Terrassenfreibad Lauda im Coronamodus

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(Foto: pm)

Was ändert sich für die Badegäste in dieser Saison?

Lauda-Königshofen.  (pm) Am kommenden Montag, 22. Juni 2020 beginnt im Terrassenfreibad Lauda ab 13.00 Uhr die Sommerbadesaison. Was ändert sich für die Badegäste in dieser Saison?

Wenn das Quecksilber im Thermometer allmählich stetig nach oben klettert, ist die Sehnsucht nach einer Erfrischung im Freibad verständlicherweise groß. Noch vor wenigen Tagen war unsicher, ob es überhaupt eine Badesaison 2020 geben würde. Umso mehr freuen sich die Beteiligten nun darüber, dass das Terrassenfreibad unter den gegebenen Bedingungen nächste Woche seinen eingeschränkten Betrieb aufnehmen kann.

Fest steht schon jetzt, dass die Badesaison in diesem Jahr aufgrund des Coronavirus anders verläuft als man dies aus den Vorjahren gewohnt ist. So wurden zum Beispiel Ende Juni 2019 an einem der heißesten Tage des letzten Jahres über 2.000 Badegäste im Laudaer Bad begrüßt. An solche Besucherströme ist heuer vorerst nicht zu denken, schon allein weil die Landesregierung die maximale Anzahl an Badegästen beschränkt hat.

„Das Wichtigste ist, dass wir das Freibad für das Jahr 2020 am Montag unter Einhaltung der geforderten Vorgaben und nach gründlicher Erarbeitung eines Hygienekonzepts öffnen können. Mit den getroffenen und unausweichlichen Maßnahmen für die Eindämmung des Coronavirus wollen wir das Beste aus der Situation machen und den Bürgern ein Stück Normalität im Alltag zurückzugeben. Das Badevergnügen gehört sicherlich zum Sommer dazu, gerade wenn die Urlaubsreise in weite Ferne rückt. Wir hoffen auf ein Verständnis für die Abweichungen vom Normalbetrieb“, teilt Bürgermeister Dr. Lukas Braun mit.

Damit man sich bereits zuhause über die aktuelle Besucherzahl im Freibad informieren kann, stellt die Stadtverwaltung auf der Internetseite www.lauda- koenigshofen.de/freibad fortlaufend die aktuelle Gästezahl bereit. So soll verhindert werden, dass sich Badegäste auf den Weg ins Bad machen und dann nicht mehr eingelassen werden.
Verschiedene Hinweistafeln informieren vor Ort über die Regeln und den Ablauf des Badebetriebs.

Damit Infektionsketten des Coronavirus nachverfolgt werden können, ist die Stadtverwaltung verpflichtet, die Kontaktdaten der Badegäste abzufragen. Die Daten werden nach vier Wochen gelöscht. Das entsprechende Formular kann vorab im Internet auf der Seite des Freibads heruntergeladen werden. So verkürzt man die Wartezeit vor Ort. Falls ein Badegast das Formular vergessen hat, kann die Registrierung auch noch im Eingangsbereich ausgefüllt werden.

Geöffnet hat das Bad künftig täglich von 13 bis 20 Uhr. Diese Anpassung war notwendig, um die Anforderungen der Verordnung zu erfüllen. Zusätzlich zu den Kassenmitarbeitern und den Fachangestellten für Bäderbetriebe sind nun täglich weitere Aufsichtspersonen erforderlich, die alle ein- und ausgehenden Badegäste an dem jeweiligen Becken manuell zählen und notfalls den Zugang zu den Becken begrenzen müssen.

Nicht nur in den Schwimmbecken, Umkleiden und Toilettenbereichen, sondern auch in der gesamten Anlage als auch auf den Liegewiesen gilt der Grundsatz „Abstand halten“. Dabei ist ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Personen zu beachten. Das diesjährige Sommermotto lautet also generell: „bitte eine Badetuchlänge Abstand halten.“ Die Sprungtürme und die Rutsche am Nichtschwimmerbereich müssen vorerst gesperrt bleiben, da die aktuellen Auflagen der Corona-Verordnung weiteres Personal fordern. Ebenso sind die Warmduschen nicht nutzbar.

Gewohntes bleibt erhalten

Der Kinderplanschbereich wird unter der Begrenzung auf 12 junge Badegäste offengehalten. Die Eltern werden gebeten, auf die maximale Anzahl an Kindern im Becken zu achten. „Das Konzept berücksichtigt die Interessen aller Wasserratten, zum einen die Familien mit kleinen Kindern, die sich am liebsten im Planschbecken oder im Nichtschwimmerbecken aufhalten, zum anderen auch die Schwimmer“, so Bürgermeister Dr. Lukas Braun.

Sind alle Badegäste nach Hause gegangen, ist die Arbeit für das Bäderteam noch lange nicht vorbei. Dann muss noch eine gründliche Reinigung der Einrichtungen durchgeführt werden, die den Anforderungen der Coronaverordnung entspricht. Beim beliebten Kiosk „Ibos Beachcafé“ kann man zwischendurch, auch auf der Dachterrasse, herzhafte und süße Snacks sowie kühle und heiße Getränke genießen. Auch hier gelten die Auflagen der Landesregierung.

An den Eintrittspreisen hat sich in der Saison nichts geändert. Saison- und Familienkarten sind ab Montag, 22. Juni also wie gewohnt erhältlich. Ist die Anzahl von 1000 Besuchern im Bad jedoch überschritten, berechtigt auch eine Jahreskarte nicht zum Zugang. Die Stadt weist beim Erwerb von Familien- oder Saisonkarten darauf hin, dass im Falle einer – theoretisch möglichen – coronabedingt vorzeitigen Schließung der baden-württembergischen Freibäder kein Anspruch auf eine Rückerstattung der Kosten besteht. Die Saisonkarten werden vor Ort im Terrassenfreibad Lauda verkauft, die Familienkarten

Was ändert sich für den Badegast?

Die Anzahl der Nutzer in den einzelnen Becken ist aufgrund der Verordnung des Landes Baden-Württemberg stark reglementiert. Das heißt, dass im Schwimmerbecken höchstens 80 Gäste gleichzeitig schwimmen dürfen. Im Nichtschwimmerbecken sind es maximal 200 Gäste, die sich dort gleichzeitig aufhalten dürfen. Nach dem Betriebs- und Hygienekonzept ist die Höchstbesucherzahl für das gesamte Terrassenfreibad auf 1.000 Besucher begrenzt.

„Wir freuen uns, allen Badegästen ab Montag wieder Spaß, Sport und Kurzweil im Terrassenfreibad zu ermöglichen. So erhält der Sommer zumindest ein Stück von seiner Normalität zurück“, betont Lukas Braun abschließend

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