Schulbusse keine Corona-Hotspots

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(Symbolbild – Pixabay)

Verstärkerbusse auf 31 Linien -Busverkehr nicht verantwortlich für Coronafällen bei Schülern – Verantwortung für Nutzung bei den Eltern

Neckar-Odenwald-Kreis. Nachdem es im Zusammenhang mit der NZ-Berichterstattung zu Corona-Infektionen an Schulen, kommt es auf unseren Social-Media-Kanälen, insbesondere auf der Facebook-Seite, immer wieder zu kritischen Kommentaren. Darin bemängln Eltern, dass es kein Wunder sei, dass sich Kinder und Jugendliche infizieren, da sie in Schulbussen keine Möglichkeit hätten, Abstand zu halten.

Eine Leserin wirft ein: „Solang die Busse vollgestopft sind, kann man immer wieder davon ausgehen, dass es weitere Fälle geben wird“. Dem stimmt eine weitere Leserin zu: „Da kann man noch so Maske tragen, aber um Körperkontakt kommt man im Bus nicht herum, da kann man den Abstand nicht halten, ob man will oder nicht! Da müsste eine bessere Regelung stattfinden, wie zeitversetzter Schulbeginn der verschiedenen Klassen.“

Ein weiterer Leser weist darauf hin, dass genügend Verstärkerbusse gebe, die jedoch alle auf „den erstbesten Bus losrennen, während der Verstärker fast leer bleibt“. Daher seien die Fahrgäste die Schuldigen.

Der Pressesprecher des Neckar-Odenwald, Jan Egenberger, beantwortet unsere Nachfragen folgendermaßen: „Der Kreis setzt inzwischen auf 31 Linien Verstärkerbusse ein. Genutzt wird dafür das Förderprogramm des Landes„.

Falls es noch Linien geben sollte, bei denen vor und nach dem Unterricht Bedarf an weiteren Bussen besteht, sei das Landratsamt für Hinweise dankbar, so Egenberger. Entsprechende Anregungen durch Schüler, Eltern, Schulen würden umgehend geprüft. Bestätige sich der Eindruck der Hinweisgeber, können weitere Verstärkerbusse eingesetzt werden, sofern dafür Fahrer und Busse zur Verfügung stehen, fährt Jan Egenberger fort.

Der Pressesprecher weist jedoch darauf hin: „Generell müssen die schon eingesetzten Verstärkerbusse aber nun auch genutzt werden. Dies kann nicht zentral vom Landkreis oder den Busfahrern überwacht und geregelt werden. Hier ist es Aufgabe der Eltern, ihre Kinder entsprechend auf diese Möglichkeit hinzuweisen“.

Für die Behauptung zahlreicher Eltern, dass der Busverkehr für viele Corona-Infektionen bei Schülern verantwortlich sei, gebe es auf Basis der Analyse der Infektionsketten der Schüler bislang keine Hinweise, schließt Pressesprecher Jan Egenberger.

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