Gemeindeverwaltung durch Corona stark belastet

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Das Blockheizkraftwerk der Grundschule Schloßau wird erneuert. (Foto: Liane Merkle)
Mudau.  (lm)  Am Regenüberlaufbecken auf der Gemarkung Mörschenhardt wird demnächst der Pumpenschacht um ca. 1,85 Meter erhöht, sodass der Einstieg bei gefülltem Becken nicht mehr unter hydraulischem Druck steht.

Bürgermeister Dr. Norbert Rippberger im Rahmen der jüngsten öffentlichen Sitzung des Gemeinderates in der Mudauer Odenwaldhalle: „Da für die untere Wasserbehörde der Gewässerschutz von hoher Bedeutung ist und durch diese geplante Maßnahme zudem die Betriebssicherheit erhöht werden kann, möchte die Gemeinde Mudau das Regenüberlaufbecken so ertüchtigen und erhöhen, dass im Störfall jederzeit auf die Pumpen zugegriffen bzw. diese gegebenenfalls getauscht werden können.“

Die gesamte Maßnahme ist durch das mit der Planung befasste Ing.-Büro Sack & Partner mit 74.000 Euro beziffert. Wie Katharina Fertig als zuständige Sachbearbeiterin im Rathaus und Dipl. Ing Oswald Gehringer erläuterten, werde in besagtem Regenüberlaufbecken das gesamte Abwasser des Ortsteils Mörschenhardt gesammelt.

Mit Hilfe zweier Tauchmotorpumpen, die in einem Pumpenschacht am Ende des Beckens untergebracht sind, wird das Abwasser dann nach Donebach gepumpt, von wo aus es weiter in die Kläranlage Mudau gelangt. Ein Förderantrag auf Fachförderung aus der Wasserwirtschaft wurde bereits gestellt und die Maßnahme in den laufenden Gemeindehaushalt eingeplant.

Auf Wunsch von Gemeinderat Andreas Schölch wurde der TOP „DigitalPakt 2019-2024 für Schulen – Auftragsvergabe“ verschoben auf die Sitzung nach der Klausurtagung für den Haushalt.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde die sicherheitstechnische Verbesserung in den einzelnen Feuerwehrgerätehäusern weiter vorangetrieben. So erhalten die Gerätehäuser der Abteilungswehren in Donebach, Mörschenhardt, Reisenbach und Steinbach je eine Abgas-Absauganlage mit Kompressor, die Christoph Müller vorstellte.

Mit Gesamtkosten in Höhe von 28.408 Euro erhielt die Firma ecovent aus Lübbecke als günstigster Bieter den Zuschlag für Lieferung und Installation der Anlagen. Für die Umsetzung der Maßnahmen sind bereits entsprechende Finanzmittel im Haushaltsplan eingestellt.

Seine Zustimmung gab der Gemeinderat auch einer von Christoph Müller vorgeschlagenen Modernisierung des fast elf Jahre alten Blockheizkraftwerkes (BHKW) an der Grundschule in Schloßau. Das Hauptaugenmerk liegt darin, dass die beim Betrieb des BHKW entstehende Abwärme den Heizkreislauf speziell für das Lehrschwimmbecken besser unterstützt und quasi als –Abfallprodukt- zusätzlich noch Stromerzeugung garantiert.

Mit Lieferung und Installation der Modernisierungseinheiten wurde die Firma Senertec Hohenlohe aus Langenburg zum Auftragspreis von 17.335 Euro betraut. Man rechnet mit einer Amortisierung der Erneuerung innerhalb der ersten drei von geschätzten zehn Betriebsjahren.

Über die maßgeblichen Auswirkungen von Corona auf die Kommune während der letzten 14 Monate gab Hauptamtsleiterin Bianca Groß einen Überblick, wobei es in erster Linie um den erheblichen Arbeitsmehraufwand für Bürgermeister, Hauptamt und Sekretariat ging.

Neben ihren „normalen Aufgaben“ mussten sie rd. 20 Prozent ihrer Arbeitszeit dem Durcharbeiten und Veröffentlichen der aktuellsten Corona-Vorschriften (rd. 20 verschiedene), Statistiken, Online-Seminaren, Prüfen von Hygienevorschriften sowie der Beschaffung, Verteilung und Abrechnung von Masken und Schnelltests sowie der Koordination von Terminen widmen.

Dabei galt es nicht nur rd. 650 zusätzlich E-Mails zu bearbeiten, Platzprobleme im Rathaus und bei Personalkoordinationen zu bewältigen, sondern auch Betreuungsangebote in Kindergärten und Schulen aus dem Nichts zu stampfen oder Stundungsanfragen zu bearbeiten. Eine weitere Herausforderung waren die Hygienekonzepte für Rathaus, Hallenbad Schloßau, Sporthallen, Leichenhallen und Beerdigungen und ganz besonders für die Landtags- und Bundestagswahlen in allen neun Wahlbezirken.

Zeitlicher Mehraufwand war außerdem notwendig für die Impfbescheinigungen der 234 Feuerwehrangehörigen, das vollständige Schul-, Verwaltungs- und Bauhofpersonal, beim Umgang mit Anfeindungen und Unverständnis von BürgerInnen wegen Nichtimpfberechtigung sowie für die Organisation, Vor- und Nachsorge des Mudauer Impftags.

Hinzu kamen – ebenfalls Corona bedingt – finanzielle Mehrbelastungen durch Mindereinnahmen und Mehrausgaben. Unter anderem für 3.620 Schnelltests seit Anfang April. Nach dem Umfangreichen Tätigkeitsbericht empfahlen die Gemeinderäte Franz Brenneis und Michael Volk mit einem Dank an die Gemeindeverwaltung, dass man diese umfangreichen Dienstleistungen unbedingt auch den Bürgern bekannter machen müsste.

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