Arbeitsmarkt weiter im Aufwind

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Nachhaltige Perspektiven für langzeitarbeitslose Menschen weiter erschließen

(pm) Im April ist die Zahl der Arbeitslosen weiter zurückgegangen. Es waren 10.588 Menschen arbeitslos gemeldet, 434 oder 3,9 Prozent weniger als im März.
Die Arbeitslosenquote, also der Anteil der Arbeitslosen an allen zivilen Erwerbspersonen, ist im Vergleich zum Vormonat um 0,1 Prozent auf 3,2 Prozent gesunken. Die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg beträgt 3,6 Prozent.

„Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist absolut solide und es manifestiert sich zunehmend ein hoher Bedarf an Fachkräften“, so Thekla Schlör, Leiterin der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim. Im April waren 6.731 freie Stellen gemeldet, 269 mehr als im Vormonat und 1.155 mehr als im April 2016. Arbeitgeber haben der Arbeitsagentur in diesem Monat 1.771 neue Stellen gemeldet. Wie stark der Arbeitsmarkt ist, lässt sich am enormen Zuwachs an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten festmachen, der die bereits erwartete positive Prognose sogar noch überholt hat.

„Arbeitsagentur und Jobcenter werden die derzeit gute Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter aktiv nutzen, um mit einem Strategie-Mix verstärkt Jobchancen für Arbeitslose, die ein Jahr oder länger ohne Beschäftigung sind, zu erschließen“, so Thekla Schlör.

30 Prozent aller Arbeitslosen sind länger als ein Jahr arbeitslos. Dies sind überwiegend Menschen ohne Berufsausbildung, mit gesundheitlichen Einschränkungen, Ältere, Menschen mit Migrationshintergrund, Schwerbehinderte und Alleinerziehende. An die 75 Prozent aller Langzeitarbeitslosen werden von den Jobcentern betreut.
„Mit ganzheitlicher Betreuung und frühzeitiger Aktivierung nah an den Menschen, die ein höheres Risiko haben, in die Langzeitarbeitslosgkeit zu rutschen, setzen wir präventiv verschiedene Hebel an. Eine gute Ausbildung und sozial-integrative Leistungen gehören ebenso zu dem Strategie-Mix wie eine Reihe von Förderprogrammen, über die wir Unternehmen zusätzlich mit Lohnkostenzuschüssen und Coaching während der Beschäftigung unterstützen können“, erläutert Thekla Schlör.

Im Agenturbezirk sind aktuell 3.242 Menschen länger als ein Jahr arbeitslos, 155 oder 4,6 Prozent weniger als im April 2016. „Langzeitarbeitslosigkeit abzubauen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nicht von heute auf morgen und nur mit den Instrumenten der Arbeitsmarktpolitik erfüllt werden kann. Aber es ist eine machbare Aufgabe, wie Erfolgsbeispiele belegen“, zeigt sich Thekla Schlör optimistisch.

Der Arbeitsmarkt im Landkreis Schwäbisch Hall

Im Landkreis Schwäbisch Hall liegt die Arbeitslosenquote bei 3,2 Prozent (Vormonat 3,3 Prozent). Es wurden im April 3.492 Arbeitslose gezählt, 139 weniger als im März und 201 weniger als im Vorjahresmonat.
1.012 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 1.148 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit .
Arbeitgeber haben 582 Stellenangebote gemeldet (April 2016: 424). Der Bestand an Stellenangeboten lag zum Stichtag bei 2.248, 32,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Der Arbeitsmarkt im Hohenlohekreis

Im Hohenlohekreis liegt die Arbeitslosenquote bei 2,8 Prozent (Vormonat 2,8 Prozent). Es wurden im April 1.801 Arbeitslose gezählt. Das sind 14 Menschen weniger als im März und 143 weniger als im Vorjahresmonat. 578 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos und 592 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.
Arbeitgeber haben 349 Stellenangebote im April aufgegeben (April 2016: 296). Der Bestand an Stellenangeboten insgesamt lag zum Stichtag bei 1.248, 11,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Der Arbeitsmarkt im Main-Tauber-Kreis

