Digitale Mission für mehr Barrierefreiheit

Die Jungen Liberalen Neckar-Odenwald wollen mehr Aufmerksamkeit für das Thema Barrierefreiheit schaffen. (Foto: Tabea Laier)

Jungliberale bewerten 1.000 Orte im Landkreis auf barrierefreie Zu- gänge.

Neckar-Odenwald-Kreis. (pm) Mit einer digitalen Großaktion haben die Jungen Liberalen Neckar-Odenwald 1.000 Orte im Neckar- Odenwald-Kreis auf ihre Barrierefreiheit bewertet. Grundlage der Aktion ist das Projekt „Wheelmap“ des Vereins Sozialhelden e.V..

Die „Wheelmap“ ist eine Online-Karte, in die jeder Orte finden, eintragen und bewerten kann. Damit können sich Rollstuhlfahrer informieren, ob die umliegenden Geschäfte, Parkplätze, Haltestellen und Behörden barrierefrei für sie zugänglich sind. Da diese Angaben nicht immer zur Verfügung stehen, prüft jeder Nutzer die Barrierefreiheit bei den Standorten einzeln ab und trägt die Bewertung in die „Wheelmap“-App oder in das entsprechende Internet-Portal ein. Auf diesem Weg sind weltweit bereits über 900.000 Einträge zusammengekommen, etwa 300 kommen täglich dazu.

Dem dadurch thematisierten Ausbau der Barrierefreiheit wollen die Jungen Liberalen, kurz JuLis, mit ihrer Bewertungsaktion einen neuen Impuls geben. „Das Projekt Wheelmap verdeutlicht, wie wichtig Barrierefreiheit für die Chancengerechtigkeit in unserer Gesellschaft ist“, so der Kreisvorsitzende der FDP- Jugendorganisation, Pascal Schejnoha (rechts im Bild). „Mit unseren 1.000 Markierungen wollen wir als Jugendverband diese Initiative sehr gerne unterstützen und mehr Bewusstsein in der breiten Bevölkerung zu diesem Thema erzeugen.“ Im Neckar- Odenwald-Kreis sind barrierefreie Zugänge zwar sehr häufig schon vorhanden, an vielen Stellen kommen gehbehinderte Menschen aber noch immer nicht ohne fremde Hilfe aus.

Von den 1.000 geprüften Orten im Landkreis waren rund die Hälfte barrierefrei zugänglich. Etwa ein Drittel hingegen waren für Rollstuhlfahrer & Co. nicht ohne Weiteres betretbar. Bei den übrigen Orten waren Hürden zwar vorhanden, diese lassen sich trotz einer Gehbehinderung jedoch weitestgehend bewältigen. „Wir sehen in der öffentlichen Infrastruktur bereits einige Fortschritte“, so Kreisvorsitzender Schejnoha weiter. „Aber auch Unternehmen sollten sich die Frage stellen, ob ihr Geschäft barrierefrei betreten werden kann. Das möchten wir mit dieser Aktion erreichen.“

Der Verein Sozialhelden e.V. bietet zu diesem Zweck mobile Rampen an, die auch online bestellbar sind. Die Wheelmap-App steht jedem Interessierten, der sich an dem Projekt beteiligen möchte, als Download im App Store oder Google Play Store zur Verfügung. Vereine, Organisationen und Institutionen können außerdem einen „MapMyDay“ veranstalten, an dem sie einen Tag lang das Wheelmap-Projekt unterstützen und die Datenbasis verbessern.

Artikel empfehlen:

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar verfassen