Seckach: Friedhofshalle soll provisorisch „abgedichtet“ werden

Aussegnungshalle in Seckach muss dringend saniert werden. Allerdings sind laut der internen Prioritätenliste andere Dinge wichtiger. Zur weiteren Schadensbegrenzung wird nun an die Realisierung von Provisorien gedacht. Hierfür werden nun Angebot eingeholt. (Foto: Liane Merkle)
Seckach. (lm)  Nachdem im September vergangenen Jahres das Architekturbüro Sack & Partner aus Adelsheim mit der Planung und Kostenberechnung für die Erschließung des vierten Bauabschnitts mit fünf neuen Bauplätzen beauftragt wurde, beauftragte der Gemeinderat nun die Firma Henn aus Buchen mit den Erschließungsarbeiten. Die Firma ging im Rahmen einer Ausschreibung mit 173.503 Euro als günstigster Bieter hervor. Das zu erweiternde Baugebiet „Wanne“ liegt im Ortsteil Zimmern und als Bauplatzpreis wurden 95 Euro je Quadratmeter festgelegt.

Eine interne Prioritätenliste seitens der Gemeindeverwaltung und auch des Gemeinderates sieht aktuell vor, dass im laufenden Jahr die Sanierung der Gehwege im Zuge eines Deckenprogramms als erste und 2020 der zwingend notwendige Neubau des Kindergartens Vorrang genießen. Dies auch in Verbindung mit den möglichen Fördermitteln aus dem Gemeindeausgleichsstock, die pro Jahr nur für ein Vorhaben je Ortsteil gewährt werden.

Aus diesem Grund sei nach Vorlage der Verwaltung frühestens im Jahre 2020 mit einer Investitionshilfe für die Sanierung der mit über einer Million veranschlagten Aussegnungshalle auf dem Seckacher Friedhof zu rechnen. Da aber als Hauptproblemzonen die große Flachdachfläche im Bereich des Flurs und auch der Nebenräume mit den vier spitzen Betonlichtkuppeln einer dringenden Sanierung bedürfen, beauftragte der Gemeinderat die Gemeindeverwaltung, schnellstmöglich diverse Angebote für Provisorien zur weiteren Schadensbegrenzung einzuholen.

Eine Möglichkeit wäre, dass der gesamte undichte Bereich der Aussegnungshalle mit einem Gerüst und einer Plane überbaut wird und da man die Dauer des Provisoriums derzeit nicht genau bestimmen kann, sollten in diesem Fall die Gerüstteile gekauft werden. Eine weitere Möglichkeit wäre eine Holzkonstruktion mit Blechdach.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt beschloss man die Vermietungssätze für die Räumlichkeiten der Tenne im Großeicholzheimer Wasserschloss moderat anzuheben. So gelten für „Sonstige Vereine und private Nutzer“ aus der Gesamtgemeinde Seckach ab sofort als Tagessatz 200 Euro (bislang 150 Euro) und für „Sonstige auswärtige Nutzer“ – Privat/Gewerbe- 400 Euro (bislang 350 Euro). Als Nebenkosten über den zweiten Tag hinaus sind 25 Euro pro Tag zu entrichten. Von den ortsansässigen Helfern/innen wird dieser Zusatzbetrag nicht erhoben.

Für den Gemeindeverwaltungsverband Seckachtal mit Sitz in Adelsheim schlugen die Gemeinderatsmitglieder für die Amtszeit von 2019 bis 2023 Gerhard Bender als Gutachter und stellvertretenden Vorsitzenden sowie Rita Bischoff als Gutachterin und Martin Kast als Gutachter vor.

Am Sonntag, 26. Mai finden sowohl Kommunalwahlen als auch Wahlen zum europäischen Parlament statt. Aus diesem Grund wählte man einen Gemeindewahlausschuss in folgender Besetzung: Vorsitzende Doris Kohler, Stellvertreter André Kordmann, Beisitzer und Schriftführer Hermann Schmitt, Beisitzerin Annette Fritz, Beisitzer Martin Sommer, stellvertretender Beisitzer Martin Heß, Simone Zeller und Christopher Bangert.

Wie wir bereits mehrfach berichtet, entsteht auf der Gemarkungen Seckach und Zimmern im Bebauungsplan „Solarpark Winterberg“ eine großflächige Photovoltaikanlage durch die Firma juwi AG aus Wörrstadt. Den vorgestellten Bebauungsplan billigend gab man nun nach Vorstellung des Projekts durch Melanie Eisner von der „Klärle“- Gesellschaft für Landmanagement und Umwelt mbH auch der frühzeitigen Beteilung/Anhörung der Öffentlichkeit, Behörden und Träger öffentlicher Belange statt. Der entsprechende Plan kann von Mitte Februar bis Ende März im Seckacher Rathaus eingesehen werden.

Bei der Abwägung dieser öffentlichen Belange „Entwicklung, Förderung und Ausbau“ einer nachhaltigen Energieversorgung im Sinne des Klimawandels und Klimaschutzes gegenüber den unvermeidlichen Eingriffe in die Natur und Landschaft stuft die Gemeinde Seckach, entsprechend dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, die öffentlichen Belange gegenüber den Belangen von Natur und Landschaft als höherrangig ein.

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