Seckach: 60 Jahre „Schule am Esch“

 Als besonderes Highlight forderte Rektorin Hampe sowie Elternbeiratsvorsitzenden Franka Balagula die aktuellen und die Erstklässler „vor 60 Jahren“ auf, die große Geburtstagstorte gemeinsam anzuschneiden und so den „Tag der offenen Schulhaustür“ zu eröffnen. (Foto: Liane Merkle) 
Seckach. (lm) „Die Einweihung des neuen Schulgebäudes am 03. November 1959 war nicht nur für die damalige Schulfamilie ein bedeutendes Ereignis, sondern für die gesamte Gemeinde ein Symbol des Aufschwungs und des Wachstums“, so Bürgermeister Thomas Ludwig im Rahmen eines Festtages zum 60-jährigen Bestehen der „Schule am Esch“, der heutigen Seckachtalschule.

Auf die Historie der Seckacher Bildungseinrichtung eingehend erinnerte er daran, dass die heute als Rathaus dienenden alten Schulgebäude in der Ortsmitte von Seckach angesichts der rasant zunehmenden Einwohnerzahl samt einem Kinderboom damals endgültig zu klein geworden war. Im Beisein zahlreicher Bürgerinnen und Bürger erinnerte Ludwig auch namens der Schulleitungen mit Rektorin Claudia Hampe von der Seckachtalschule und Schulleiter Markus Hebestreit von der Schefflenztalschule auch an den allgemeinen Wandel im örtlichen Bildungsangebot und an die steten Anstrengungen für einen zeitgemäßen Schulalltag.

Nicht nur das neue Schulgebäude entstand damals, sondern es wurde auch die heutige Anbindung an die Bahnhofstraße gebaut (der „Schulbuckel“), weil der alte Weg über die Eschstraße samt schienengleichem Bahnübergang als Schulweg viel zu gefährlich gewesen wäre. Gleichzeitig wurde mit diesem Ausbau der Infrastruktur aber auch der Grundstein für die weitere bauliche Entwicklung in den sechziger Jahren mit dem Hallenbad und der Seckachtalhalle gelegt.

Es entstand eine attraktive campusähnliche Gemengelage, die in den nächsten Jahren mit dem Neubau des Kindergartens eine weitere Bereicherung erfahren wird. Was als Volksschule begann, war in diesen sechs Jahrzehnten zahlreichen Reformen unterworfen: Da war der Wandel zur Grund- und Hauptschule, die zeitweise Funktion als Nachbarschaftsschule sowie schließlich die Weiterentwicklung der Hauptschule zur Werkrealschule alten und neuen Typs. „Freilich haben längst nicht alle -von oben- verordneten Veränderungen den Verantwortlichen vor Ort Freude bereitet, aber die jeweiligen Schulleitungen, Gemeinderäte und Bürgermeister reagierten stets konstruktiv und entwickelten den Schulstandort zum Wohle der nachwachsenden Generationen zielstrebig weiter.“

Mit den Baumaßnahmen einher ging daher auch der kontinuierliche pädagogische Ausbau, welcher sich letzten Endes an den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen orientiert. In der Neuzeit ist damit auch in der Grundschule insbesondere die Schaffung von ganztägigen Betreuungsangeboten gemeint, was nichts anderes bedeutet, als dass sich die Schule immer mehr von einem „Ort des Lernens“ in einen „Ort des Lebens“ verwandelt.

Warum diese sechs Jahrzehnte „Schule am Esch“ nicht nur ein hervorragender Grund für die heutigen „Nutzer“, aber auch für alle ehemaligen Schüler, Eltern und Bedienstete ist, Dank zu sagen, sondern früher wie heute ein unverzichtbarer Bestandteil des gesellschaftlichen und kulturellen Lebens in der gesamten Gemeinde Seckach ist, zeigte sehr deutlich das erfolgreiche Programm zum gelungenen „Tag der offenen Tür“.

(Foto: Liane Merkle)

Bereits der offizielle Teil „mit viel Musik und wenig Reden“ war unglaublich lebendig und die Aula bis auf den letzten Stehplatz voll begeisterter Besucher, die mit Beifall nicht sparten. Den musikalischen Auftakt bildete der „Schulfestsong“ mit dem Schulchor unter der Leitung Svenia Eberle und Tatjana Bader, für die gekonnte Moderation des Festakts zeichnete nach ihrer Begrüßung Rektorin Claudia Hampe verantwortlich, die auch die Urkunden an die Sieger von Schulkunst und Schwimmwettbewerb übergab.

Das weitere begeisternde Eröffnungsprogramm gestalteten die Mundharmonikagruppe der Klassen 3, 4a und 4b unter Leitung von Tatajana Bader, das Mandolinen- und Gesangsensemble der Klassen 5 und 6 b der Schefflenztalschule unter Regie von Jonas Hanselmann und schließlich glänzten die Klassen 1 und 2 mit dem gesungenen Schattenspiel „Die Vogelhochzeit“, das sie mit Simone Trenkle und Tatajan Bader einstudiert hatten.

Als besonderes Highlight forderte Rektorin Hampe nach den Grußworten von Bürgermeister Ludwig, Kerstin Köpfle als Vorsitzende des Schul- und Hallenbadfördervereins sowie Elternbeiratsvorsitzenden Franka Balagula die aktuellen und die Erstklässler „vor 60 Jahren“ auf, die große Geburtstagstorte gemeinsam anzuschneiden und so den „Tag der offenen Schulhaustür“ zu eröffnen.

Begeisterung und jede Menge Beifall ernteten Tanz-AG, Mini-Band und die Theater-AG mit dem Stück „Ein Roboter Heinzelmann“ auf der Aktionsbühne. Ganz hervorragend frequentiert waren die vielen Mitmachaktionen im Schulhaus, darunter die Farbzaubermaschine im Kunstatelier, das Hämmern im Werkraum, Knautschbälle basteln, Flipperspiel, Pflanzenverkauf, aber auch das Atelier „Künstlerwerkstatt“, die Power-Point-Präsentation „Seckacher Schulgebäude früher und heute“, die Ausstellungen „Hundertwasser“, „Jahreszeitenbäume“, „Vom Korn zum Brot“, „Natur im Jahr 2019“ oder die Möglichkeiten im „Forscherlabor“. Im Schulhof genossen Groß und Klein mit viel Spaß das Kinderschminken sowie die Spielstraße und das Torwandschießen. Man kann also durchaus bestätigen „Die ehemalige Schule am Esch und heutige Seckachtalschule“ ist in jeder Beziehung „in Bewegung“.

Für das leibliche Wohl hatten u.a. der Elternbeirat sowie der Schul- und Hallenbadförderverein gesorgt.

Zur Jubiläumsfeier waren viele Gäste in die heutige Seckachtalschule gekommen. (Foto: Liane Merkle) 

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