Die Arbeitslosenquote im Main-Tauber-Kreis liegt bei 3,0 Prozent (Vormonat 3,2 Prozent). Im April waren 2.270 Menschen arbeitslos gemeldet, 158 weniger als im Vormonat, 123 weniger als im April 2016.
583 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 751 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.
Arbeitgeber haben 578 Stellenangebote gemeldet (April 2016: 559). Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 2.238, 19,6 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Der Arbeitsmarkt im Neckar-Odenwald-Kreis

Im Neckar-Odenwald-Kreis liegt die Arbeitslosigkeit bei 3,8 Prozent (Vormonat 4,0 Prozent). Es waren im April 3.025 Menschen arbeitslos gemeldet, 123 weniger als im Vormonat, 30 mehr als im Vorjahresmonat.
822 Menschen meldeten sich neu oder erneut arbeitslos, 948 Menschen beendeten die Arbeitslosigkeit.
Arbeitgeber haben 262 Stellenangebote gemeldet (April 2016: 243). Der Bestand an Stellenangeboten liegt insgesamt bei 997, 12,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Die Eckwerte nach Rechtskreisen

Im Agenturbezirk Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim waren im Bereich der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II) 5.224 Arbeitslose gemeldet, im Bereich der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III) 5.364.
Der Anteil der Arbeitslosen aus dem Bereich der Grundsicherung (SGB II) am gesamten Bestand beträgt 49,3 Prozent.
Beim Jobcenter im Landkreis Schwäbisch Hall waren zum Stichtag im April 1.892 Arbeitslose registriert (März: 1.936). Die Arbeitsagentur betreute im Haller Landkreis 1.600 Arbeitslose (März: 1.695).

Von den 1.801 Arbeitslosen im Hohenlohekreis wurden 834 vom Jobcenter Hohenlohekreis betreut (März: 832). Bei der Geschäftsstelle der Arbeitsagentur im Hohenlohekreis waren eim April 967 Arbeitslose registriert (März: 983).

Von den 2.270 Arbeitslosen im Main-Tauber-Kreis wurden 1.133 vom Jobcenter Main-Tauber betreut (März: 1.173). Bei den Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Main-Tauber-Kreis waren 1.137 Arbeitslose registriert (März: 1.255).

Beim Jobcenter im Neckar-Odenwald-Kreis waren zum Stichtag im April 1.365 Arbeitslose registriert (März: 1.424). Die Geschäftsstellen der Arbeitsagentur im Neckar-Odenwald-Kreis betreuten 1.660 Arbeitslose (März: 1.724).

Der Ausbildungsmarkt

In Deutschland gibt es etwa 350 anerkannte Ausbildungsberufe und mehr als 17.000 Studiengänge. Aus dieser Fülle an beruflichen Möglichkeiten den richtigen Beruf und den eigenen Weg zu finden, ist nicht einfach. Für die Entscheidung braucht es jede Menge Informationen. Mit Spass, unkompliziert und unverbindlich können die Jugendlichen über die Webseite der Arbeitsagentur alles erfahren, was nach der Schule möglich ist: Ausbildung, Schule, Studium oder erst einmal ins Ausland gehen?

„Berufsorientierung und Selbsttest sind seit kurzem auch über den Whatsapp-Chat „What‘s me bot“ möglich. Einfach die Nummer, die unter www.arbeitsagentur.de /Schule, Ausbildung, Studium hinterlegt ist, als Whatsapp-Kontakt einspeichern und loslegen“, so Thekla Schlör.
Bis Ende April wurden der Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim 5.120 freie Berufsausbildungsstellen gemeldet. Dies bedeutet zum Vorjahr ein Plus von 1,7 Prozent. Dem gegenüber stehen aktuell 3.376 Bewerber für einen Ausbildungsplatz, was einem leichten Anstieg um 1,0 Prozent gegenüber April 2016 entspricht.

Rein rechnerisch kommen auf einen Bewerber 1,5 Ausbildungsstellen.
Der statistische Berichtszeitraum für den Ausbildungsmarkt läuft in Anlehnung an den üblichen Ausbildungsbeginn vom 1. Oktober bis zum 30. September.

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