nach einer Einlage „Die Gedanken sind frei“ der „Rotkelchen“ aus Heidelberg richtete der ‚Hausherr‘ Bürgermeister Peter Keller das Wort an die Anwesenden. Er dankte dem SPD-Ortsverein für diese Maifeier im Ortsteil Siedlung und stellte fest, dass neben dem ursprünglichen Gedanken zum 1. Mai sich dieses Fest im Ortsgeschehen fest etabliert habe.

Landtagsabgeordneter Georg Nelius betonte, dass der 1. Mai als Feiertag weiterhin seine Berechtigung habe, denn wenn man sich außerhalb von Deutschland umschaue, sehe man sehr schnell, wie Menschenrechte und Solidarität eben nicht überall selbstverständlich seien. Es lohne sich also, sich bewusst zu machen, für diese Freiheit und Demokratie sich aktiv einzusetzen.

Die Mairede hielt in diesem Jahr die SPD-Bundestagsabgeordnete Dorothee Schlegel. Sie stellte ihre Ausführungen unter das Bibelzitat „Ohne eine Vision verwildert ein Volk“ (Sprüche 29,18). An Beispielen zur Lohngerechtigkeit, dem Pflegebereich, der Beschäftigungspolitik und der großen Leistung der Europäischen Union für 70 Jahre Frieden und wachsenden Wohlstand zeigte die Abgeordnete auf, dass alle sozialen Errungenschaften nicht von alleine gekommen seien, sondern stets wieder neu erkämpft und erhalten werden müssten. Auch müsse sich ein reiches Land wie die Bundesrepublik darum bemühen, Probleme wie Arbeitslosigkeit, fehlende Ausbildungsplätze, unzureichende Löhne genauso einer Lösung zuzuführen, wie Toleranz und Verständnis gegenüber denen, die ihre Heimat verlassen mussten und nun bei uns Schutz suchten. Mit dem Lied „Wann wir schreiten Seit‘ an Seit‘ müssten alle Anstrengungen darauf hinarbeiten, dass – gemäß dem Liedtext – „mit uns die neue Zeit zieh“.

Bei politischen und unpolitischen Gesprächen und einem großen Kuchenbüffet wurde deutlich, dass die Maifeier 2017 in Binau für alle ein Erfolg war.

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