Mosbacher nur bis 19. April

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Symbolbild - Neckar-Odenwald-Kliniken
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(Archivbild)

Umsetzung des Struktur- und Maßnahmenplans für die Neckar-Odenwald-Kliniken: Entbindungen am Standort Mosbach noch bis 19. April möglich

Mosbach/Buchen.  _(pm)_Aufgrund der Mehrbelastung im Rahmen der Corona-Pandemie und den daraus entstandenen personellen Engpässen müssen die Neckar-Odenwald-Kliniken den Kreißsaal am Standort Mosbach früher als geplant schließen. „Wir hätten den Betrieb gern bis Ende April aufrechterhalten, aber die Bündelung aller Kräfte macht diesen Schritt notwendig“, erklärt dazu Geschäftsführer Frank Hehn, der in den vergangenen Tagen mit Chefarzt Dr. Winfried Munz das Vorgehen festgelegt hat.

„Entbindungen sind in Mosbach noch bis 19. April möglich. Und natürlich werden alle Schwangeren, die bereits ein Erstgespräch in Mosbach geführt haben, derzeit von uns kontaktiert und über das Angebot am Standort Buchen informiert“, erklärt Dr. Munz. Die Konzentration der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am Standort Buchen wurde Anfang März vom Kreistag im Rahmen eines Struktur- und Maßnahmenplans für die Kliniken beschlossen.

In diesem Zusammenhang wirbt Munz auch noch einmal explizit um das Vertrauen der Familien aus dem Mittelbereich Mosbach. „In Buchen erwartet Sie ein medizinisch wie pflegerisch hervorragend aufgestelltes Kreißsaalteam, das aber dennoch einen familiären und familienzentrierten Umgang mit allen Paaren pflegt.“ Betreut werden die Schwangeren innerhalb dieses Teams durch die erfahrenen Beleghebammen der Praxis Kugelrund. Zudem werde, so Munz, die Zentralisierung zu einer Stärkung der für Frauen aller Altersstufen wichtigen Abteilung für Gynäkologie und dort vor allem der operativen Expertise insgesamt führen. Da die Allgemeinchirurgie ebenfalls in Buchen konzentriert werden soll, habe man in diesen Bereichen damit alle Experten an einem Ort.

Über die vorzeitige Schließung umfassend informiert wurden auch die noch verbliebenen Hebammen am Standort Mosbach. „Wir wissen, dass der gesamte Prozess für die immer engagierten Kolleginnen nicht leicht war. Aber die Fokussierung auf die Epidemiebekämpfung und die ohnehin sehr angespannte Personalsituation bei den Hebammen, macht die vorzeitige Schließung leider unausweichlich“, erklärt Geschäftsführer Hehn weiter. Hehn dankt zusammen mit Chefarzt Dr. Munz, dem Ärztlichen Leiter Priv.-Doz. Dr. Harald Genzwürker und Pflegedienstleiter Kurt Böhrer den Mosbacher Hebammen für ihre Arbeit zum Wohle der Familien. Allen wurde von den Klinken das Angebot gemacht, am Standort Buchen weiterhin fest angestellt im medizinischen Bereich tätig zu sein.

Zudem weisen die Kliniken darauf hin, dass trotz des generellen Besuchsverbots Schwangeren an beiden Standorten weiterhin die Unterstützung ihres Partners bei der Geburt ermöglicht wird. Die Väter oder alternativ eine andere Vertrauensperson dürfen ihre Partnerin und das Neugeborene auch auf der Wochenstation besuchen. Zum Schutz der Mutter, des Neugeborenen und des Personals darf der Besuchende allerdings keine Erkältungssymptome aufweisen. Alle Schwangeren und ihre Begleitung werden über ein Zelt an der Zentralen Notaufnahme aufgenommen, nach Symptomen befragt und dann zügig in den Kreißsaal weitergeleitet.

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