Digitalisierungsprojekt Mosb@ch 4.0

Innenminister Thomas Strobl übergibt den Förderbescheid an OB Jann. (Foto: pm)

Das Land unterstützt die Stadt auf dem Weg ins digitale Zeitalter

Mosbach. (pm) Oberbürgermeister Michael Jann konnte aus der Hand von Innenminister Thomas Strobl einen Förderscheck in Höhe von 40.000 Euro für die Entwicklung einer Digitalisierungsstrategie entgegen nehmen. Im Juni wird die neu geschaffene Stelle für den Aufgabenbereich Digitalisierung bei der Stadt besetzt.

Die Große Kreisstadt hatte sich um Förderung auf dem Weg ins digitale Zeitalter beworben und gehört zu den 55 glücklichen Kommunen landesweit, die als Gewinner des Wettbewerbs „Digitale Zukunftskommune@bw“ hervorgehen. Die vier Städte Heidelberg, Karlsruhe, Ludwigsburg und Ulm sowie ein Landkreisverbund wurden als digitale Zukunftskommunen bzw. „Smart Cities“ ausgewählt, die zu Schrittmachern des digitalen Wandels ausgebaut werden sollen; weitere 50 Kommunen – darunter Mosbach als einzige Kommune im Neckar-Odenwald-Kreis – unterstützt das Land auf ihrem Weg ins digitale Zeitalter. Insgesamt fließen hierfür 7,6 Millionen Euro.

Im Juni wird eine bei der Stadt Mosbach neu geschaffene Stelle für den Aufgabenbereich Digitalisierung besetzt, welche sich federführend der Strategieerstellung und der ganzheitlichen Bearbeitung dieses Zukunftsthemas widmen wird. Angesiedelt ist die Stelle bei Wirtschaftsförderer Fabian Weiß. OB Janns ausdrücklicher Dank gilt dem Gemeinderat, der der Bereitstellung von Mitteln hierfür auf breiter Basis zugestimmt hat. „Die Digitalisierung der Gesellschaft erreicht immer mehr Bereiche des kommunalen Aufgabenspektrums, z.B. beim e-Government, beim städtischen Internetauftritt und bei der Kommunikation, bei Social Media, Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung, bei der IT und beim Datenschutz und nicht zuletzt bei der Multimediaausstattung der Schulen und außerschulischen Bildungsträger“, so OB Jann. Der künftige Stelleninhaber wird sich mit der Thematik Digitalisierung federführend auf der strategischen Ebene auseinandersetzen und Impulse in Gemeinderat und Verwaltung geben. OB Jann: „Wir begreifen die Digitalisierung als Chance, gehen diese aktiv an und verbinden sie mit einem Mehrwert für die Verwaltung, für die Wirtschaft und insbesondere für die Bürgerinnen und Bürger“.

Alle Kommunen werden bei der Umsetzung ihrer Strategien und Projekte vom Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO in Kooperation mit dem bwcon-Netzwerk wissenschaftlich und praktisch begleitet. Damit sollen die Best Practices aus den Modellkommunen auf möglichst viele weitere Kommunen in Baden-Württemberg übertragen werden. Denn nach einer aktuellen Umfrage des Deutschen Städte- und Gemeindebundes schätzen derzeit nur zehn Prozent der Kommunen ihren Stand der Digitalisierung als „gut“ an. Mit seinen 1.101 Städten und Gemeinden sowie 35 Landkreisen ist Baden-Württemberg ein Flächenland, weshalb das Land gezielt auf breiter Ebene fördern will. Bei den 74 Bewerbern war somit auch die ganze Bandbreite der kommunalen Familie im Rennen – von der kleinen Gemeinden mit knapp 2.500 Einwohnern, bis hin zu Großstädten, Landkreisen und sogar Regionalverbänden. Die Digitalisierung ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt der Landesregierung und sie setzt bei der Umsetzung auf die Gestaltungskraft der Kommunen vor Ort, um auch die Akzeptanz der Bürgerinnen und Bürger für eine der größten gesellschaftlichen Veränderungen unserer Zeit zu steigern.

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