Seltener Nachwuchs im Zoo Heidelberg

Die beiden jungen Socorrotauben entwickeln sich gut. (Foto: pm)

Heidelberg.  (pm) Ganz besonderen Nachwuchs gab es Ende Januar im Zoo Heidelberg. Zwei junge Socorrotauben sind im Vogelrevier gesund geschlüpft und mittlerweile auch flügge geworden. Es ist das erste Mal, dass es im Zoo Heidelberg Nachwuchs bei dieser hochbedrohten Vogelart gab. Die besonderen Tauben gelten in der freien Natur als ausgerottet, auch in Zoos leben nur noch wenige Exemplare.

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Am 25. Januar 2018 war es soweit: Zwei Socorrotauben schlüpften aus ihren Eiern im Innenbereich der Voliere. Die Elternvögel verhielten sich während der ganzen Aufzucht sehr vorbildlich und kümmerten sich sorgfältig um ihren Nachwuchs. Auch die Tierpfleger im Zoo Heidelberg sorgten für einen bestmöglichen Start ins Leben: Schon während der Brutzeit mieden sie möglichst den Innenraum der Voliere. Die Elternvögel konnten sich daher ganz ungestört um ihre beiden Jungen kümmern.

Mittlerweile haben sich die zwei kleinen Socorrotauben sehr gut entwickelt. Vor kurzem sind sie flügge geworden – haben also das elterliche Nest verlassen – und fressen selbstständig. Mit den ersten Flugversuchen erkunden sie nun ganz genau ihre Voliere, zunächst hauptsächlich innen, seit ein paar Tagen auch den Außenbereich. Welches Geschlecht der Nachwuchs hat, ist noch offen, denn die Ergebnisse der Federproben stehen noch aus.

Die beiden alten Socorrotauben kamen als weitere besonders gefährdete Vogelart in den Zoo Heidelberg. Socorrotauben lebten als endemische Art ausschließlich auf der Pazifikinsel Socorro vor der Küste Mexikos. In den 1960er Jahren wurde der Bestand der Tiere durch eingeschleppte, verwilderte Katzen und durch Bejagung stark dezimiert. Seit den 1970er Jahren gelten Socorrotauben als in der Natur ausgerottet. Erfolgreiche Nachzuchten der letzten überlebenden Individuen in menschlicher Obhut sind daher sehr wertvoll für den Erhalt dieser Vogelart. Mit einer Beteiligung am europäischen Zuchtprogramm für die Socorrotaube kommt der Zoo Heidelberg somit seiner Verantwortung nach und leistet einen wichtigen Beitrag zum Natur- und Artenschutz.

Hintergrundinformation Socorrotaube

Socorrotauben können ca. 20 bis 25 cm groß werden. Ihr Gefieder ist rötlich bis zimtbraun gefärbt. Vom Aussehen lassen sich Männchen und Weibchen kaum unterscheiden, die Männchen haben lediglich ein etwas glänzenderes Gefieder als die Weibchen. Als Nahrung bevorzugen sie Samen, Obst, Grünfutter oder kleinere Insekten.

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